Diplomarbeit, 2010
151 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung: Wozu Lead User identifizieren?
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung
1.2 Vorgehen und Aufbau der Untersuchung
1.3 Inhaltliche und terminologische Abgrenzung
2 Paradigmenwandel im Innovationsmanagement: Das Lead User Konzept
2.1 Hintergrund des Lead User Konzeptes: Anwender als Akteure im Innovationskontext
2.2 Einordnung des Lead User Konzeptes: Der Open Innovation-Ansatz als neue Sichtweise auf den Innovationsprozess
3 Lead User und der Prozess der Identifikation
3.1 Grundlegende Charakteristika von Lead Usern
3.2 Vorgehensweise bei der Identifikation: Die Lead User Methode
4 Identifikationsmethoden der Lead User Forschung: Systematische Literaturanalyse
4.1 Zielsetzung
4.2 Methodik
4.3 Präsentation und Diskussion der Ergebnisse
5 Analyse und Bewertung der Methoden zur Lead User Identifikation
5.1 Screening
5.2 Pyramiding
5.3 Ideenwettbewerb
5.4 Virtuelle Börse
5.5 Ansätze zur Identifikation in Online-Communitys
5.5.1 Netnography
5.5.2 Signaling
5.6 Möglichkeiten zur Kombination der Identifikationsmethoden
6 Konzeptualisierung einer Entscheidungsheuristik zur Methodenauswahl
6.1 Plausibilisierung von Kriterien für die Entscheidungsheuristik
6.2 Klassifikation und Einordnung der Identifikationsmethoden in einen gemeinsamen Bezugsrahmen
6.3 Formalisierung der Entscheidungsheuristik
6.4 Exemplarische Anwendung der Entscheidungsheuristik am Beispiel drahtloser Sensornetzwerke
7 Schlussbetrachtung
7.1 Erkenntnisse und Limitationen der Untersuchung
7.2 Ansatzpunkte für die weitere Forschung
7.3 Implikationen für die Praxis
7.4 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Identifikation von Lead Usern im Innovationsmanagement. Ziel ist es, die bestehende Intransparenz bezüglich der verschiedenen Suchmethoden zu reduzieren, deren Vorzüge und Defizite zu bewerten und ein fundiertes Entscheidungskonzept für die Auswahl der geeigneten Methode in der Praxis zu entwickeln.
Die Lead User Methode
Zur Nutzung der spezifischen Lead User Charakteristika und zur Übertragung der Lead User Theorie auf praktische Problemstellungen existiert eine planmäßige Vorgehensweise, die sogenannte Lead User Methode. Der Grundgedanke ist dabei, es einem Projektteam zu ermöglichen Lead User zu identifizieren und sie anschließend in Innovationsaktivitäten einzubinden. Ziel ist die Erlangung innovativer Bedürfnis- und Lösungsinformationen für das Innovationsmanagement. Durch die explizite Zielsetzung der Identifikation von besonders innovativen Anwendern nimmt sie außerdem auch innerhalb der Marktforschungsdisziplin eine ausgeprägte Stellung ein, da dort bislang kaum Wert auf dieses Bestreben gelegt wird. Die Lead User Methode stellt einen prozessorientierten Ablauf dar, der in vier Phasen aufgeteilt werden kann.
1 Einführung: Wozu Lead User identifizieren?: Einführung in das Thema, Problemstellung, Zielsetzung sowie Aufbau der Untersuchung.
2 Paradigmenwandel im Innovationsmanagement: Das Lead User Konzept: Theoretische Grundlagen, Herleitung des Lead User Konzeptes und Einordnung in den Open Innovation-Kontext.
3 Lead User und der Prozess der Identifikation: Detaillierte Betrachtung der Lead User Charakteristika und der theoretische Rahmen der Lead User Methode.
4 Identifikationsmethoden der Lead User Forschung: Systematische Literaturanalyse: Systematische Erfassung und Katalogisierung aller in der wissenschaftlichen Literatur diskutierten Identifikationsmethoden.
5 Analyse und Bewertung der Methoden zur Lead User Identifikation: Eingehende Analyse der einzelnen Suchmethoden hinsichtlich ihrer Vorzüge, Defizite und Eignung.
6 Konzeptualisierung einer Entscheidungsheuristik zur Methodenauswahl: Entwicklung eines theoretischen Entscheidungsrahmens für die praxisorientierte Wahl der richtigen Identifikationsmethode.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse, Reflektion der Untersuchung, Implikationen für die Praxis und Ausblick auf zukünftige Forschungsthemen.
Innovationsmanagement, Lead User, Lead User Identifikation, Offene Innovation, Methoden der Identifikation, Screening, Pyramiding, Ideenwettbewerb, Virtuelle Börse, Netnography, Signaling, Online-Communitys, Entscheidungsheuristik, Innovationsprozess, Anwender.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Suche und Identifikation von Lead Usern im Rahmen des Innovationsmanagements.
Zentrale Themen sind der Paradigmenwandel im Innovationsmanagement, die theoretischen Charakteristika von Lead Usern sowie die Analyse und Bewertung verschiedener Identifikationsmethoden.
Ziel ist es, die bestehende Intransparenz bei den Suchmethoden für Lead User zu verringern und ein Entscheidungsinstrument zu liefern, mit dem Unternehmen die für ihren speziellen Fall effizienteste Methode auswählen können.
Die Autorin/der Autor nutzt eine systematische Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Forschung zu identifizieren, sowie einen heuristischen Ansatz zur Entwicklung eines Entscheidungsmodells.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Lead User Konzeptes, die systematische Bestandsaufnahme existierender Identifikationsmethoden und die Entwicklung einer Entscheidungsheuristik zur Methodenauswahl.
Die wichtigsten Schlagworte sind Innovationsmanagement, Lead User, Open Innovation, Screening, Pyramiding, Ideenwettbewerb und Entscheidungsheuristik.
Die Identifikation ist oft ein kreativer Prozess, der schwer zu standardisieren ist. Zudem fehlen in der Literatur häufig eingehende Anleitungen oder Vergleichsrahmen, die bei der Wahl der effizientesten Suchmethode helfen.
Während beim Screening eine Grundgesamtheit systematisch nach bestimmten Merkmalen durchsucht wird (wie bei einer Rasterfahndung), nutzt das Pyramiding soziale Netzwerke und Empfehlungen, um sich iterativ zur Gruppe mit der höchsten Expertise vorzuarbeiten.
Analoge Märkte sind Märkte außerhalb des direkten Zielmarktes eines Unternehmens, in denen jedoch ähnliche funktionale Probleme oder Herausforderungen existieren, was sie zu ergiebigen Quellen für Innovationen macht.
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