Diplomarbeit, 2003
78 Seiten, Note: sehr gut (1,4)
1. AUFGABENSTELLUNG
2. EINFÜHRUNG
3. GRUNDLAGEN
3.1 SEGMENTIERUNG
3.1.1 sequentielles Regionenwachstumsverfahren
3.1.2 quasi-paralleles Regionenwachstumsverfahren
3.1.3 paralleles Regionenwachstumsverfahren
3.1.4 Kantenrelaxation
3.1.5 Segmentierung nach Kontur / Konturverfolgung
3.2. INVARIANTEN
3.2.1 Momente
3.2.1.1 Konturmerkmale
3.2.1.2 Formmerkmale
3.2.2 Fourierdeskriptoren
3.3 TRANSFORMATION BILDKOORDINATEN IN WELTKOORDINATEN
3.4 FILTERUNG
3.4.1 Laplace-Filterung
3.4.2 Median-Filter
3.5 ENTWICKLUNGSUMGEBUNG
3.5.1 Hardware
3.5.1.1 Kamera
3.5.2 Software
3.5.3 Grundvoraussetzungen
4. VERFAHREN ZUR STRAßENRANDERKENNUNG
4.1 SEGMENTIERUNG NACH FLÄCHENINHALT (REGION GROWING)
4.1.1 Ausgangsregionen erstellen
4.1.2 Regionen vereinigen
4.1.3 Programmablauf (schematisch)
4.1.4 Ergebnis
4.1.5 Kantenrelaxation
4.2 SEGMENTIERUNG NACH KONTUR
4.2.1 Startpunktsuche
4.2.2 Konturverfolgung
4.2.3 Bildverbesserung durch Grauwertmanipulation
4.2.4 adaptive Bestimmung der Schwellwerte
4.2.5 Programmablauf (schematisch)
4.2.6 Ergebnis
4.3 AUSWERTUNG UND VERGLEICH DER BEIDEN SEGMENTIERUNGS-VERFAHREN
4.4 SEGMENTERKENNUNG
4.4.1 Flächenkriterium
4.4.2 Formkriterium
4.4.3 Fourierdeskriptoren
4.4.4 Konturglättung
4.4.5 Auswertung
4.4.6 Ergebnis der Segmenterkennung
4.5 GRUPPENBILDUNG
4.5.1 Gruppierung im Bildkoordinatensystem
4.5.2 Gruppierung im Weltkoordinatensystem
4.5.3 Auswertung und Ergebnis der Gruppierung
5. ERGEBNIS
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
6.1 ZUSAMMENFASSUNG
6.2 AUSBLICK
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Systems zur automatischen Spurerkennung in Straßenszenen. Das primäre Ziel ist die zuverlässige Identifikation von Fahrbahnmarkierungen in Grauwertbildern durch eine Kombination aus Segmentierungsverfahren, geometrischen Invarianten (Momenten und Fourierdeskriptoren) und einer nachgelagerten Gruppierung der gefundenen Segmente im Weltkoordinatensystem.
3.1.2 quasi-paralleles Regionenwachstumsverfahren
Für dieses in [MES89] beschriebene Verfahren wird zur Beurteilung der Ähnlichkeit zweier Regionen ein sog. Likelihood Ratio Test oder Hypothesentest herangezogen: Dabei bestehen zwei benachbarte Regionen RA und RB aus NA bzw. NB Bildpunkten. Die einzelnen Merkmalswerte (Grauwerte) der Regionen werden zu einem Datenvektor yA bzw. yB mit NA bzw. NB Komponenten zusammengefaßt. Die Merkmalswerte der beiden Regionen werden dabei als Zufallsprozesse betrachtet, deren Verteilungsdichtefunktion p(yA) bzw. p(yB) ist.
