Masterarbeit, 2011
106 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2. Das Europäische Parlament und die Rolle der Abgeordneten
3. Politische Kommunikation
3.1 Definition
3.2 Öffentlichkeit durch politische Kommunikation
3.3 Europäische Öffentlichkeit
4. Web 2.0 und Social Media
4.1 Definitionen
4.2 Das soziale Netzwerk Facebook
4.3 Der Kurznachrichtendienst Twitter
4.4 Facebook als Instrument politischer Kommunikation
4.5 Twitter als Instrument politischer Kommunikation
4.6 Facebook und Twitter versus klassische Webseiten
4.7 Das demokratische Potential der sozialen Medien
5. Politische Online-Kommunikation in Theorie und Praxis
5.1 Chancen der Social-Media-Nutzung für politische Akteure
5.2 Risiken der Social-Media-Nutzung für politische Akteure
5.3 Erfolgsfaktoren im Social Web
5.4 Soziale Medien in der politischen Kommunikation
6. Internet-Nutzung in Europa
6.1 Gründe für die unterschiedliche Internetnutzung
6.2 Häufigkeit der Internetnutzung
6.3 Art der Internetnutzung
7. Forschungsstand
7.1 Auswirkungen der Internetnutzung auf die politische Kommunikation
7.2 Aktuelle Studien zur politischen Online-Kommunikation
7.2.1 Aktuelle Studien zu den Online-Aktivitäten europäischer Politiker
8. Eigene Untersuchung
8.1 Vorgehen für den ersten Teil der Untersuchung
8.2 Vorgehen für den zweiten Teil der Untersuchung
8.2.1 Auswahl – und Analyseeinheit
8.2.2 Analyse der Facebook-Profile
8.2.3 Analyse der Twitter-Accounts
9. Auswertung der Ergebnisse
9.1 Ergebnisse des ersten Teils der Untersuchung
9.2 Ergebnisse des zweiten Teils der Untersuchung
9.3 Reliabilität und Validität der Daten
10. Fazit: Gezwitscher im Europäischen Parlament?
Die Masterarbeit untersucht das Nutzungsverhalten von Mitgliedern des Europäischen Parlaments in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Dabei wird analysiert, inwiefern diese digitalen Werkzeuge dazu dienen, politische Arbeit transparenter zu gestalten, den Dialog mit den Bürgern zu fördern und die demokratische Legitimation zu stärken.
4.2 Das soziale Netzwerk Facebook
„Giving people the power to share and make the world more open and connected“ (Facebook 2011a, Internet).
Facebook selbst bezeichnet sich als ein soziales Werkzeug, welches Menschen ermöglicht, effizienter mit Bekannten, Familienmitgliedern und Arbeitskollegen zu kommunizieren (vgl. ebd.).
Im Jahr 2004 wurde Facebook von dem Studenten Marc Zuckerberg entwickelt und war ursprünglich nur für die universitätsinterne Kommunikation gedacht. Aufgrund des Erfolgs wurde die Online-Community im Herbst 2006 auch für Nicht-Studenten öffentlich zugänglich gemacht und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum beliebtesten Netzwerk in den USA, Europa, Asien und Australien (vgl. Kneidinger 2010: 59f.).
Im September 2011 zählte Facebook weltweit rund 750 Millionen Nutzer (vgl. Facebook 2011b, Internet). 213 Millionen Menschen waren zu dieser Zeit allein aus Europa in dem sozialen Netzwerk vertreten. Innerhalb der EU-27 war im September 2011 im Durchschnitt jeder dritte EU-Bürger dort angemeldet.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Internetnutzung durch Politiker ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie die These, dass Abgeordnete die Chancen sozialer Medien bisher nicht ausreichend nutzen.
2. Das Europäische Parlament und die Rolle der Abgeordneten: Dieses Kapitel erläutert die Funktion und die Kompetenzen des Europäischen Parlaments sowie die Rolle der gewählten Abgeordneten innerhalb der EU.
3. Politische Kommunikation: Hier wird der theoretische Rahmen der politischen Kommunikation definiert und deren Bedeutung für die Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit diskutiert.
4. Web 2.0 und Social Media: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe des Web 2.0 und stellt die Funktionen sowie Potenziale von Facebook und Twitter für politische Akteure vor.
5. Politische Online-Kommunikation in Theorie und Praxis: Hier werden Chancen und Risiken sowie spezifische Erfolgsfaktoren für einen professionellen Auftritt von Politikern im Social Web definiert.
6. Internet-Nutzung in Europa: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über das Internet-Nutzungsverhalten der europäischen Bevölkerung und analysiert regionale sowie altersbedingte Unterschiede.
7. Forschungsstand: Es folgt eine Zusammenfassung aktueller Studien, die sich mit der Wirkung der Internetnutzung auf politische Kommunikationsprozesse befassen.
8. Eigene Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der eigenen empirischen Analyse, einschließlich der Auswahl der Analyseeinheiten bei Facebook und Twitter.
9. Auswertung der Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten präsentiert, analysiert und auf ihre Reliabilität und Validität geprüft, um die Forschungsfragen zu beantworten.
10. Fazit: Gezwitscher im Europäischen Parlament?: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Social-Media-Einsatzes der Abgeordneten und gibt Handlungsempfehlungen für die zukünftige Kommunikation.
Soziale Medien, Facebook, Twitter, Europäisches Parlament, Politische Kommunikation, Internetnutzung, Online-Strategie, Identitätsmanagement, Beziehungsmanagement, Informationsmanagement, Web 2.0, Digitale Demokratie, EU-Abgeordnete, Öffentlichkeitsarbeit, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, wie Abgeordnete des Europäischen Parlaments soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter in ihrem politischen Alltag nutzen, um ihre Arbeit zu präsentieren und mit Bürgern zu interagieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der politischen Kommunikation im Web 2.0, dem Nutzungsverhalten von EU-Politikern sowie der Frage, wie diese soziale Medien zur Förderung der europäischen Demokratie einsetzen können.
Ziel ist es zu überprüfen, ob EU-Abgeordnete das Potenzial der sozialen Medien für ihre politische Öffentlichkeitsarbeit tatsächlich ausschöpfen oder ob diese Chancen weitgehend ungenutzt bleiben.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Inhalts-, Struktur- und Linkanalyse, um Profile und Web-Aktivitäten von Abgeordneten aus Deutschland, Österreich und Großbritannien systematisch zu untersuchen.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu Social Media, eine detaillierte Analyse der Internetnutzung in Europa sowie die Präsentation der Ergebnisse der eigenen empirischen Untersuchung der Abgeordneten-Profile.
Wichtige Begriffe sind soziale Netzwerke, politische Kommunikation, Identitätsmanagement, digitale Demokratie und das Internet-Nutzungsverhalten innerhalb der Europäischen Union.
Die Untersuchung zeigt deutliche regionale Unterschiede: Während etwa irische Abgeordnete sehr aktiv sind, gibt es in anderen Mitgliedstaaten noch erhebliche Defizite bei der Nutzung digitaler Kommunikationskanäle.
Das Fazit zeigt, dass nur wenige Politiker das interaktive Potenzial für einen echten Dialog nutzen; meist werden die Kanäle eher einseitig zur Informationsverbreitung statt zur direkten Interaktion mit den Bürgern verwendet.
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