Diplomarbeit, 2011
207 Seiten, Note: 1,9
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
1.1 Untersuchungsgegenstand und Forschungsfrage
1.2 Konzeption und Struktur der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Social Networks
2.1.1 Begriffsumfeld
2.1.2 Terminologie
2.1.3 Kennzeichen und Merkmale
2.1.4 Handlungskomponenten
2.1.5 Klassifizierung
2.1.6 Nutzungspotentiale für Journalisten
2.2 Auslandsberichterstattung
2.2.1 Forschungsstand Auslandskorrespondenz, Auslandskorrespondenten und Auslandsredakteure
2.2.1.1 Entwicklung der Auslandsberichterstattung und des Korrespondentenwesens
2.2.1.2 Erforschung von Auslandsberichterstattung und Auslandskorrespondenz
2.2.1.3 Erforschung der Arbeit von Auslandskorrespondenten
2.2.1.4 Erforschung der Arbeit von Auslandsredakteuren
2.2.2 Funktionen der Auslandsberichterstattung
2.2.3 Die Auslandsredaktion
2.2.3.1 Begriffs- und Tätigkeitsbeschreibung des Auslandsredakteurs
2.2.3.2 Begriffs- und Tätigkeitsbeschreibung des Auslandskorrespondenten
2.3 Journalistische Quellennutzung
2.4. Das Integrative Mehrebenenmodell im Journalismus nach Esser
2.4.1 Subjekt-Sphäre
2.4.1.1 Subjektive Werte und Einstellungen
2.4.1.2 Berufsmotive und Berufsrollenverständnis
2.4.1.3 Professionalisierung
2.4.1.4 Soziodemografische Position
2.4.2 Institutions-Sphäre
2.4.2.1 Berufsbilder und Tätigkeitsprofile
2.4.2.2 Organisationsstruktur und Kompetenzverteilung
2.4.2.3 Redaktionelle Abläufe, redaktionelle Kontrolle und Sozialisationsmechanismen
2.4.2.4 Redaktionstechnologie
2.4.3 Medienstruktursphäre
2.4.3.1 Ökonomische Rahmenbedingungen des Medienmarktes und Verlegerinteressen
2.4.3.2 Das Presserecht Deutschlands und internationale Presserechtliche Bestimmungen
2.4.3.3 Presseselbstkontrolle und berufsethische Grundsätze
2.4.3.4 System der Journalistenausbildung
2.4.4 Gesellschafts-Sphäre
2.4.4.1 Pressefreiheit
2.4.4.2 Objektivitätsbegriff
2.4.4.3 Politische Kultur
2.4.4.4 Gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen
2.4.4.4.1 Das (deutsche) Mediensystem und seine Abhängigkeiten
2.4.4.4.2 Klassifizierung von Mediensystemen
2.4.4.4.3 Das Mediensystem des Berichtslandes
2.4.4.4.4 Informationspolitische, kulturelle und infrastrukturelle Rahmenbedingungen
3. Forschungsintention
3.1 Forschungsfragen
3.1.1 Untersuchungsebene 1
3.1.2 Untersuchungsebene 2
3.2 Hypothesen
3.2.1 Untersuchungsebene 1
3.2.2 Untersuchungsebene 2
3.3 Weitere Forschungsinteressen
4. Methode
4.1 Forschungsdesign und Instrumente
4.2 Fragebogendesign
4.3 Pretest
4.4 Grundgesamtheit und Teilnehmerakquise
4.5 Stichprobenkonstruktion
4.6 Datenerhebung
4.7 Rücklauf und Kooperationsbereitschaft
5. Ergebnisdarstellung
5.1 Die Befragten
5.2 Ausbildung, Sprachgewandtheit, Berufserfahrung und Berufslaufbahn
5.2.1 Ausbildung
5.2.2 Sprachgewandtheit
5.2.3 Berufserfahrung
5.2.4 Berufslaufbahn
5.3 Journalistische Tätigkeitsmerkmale
5.4 Arbeitssituation
5.4.1 Beitragserstellung für Ressort/Redaktion
5.4.2 Berichtsgebiete, betreute Länderanzahl und Zuständigkeitsdauer
5.4.2.1 Berichtsgebiete
5.4.2.2 Betreute Länderanzahl
5.4.2.3 Zuständigkeitsdauer
5.5 Rahmenbedingungen
5.5.1 Zugang zu Informationsquellen
5.5.2 Behinderung der Arbeit
5.5.3 Zensur
5.5.3.1 Umgehen von Zensur
5.6 Informationsbeschaffung
5.6.1 Recherchezeit
5.6.2 Quellennutzung
5.6.2.1 Themenideen
5.6.2.2 Beitragsproduktion
5.6.3 Reiseaktivitäten
5.7 Social Networks
5.7.1 Nutzung für journalistische Tätigkeiten
5.7.2 Recherchezeit in Social Networks
5.7.3 Nutzungssituationen
5.7.4 Beruflicher Nutzen
5.7.5 Nutzungsmotive
5.7.6 Gründe für die Nicht-Nutzung
5.8 Hypothesenüberprüfung
5.8.1 Untersuchungsebene 1
5.8.2 Untersuchungsebene 2
6. Fazit
6.1 Zusammenfassung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
6.2 Ausblick
Diese Arbeit untersucht, welche Bedeutung soziale Netzwerke für die berufliche Tätigkeit deutscher Auslandsjournalisten haben, indem sie die Quellennutzung von Auslandskorrespondenten und Auslandsredakteuren vergleicht und analysiert, inwieweit soziale Netzwerke in den journalistischen Arbeitsalltag integriert sind.
