Diplomarbeit, 2003
78 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Grundlagen und Strukturen
2.1 Historie und Definition von Hedge Fonds
2.2 Hedge Fonds-Strukturen
2.3 Hedge Fonds-Strategien
2.4 Abgrenzungen
2.4.1 Unterscheidungsmerkmale zwischen Hedge Fonds und traditionellen Investmentfonds
2.4.2 Abgrenzung zu anderen Alternativen Investments
3 Risikomanagement in Hedge Fonds
3.1 Traditionelle Risiken
3.2 Spezielle Risiken
3.3 Risikomanagement
4 Performance-Analyse
4.1 Performancemessung
4.2 Performancevergleich zu traditionellen Investmentfonds und Standard-Indizes
4.3 Der Einfluss spezifischer Hedge Fonds-Charakteristika auf die Performance
5 Hedge Fonds aus der Sicht der Prinzipal-Agenten-Theorie
5.1 Einführung
5.2 Anreizkompatibles Kontraktdesign und Investitionsentscheidung: Das Modell von Starks
5.3 Lösungsdesigns für Hedge Fonds
6 Wertung und Schlussbetrachtung
Diese Arbeit analysiert die Strategien, Risiken und Problemfelder von Hedge Fonds, um deren Rolle und Performance im Vergleich zu traditionellen Investments wissenschaftlich fundiert einzuordnen und den Interessenkonflikt zwischen Anlegern und Fondsmanagern mittels Prinzipal-Agenten-Theorie zu untersuchen.
2.1 Historie und Definition von Hedge Fonds
Der erste Hedge Fonds wurde bereits am 1. Januar 1949 von dem Amerikaner Alfred W. Jones in Form eines Eigenkapitalfonds in der Rechtsform eines „General Partnerships“ aufgelegt. Das Ziel bestand darin, einen Teil der eingegangenen Marktrisiken seiner Aktienpositionen zu eliminieren, indem er andere Aktien gleichzeitig leerverkaufte (short-selling). Seine Anleger sollten hierdurch ein breites und flexibles Portfolio erhalten, das sowohl in Hausse- wie auch in Baisse-Zeiten profitabel ist. Damit verlagerte er seine bisherigen Strategien vom Market-Timing-Ansatz zum Stock-Picking.
Jones Fremdkapital auf um so einen noch wesentlich höheren Gewinn zu erzielen (Leverage-Effekt). Er war damit der erste, der short sales, leverage und die sogenannten „incentive fees“ in Kombination verwendete. Im Jahr 1952 konvertierte Jones seinen General Partnership-Fonds in die Rechtsform einer „Limited Partnership“, in der er gleichzeitig mehrere, unabhängig voneinander arbeitende Fondsmanager engagierte und so den ersten „multi-manager“-Hedge Fonds ins Leben rief. Mitte der 50er-Jahre duplizierten eine Reihe von Fondsmanagern diese Short-Selling-Strategien, ohne dass jedoch das Hedging von Marktrisiken der Kern ihrer Investmentstrategie war.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung von Hedge Fonds ein und erläutert die Forschungsziele sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen und Strukturen: Hier werden die historische Entstehung, die Definition und die verschiedenen Organisationsstrukturen und Anlagestrategien von Hedge Fonds detailliert vorgestellt.
3 Risikomanagement in Hedge Fonds: Dieses Kapitel widmet sich der Identifikation und Analyse sowohl allgemeiner Marktrisiken als auch spezifischer, aus der besonderen Struktur resultierender Risiken.
4 Performance-Analyse: Dieser Teil untersucht die Methoden zur Performancemessung und stellt mittels empirischer Daten Vergleiche zu traditionellen Investmentfonds und Indizes an.
5 Hedge Fonds aus der Sicht der Prinzipal-Agenten-Theorie: Hier wird der Interessenkonflikt zwischen Investoren und Managern modelltheoretisch analysiert und mögliche Lösungsmechanismen werden diskutiert.
6 Wertung und Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Hedge Fonds-Branche.
Hedge Fonds, Alternative Investments, Risikomanagement, Performance-Analyse, Prinzipal-Agenten-Theorie, Leverage, Short-Selling, Incentive Fees, Portfoliotheorie, Marktrisiken, Hedge Fonds-Strategien, Value-at-Risk, Markttransparenz, Investorenschutz.
Die Arbeit untersucht Hedge Fonds als Anlageklasse unter Berücksichtigung ihrer Strategien, der damit verbundenen spezifischen Risiken sowie der auftretenden Probleme in der Beziehung zwischen Anlegern und Fondsmanagern.
Die zentralen Felder umfassen die strukturellen Grundlagen von Hedge Fonds, eine Risikobewertung, die empirische Analyse der Performance sowie die ökonomische Betrachtung der Anreizstrukturen für Fondsmanager.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die oftmals als geheimnisumwoben betrachtete Hedge Fonds-Branche zu schaffen und insbesondere zu klären, ob Hedge Fonds ihr Renditeversprechen im Vergleich zu traditionellen Investments halten können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien und ökonomischer Modelle (wie dem Prinzipal-Agenten-Modell nach Starks), um die theoretischen und praktischen Zusammenhänge zu erklären.
Im Hauptteil werden zunächst die Strukturen und Strategien erläutert, gefolgt von einer detaillierten Risikobetrachtung und einer Performance-Analyse mittels statistischer Kennzahlen wie dem Sharpe-Maß.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hedge Fonds, alternative Investments, Risikomanagement, Prinzipal-Agenten-Theorie, Leverage, Short-Selling und Performance.
Es beschreibt das Risiko, dass Fondsmanager aufgrund asymmetrischer Informationen und erfolgsabhängiger Vergütung ein riskanteres Verhalten zeigen, als es dem Interesse der Investoren entspricht.
Sie stellt sicher, dass Fondsmanager eine Erfolgsbeteiligung erst dann erhalten, wenn zuvor erwirtschaftete Verluste kompensiert wurden und neue Höchststände beim Fondswert erreicht sind.
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