Bachelorarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 1,5
1. Barack Obamania: Eine Einleitung
2. Barack Obama – eine ungewöhnliche Biografie
3. „Charisma“ als soziologischer Begriff
3.1 Max Webers Charismabegriff
3.2 Max Webers Konzept der „charismatischen Herrschaft“
3.3 Historische Einordnung des Charisma-Konzepts Webers
4. Anwendung der Charisma-Definition Webers auf Barack Obama
4.1 Das politische System der USA als Basis einer „charismatischen Herrschaft“?
4.2 Barack Obama – ein „charismatischer Herrscher“?
5. Charismatische Herrscher in der Mediendemokratie
5.1 Politische Kommunikation in Amerika
5.2 „Mediencharisma“ – eine Definition
6. Barack Obama – ein medialer Charismatiker?
6.1 Sein Äußeres
6.2 Seine Mimik und Gestik
6.3 Seine Rhetorik
6.4 Sein Humor
7. Anwendung der Definition von „Mediencharisma“ auf Obama
7.1 Seine Glaubwürdigkeit
7.2 Seine Sympathie
7.3 Seine Sachkompetenz
7.4 Seine persönliche Kompetenz
8. Die Rolle der Familie im US-Wahlkampf
8.1 Michelle Obama – Der Fels der Familie
8.2 Die Obamas – eine perfekte Familienidylle?
9. Die Rolle der elektronischen Medien im US-Wahlkampf
9.1 Die Rolle des Fernsehens im US-Wahlkampf
9.2 Die Rolle des Internets im US-Wahlkampf
9.3 Die Rolle der Medien als Charismavermittler
10. Barack Obama – die Inszenierung des Medien-Messias
10.1 Die „Ahnen-Strategie“
10.2 Die „Common-Man-Strategie“
10.3 Die „Familien-Strategie“
10.4 Die „Vermenschlichungs-Strategie“
10.5 Barack Obama „live on stage“
10.6 Barack Obama als Verkörperung des „American Dream“
11. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen der „Obamania“ und analysiert, wie Barack Obama durch gezielte Inszenierung von Charisma und die Nutzung moderner Medien zu großer Popularität und zum Wahlsieg gelangen konnte, wobei der Schwerpunkt auf der soziologischen Einordnung seines Auftretens liegt.
6.2 Seine Mimik und Gestik
Hier ein freundliches Händeschütteln, da ein Posieren fürs Erinnerungsfoto – wo Obama auch auftritt, hat er ein breites Lächeln auf den Lippen und gewinnt so schnell die Sympathien der Zuschauer. Er weiß, wie er die Distanz zwischen sich und seinen Anhängern verringern kann: durch eine einnehmende Botschaft. Die besteht neben dem Inhalt aus seiner Stimme und seiner Körpersprache.
Schaut man sich seine „Yes we can“-Rede an, die er am 8. Januar 2008 in Nashua, New Hampshire hielt (Obama-Video 1 2008, Internet), fällt einem auf, dass Obama beim Sprechen viel mit seinen Händen gestikuliert. Er nimmt Blickkontakt mit dem Publikum auf und lächelt seinen Zuhörern zu. Wichtige Wörter und Sätze wie „There is something happening“ betont er, indem er den Zeigefinger hebt.
Damit die Kameras seine Bewegungen auch bei Nahaufnahmen einfangen können, fallen seine Gesten eher klein aus, seine Arme liegen die ganze Zeit eng am Körper. Dies ist wichtig, damit auch das Millionenpublikum vor dem Fernseher oder dem Computer seine Gestik sehen kann (vgl. Gössler 2009: 163).
Doch wenn Obama anfängt Geschichten zu erzählen, scheint er die Kameras zu vergessen. Dann erzählt er nur noch für sein Publikum vor Ort, und das mit ganzem Körpereinsatz.
1. Barack Obamania: Eine Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen der „Obamania“ ein, formuliert die Forschungsfrage bezüglich seines Charismas und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Barack Obama – eine ungewöhnliche Biografie: Hier wird der Lebenslauf von Barack Obama dargestellt, um zu erörtern, inwiefern er ein außergewöhnlicher Anwärter auf das Präsidentschaftsamt war.