1.1 Untersuchungsgegenstand und Forschungsfrage
„The work of a foreign correspondent is definitely getting harder, despite the facilitation technolgy provides. Due to globalization, the correspondent does not only have to be informed about the region he or she is covering, but also about how the events in his or her area are conntected to the rest of the world. [...] technological developments have altered the correspondent's job radically. Now the audience and the editors at home have almost the same acess to information from all over the world. Therefore, the correspondent cannot easily impress them with his or her account of what he or she has seen, heard and expierenced in that foreign country.“ (Lönnendonker/Nitz/Stamm 2006, S. 51) Ökonomischer Druck, steigende Kosten und die Möglichkeit ortsunabhängig Informationen aus aller Welt abzurufen haben in den letzten Jahren immer wieder die Notwendigkeit des Korrespondenten vor Ort in Frage gestellt. Neben diesen Veränderungen, die Korrespondenten und Redakteuren vergleichbare Möglichkeiten der Quellennutzung bieten, zeigte sich in der Vergangenheit, dass auch Social Networks als Mittel zur Informationsbeschaffung eine gewisse Bedeutung erlangt haben. Zuletzt beschränkte sich die Nutzung der Onlinenetzwerke für die Arbeit der Auslandsjournalisten jedoch primär auf einzelne Ereignisse. Besonders deutlich wurde dies etwa bei der Berichterstattung über die Massenproteste im Iran im Dezember 2009 als die Mehrheit der Korrespondenten ausgewiesen und die wenigen sich noch im Land aufhaltenden Journalisten, aufgrund einer Ausgangssperre, nicht mehr frei berichten konnten. Korrespondenten und Redakteure waren damit mehr oder weniger auf Social Networks als die einzige noch verbleibende Informationsquelle angewiesen, um berichten zu können. Zu dieser Zeit kamen auch deutsche TV-Sender wie ARD, ZDF oder N24 nicht mehr ohne YouTube, Flickr, Twitter und Co. als Quelle für Informationen und Bilder aus, wenn es um die Berichterstattung über den Iran ging (vgl. Stöcker/Neumann/Dörting 2009; Hassanzadeh 2009; Eimeren/Frees 2009, S. 334). Auch der Letzte sich im Iran aufhaltende deutsche Auslandskorrespondent griff auf Informationen aus Social Networks zurück und lieferte seiner Redaktion eine Einschätzung über Zusammenhang und Aufnahmedatum zu den dort vorhandenen Bildern.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, definiert den Untersuchungsgegenstand und legt die zentrale Forschungsfrage sowie die Struktur der Arbeit dar.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Konzepte von Social Networks, Auslandsberichterstattung und journalistischer Quellennutzung auf Basis eines integrativen Mehrebenenmodells erläutert.
3. Forschungsintention: Dieses Kapitel operationalisiert die Zielsetzung durch die Formulierung konkreter Forschungsfragen und Hypothesen für die empirische Untersuchung.
4. Methode: Hier wird das Forschungsdesign beschrieben, inklusive der Wahl einer Online-Befragung als Methode zur Datenerhebung bei der Zielgruppe der Auslandsjournalisten.
5. Ergebnisdarstellung: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Daten zur Ausbildung, Arbeitssituation, Informationsbeschaffung und Nutzung von Social Networks durch die befragten Akteure.
6. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen, interpretiert diese im Hinblick auf die Fragestellung und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Auslandsberichterstattung, Auslandskorrespondenten, Auslandsredakteure, Social Networks, Quellennutzung, Journalismus, Informationsbeschaffung, Online-Befragung, Medienstruktursphäre, Gatekeeper, Themenfindung, Beitragsproduktion, Berichterstattung, Internet, Journalistische Routinen
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss von Social Networks auf die tägliche Arbeit von in Deutschland tätigen Auslandsjournalisten.
Die Arbeit behandelt die Arbeitsweisen von Auslandskorrespondenten und Auslandsredakteuren, deren Quellennutzung, die Herausforderungen der Auslandsberichterstattung und die Rolle digitaler Medien bzw. sozialer Netzwerke.
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung sozialer Netzwerke für die Arbeit von Auslandsjournalisten zu bestimmen und Unterschiede in der Quellennutzung zwischen Korrespondenten und Redakteuren zu identifizieren.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, bei der Daten von 82 in deutschen Medien tätigen Auslandsjournalisten erhoben wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der das Mehrebenenmodell und journalistische Strukturen erläutert, sowie einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der Befragung zu Tätigkeitsmerkmalen, Informationsbeschaffung und Nutzung sozialer Netzwerke darstellt.
Wichtige Begriffe sind Auslandsberichterstattung, Auslandskorrespondenten, Auslandsredakteure, Social Networks, Quellennutzung, Gatekeeper und Journalistische Routinen.
Die Arbeit zeigt, dass Auslandskorrespondenten stärker vor Ort recherchieren, während Auslandsredakteure eine koordinierende Rolle einnehmen und stärker auf bereits aufbereitetes Material oder Agenturmeldungen zugreifen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Social Networks aktuell primär für die Kontaktpflege und als Inspirationsquelle für Themen dienen, jedoch eine eher untergeordnete Rolle für die tiefgehende Recherche einnehmen.
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