Hierfür werden die folgenden beiden Hypothesen aufgestellt und verglichen:
• Nullhypothese H0: beide Regionen entstammen ein und dem selben Prozeß
• Gegenhypothese H1: beide Regionen entstammen unterschiedlichen Prozessen
Um eine Entscheidung für eine der beiden Hypothesen treffen zu können, ist es, wie in der Entscheidungstheorie üblich, erforderlich folgende Entscheidungsregel aufzustellen:
λ := p(z|H1) / p(z|H0) { > C falls H1 erfüllt ; < C falls H0 erfüllt }
Somit wird bei Überschreiten bzw. Unterschreiten der Schwelle C entweder die eine oder die andere Hypothese angenommen. Durch C wird ebenfalls festgelegt, wie hoch der mögliche Fehler bei der Entscheidung für die jeweilige Hypothese werden kann.
1. AUFGABENSTELLUNG: Definiert das Ziel der Arbeit, die Anpassung des quasi-parallelen Wachstumsverfahrens an die Spurerkennung und die Nutzung geometrischer Invarianten.
2. EINFÜHRUNG: Gibt einen Überblick über bestehende Ansätze zur Straßenranderkennung und den gewählten Lösungsweg in dieser Arbeit.
3. GRUNDLAGEN: Erläutert die theoretischen Basisverfahren zur Bildsegmentierung, Invariantenberechnung (Momente, Fourierdeskriptoren) und Koordinatentransformation.
4. VERFAHREN ZUR STRAßENRANDERKENNUNG: Beschreibt detailliert die zwei implementierten Segmentierungsansätze, deren Ergebnisbewertung und die anschließende Gruppierung der Segmente.
5. ERGEBNIS: Präsentiert die Resultate der entwickelten Verfahren unter verschiedenen Bedingungen und bewertet deren Leistungsfähigkeit.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fasst die wesentlichen wissenschaftlichen Neuerungen zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche Optimierungen für Echtzeitanwendungen.
Straßenranderkennung, Spurerkennung, Bildsegmentierung, Region Growing, Konturverfolgung, Fourierdeskriptoren, Momente, Invarianten, Weltkoordinaten, Fuzzy-Logik, Kantenrelaxation, Bildverarbeitung, Grauwertmanipulation, Fahrspurmarkierung.
Die Arbeit entwickelt ein System, um Fahrbahnmarkierungen in von einer Fahrzeugkamera aufgenommenen Grauwertbildern automatisch zu erkennen und zu gruppieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Bildsegmentierung, der Merkmalsextraktion mittels geometrischer Invarianten und der anschließenden räumlichen Zuordnung der gefundenen Objekte.
Ziel ist es, ein zuverlässiges System zu schaffen, das Fahrbahnränder trotz unterschiedlicher Beleuchtungsverhältnisse oder Fahrbahnbeläge sicher segmentieren und zu Spuren zusammenfassen kann.
Es kommen unter anderem quasi-paralleles Regionenwachstum, Konturverfolgung, die Berechnung von Momenten und Fourierdeskriptoren sowie eine Transformation in Weltkoordinaten zum Einsatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bildverarbeitung und die praktische Umsetzung zweier verschiedener Segmentierungsverfahren, deren Evaluierung sowie der Gruppierung zur Spurerkennung.
Wichtige Begriffe sind Fourierdeskriptoren, Region Growing, Konturverfolgung, Weltkoordinaten und Invariantenbildung.
Die Kamera bietet einen sehr großen Dynamikbereich von 120dB, was einen hohen Informationsgehalt der Bilder ermöglicht und Weißsättigung verhindert.
Durch die Beschränkung auf die ersten 32 Fourierdeskriptoren werden hochfrequente Anteile, die als unerwünschte Zerklüftungen im Bild erscheinen, automatisch herausgefiltert.
Sie ermöglicht eine Filterung, die in der 2D-Bildebene unrealistisch wäre, da sie es erlaubt, die Geometrie der erkannten Linien mit realen räumlichen Bedingungen abzugleichen.
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