3. „Charisma“ als soziologischer Begriff: Dieser Abschnitt definiert Charisma aus soziologischer Sicht, insbesondere basierend auf der Theorie der „charismatischen Herrschaft“ von Max Weber.
4. Anwendung der Charisma-Definition Webers auf Barack Obama: Es wird untersucht, ob Barack Obamas Beziehung zu seinen Anhängern die soziologischen Kriterien einer „charismatischen Herrschaft“ nach Weber erfüllt.
5. Charismatische Herrscher in der Mediendemokratie: Hier wird die Rolle der Massenmedien in der modernen Demokratie erörtert und der Begriff „Mediencharisma“ für Politiker definiert.
6. Barack Obama – ein medialer Charismatiker?: Dieses Kapitel analysiert Obamas persönliche Ausstrahlung anhand von Faktoren wie Äußeres, Mimik, Gestik, Rhetorik und Humor.
7. Anwendung der Definition von „Mediencharisma“ auf Obama: Hier wird geprüft, inwiefern Obama über die Faktoren Glaubwürdigkeit, Sympathie sowie Sach- und persönliche Kompetenz verfügt.
8. Die Rolle der Familie im US-Wahlkampf: Dieser Teil beleuchtet, wie Michelle Obama und die Inszenierung der Familie zum positiven Image des Präsidentschaftskandidaten beigetragen haben.
9. Die Rolle der elektronischen Medien im US-Wahlkampf: Hier wird die Bedeutung von Fernsehen und Internet für die strategische Kommunikation und die Vermittlung von Charisma im Wahlkampf 2008 analysiert.
10. Barack Obama – die Inszenierung des Medien-Messias: Dieses Kapitel zeigt die verschiedenen Inszenierungsstrategien auf, mit denen Obama sein Charisma gezielt verstärkt hat.
11. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird bewertet, inwiefern Obama als charismatische Führungspersönlichkeit der Medienzeit betrachtet werden kann und welche Faktoren sein Image geprägt haben.
Barack Obama, Mediencharisma, Charismatische Herrschaft, Max Weber, US-Wahlkampf 2008, Politische Kommunikation, Medieninszenierung, Michelle Obama, Rhetorik, Internet-Wahlkampf, Politische Strategie, American Dream, Personenwahlkampf, Massenmedien, Imagebildung.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der großen Popularität von Barack Obama während des US-Wahlkampfs 2008 unter dem Aspekt des soziologischen Charismabegriffs und dessen mediale Inszenierung.
Die zentralen Themen umfassen die soziologische Theorie von Max Weber, die Rolle der Massenmedien in einer Mediendemokratie, die rhetorischen und persönlichen Strategien Obamas sowie die Einbindung seiner Familie in die öffentliche Wahrnehmung.
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu untersuchen, wie Barack Obama es geschafft hat, durch gezieltes „Mediencharisma“ seine Popularität zu steigern und ob sein Erfolg mit dem wissenschaftlichen Konzept der „charismatischen Herrschaft“ zu erklären ist.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch soziologische Literatur (vor allem Max Weber) sowie einer deskriptiven Analyse von Wahlkampfstrategien, Medieneinsatz und rhetorischen Exzellenzmerkmalen Obamas.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition von Charisma, eine Überprüfung dieser auf Obama, die Definition von Mediencharisma sowie eine detaillierte Analyse der medialen Inszenierung durch Rhetorik, Humor, Familienauftritte und die Nutzung von TV und Internet.
Charisma, Mediencharisma, Barack Obama, US-Wahlkampf 2008, Inszenierung, Max Weber, Politische Kommunikation.
Michelle Obama wurde als „Fels der Familie“ inszeniert, was ihrem Mann Authentizität und Glaubwürdigkeit verlieh und ihn als bodenständigen Familienvater präsentierte, was die Identifikation der Wähler mit ihm stärkte.
Die Autorin argumentiert, dass die modernen demokratischen Rahmenbedingungen und die starke Abhängigkeit von medialen Inszenierungsprozessen den klassischen Begriff der „charismatischen Herrschaft“ erweitern oder anpassen müssen.
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