Bachelorarbeit, 2011
46 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Problemhintergrund
1.2 Erläuterung der Forschungsfrage
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Aufbau
2. Stand der Forschung
2.1 Das Konzept und die Definition von Burnout
2.2 Das Konzept des psychologischen Arbeitsvertrages
2.3 Zusammenführung der beiden Konzepte
3. Methode und Stichprobe
3.1 Auswahl und Stichprobe der Zeitungen und Artikel
3.2 Begründung der Auswahl
4. Ergebnisse
4.1 Inhaltliche (Nicht-) Erwähnungen von Burnout
4.2 Rhetorische Beschreibungen
4.3 Schreibstil und Perspektiven
4.4 Auslöser von Burnout
4.5 Folgen von Burnout
4.6 Beweggründe der Artikel
4.7 Ursachenzuschreibung von Burnout und der Wandel des psychologischen Vertrages
5. Interpretation der Ergebnisse
6. Conclusio
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Diese Bachelorarbeit analysiert die mediale Berichterstattung über das Burnout-Syndrom in ausgewählten Qualitätszeitungen im Zeitraum von 2008 bis 2011. Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Verantwortung für die Entstehung von Burnout in den Printmedien dem Individuum oder der Organisation zugeschrieben wird, und inwiefern diese Berichterstattung den Wandel des psychologischen Arbeitsvertrages widerspiegelt.
4.4 Auslöser von Burnout
Auslöser sind jene Faktoren, die schließlich ausschlaggebend für Burnout sind. Aus der Analyse der zehn Artikel kann man dabei im Wesentlichen vier Hauptbereiche von Auslösern unterscheiden.
Abbildung sieben wurde nach der Anzahl der Nennungen in den analysierten Artikeln erstellt. Dabei sind Mehrfachnennungen pro Artikel möglich (die jeweiligen Nennungen werden in der Abbildung in Klammer neben den Prozentzahlen angegeben). Diese verschiedenen Auslöser wurden wiederum in vier Hauptkategorien unterteilt. Die Belastungen zielen auf die Aufgabe selbst und die Anforderungen welche diese Aufgaben mit sich bringen ab. Die häufigsten Erwähnungen in den Beiträgen der Zeitungen dazu sind die hohen Arbeitsmengen, Mehrfachbelastungen, Druck in der Organisation und von außen (Leistungsdruck in der Gesellschaft) und vor allem Stress. Arbeitsverhältnisse zielen auf die jeweiligen Rahmenbedingungen ab. Hierbei war besonders oft von schlechter Ausstattung und dadurch auch schlechter Körperhaltung (z.B. bei Mobiliar), falscher Ernährung, ungeeigneten Gebäuden und Lärm die Rede. Bei der nächsten Kategorie handelt es sich um gesellschaftliche Auslöser. Diese nehmen auf jene Auslöser Bezug, welche durch vermehrte gesellschaftliche Veränderungen unserer Zeit auffallen. Immer größer werdende Ballungsräume, die (Leistungs-)Gesellschaft und ein immer häufiger anzutreffendes schlechtes Betriebsklima sind typische Beispiele.
Unzureichendes individuelles Verständnis, emotionale Fragilität sowie die Angst zu versagen sind die Kernelemente der letzten Kategorie der persönlichen Auslöser. Dass genau dieser Bereich mit lediglich 15% der kleinste ist zeigt wieder einmal wie selten dem Individuum die Verantwortung für Burnout in den Printmedien gegeben wird.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Burnout-Syndrom und den psychologischen Arbeitsvertrag ein, definiert die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2. Stand der Forschung: Dieser Teil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen von Burnout und dem psychologischen Arbeitsvertrag sowie deren wissenschaftlich begründeter Zusammenführung.
3. Methode und Stichprobe: Es wird die angewandte Dokumentenanalyse nach Rapley vorgestellt und die Auswahl sowie Begründung der untersuchten Zeitungsartikel dargelegt.
4. Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse hinsichtlich formaler Aspekte, Auslöser, Folgen, Beweggründe der Artikel sowie der Ursachenzuschreibung.
5. Interpretation der Ergebnisse: Hier erfolgt der Abgleich der gewonnenen Erkenntnisse mit dem wissenschaftlichen Stand der Forschung.
6. Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Burnout, psychologischer Arbeitsvertrag, Printmedien, Arbeitsanforderungen, Arbeitsressourcen, Ursachenzuschreibung, innere Kündigung, Qualitätszeitungen, Dokumentenanalyse, Leistungsgesellschaft, Organisationskultur, Arbeitswelt, Stress, psychische Gesundheit, Mitarbeiterführung.
Die Arbeit untersucht, wie das Thema Burnout in der Berichterstattung führender Printmedien behandelt wird und welche Zusammenhänge zum psychologischen Arbeitsvertrag bestehen.
Die zentralen Themen sind das Burnout-Syndrom, der psychologische Arbeitsvertrag, organisationale Rahmenbedingungen und die mediale Wahrnehmung dieser Aspekte.
Das Ziel ist herauszufinden, ob die Verantwortung für Burnout primär bei den Betroffenen oder den Organisationen gesehen wird und wie sich dies auf den psychologischen Vertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auswirkt.
Es wird die Methode der Dokumentenanalyse nach Rapley angewandt, um ausgewählte Zeitungsartikel qualitativ und inhaltlich auszuwerten.
Der Hauptteil widmet sich der Theorie hinter Burnout und dem psychologischen Vertrag, der detaillierten Auswertung der Zeitungsartikel und der Interpretation der Ergebnisse im Vergleich zur wissenschaftlichen Literatur.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Burnout-Prävention, organisationale Verantwortung, Arbeitsklima, psychische Belastung und Medienanalyse beschreiben.
Der Zeitraum wurde gewählt, da Vorfälle wie jene bei der France Telecom eine neue mediale Welle der Burnout-Berichterstattung auslösten und somit eine aktuelle Datenbasis bieten.
Ja, die Auswertung zeigt, dass in der Berichterstattung der untersuchten Zeitungen die Organisationen häufiger als Verursacher von Burnout genannt werden als die betroffenen Individuen.
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