Examensarbeit, 2011
81 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Exegetische Betrachtung der Schöpfungserzählung
2.1. Zeitliche Einordnung
2.2. Die Bedeutung der Schöpfungsberichte in der Entstehungszeit
2.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Schöpfungsberichte
3. Exkurs: Der Schöpfungsgedanke in anderen Kulturen – Schöpfungsmythen anderer Religionen
3.1. Der Schöpfungsmythos aus dem Alten Ägypten
3.2. Ein Chinesischer Schöpfungsmythos
3.3. Eine Schöpfungserzählung aus dem hohen Norden
4. Die Schöpfung im Zeitalter der Naturwissenschaften
4.1. Die Antike - Ptolemäus und die zentrale Stellung der Erde
4.2. Das späte Mittelalter und die Renaissance
4.2.1. Nikolaus Kopernikus (1473-1543) und die neue Position der Erde
4.2.2. Johann Kepler (1571 – 1630)
4.2.3. Galileo Galilei (1564 – 1642) und die Inquisition - Ein unüberwindbarer Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft?
4.3. Das 19. Jahrhundert
4.4. Schöpfung im 20. Jahrhundert bis heute
5. Kommentar: Der Urknall – ein geheimnisvoller Teil der Schöpfung?
6. Die Schöpfung als Thema im Religionsunterricht in der Sekundarstufe II
6.1. Die Phasen der Glaubensentwicklung
6.2. Schöpfung im Religionsunterricht der Sekundarstufe II
6.2.1. Unterrichtsentwürfe zum Thema Schöpfung in der Sekundarstufe II
6.2.2. Zugang 1
6.2.3. Zugang 2
6.2.4. Zugang 3
6.3. „Ich habe dich bereits im Keim erkannt“ - Ein Unterrichtsentwurf für die 12. und 13. Klasse
6.3.1. Die erste Doppelstunde
6.3.2. Die zweite Doppelstunde
6.3.3. Die dritte Doppelstunde
6.3.4. Die vierte Doppelstunde
6.4. Reflexion der Unterrichtseinheit
6.5. Didaktische Besonderheiten der Unterrichtsentwürfe
6.6. Eigene Ideen zur Unterrichtsgestaltung
6.6.1. Der kulturelle Aspekt: Schöpfung in anderen Religionen
6.6.2. Der fächerübergreifende Aspekt: Biologie und Physik begegnen der Schöpfung
6.6.3. Der multimediale Aspekt: Lernende als Zuhörer und Schriftsteller – Podcasts und Wikis
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Schöpfungsthematik für den Religionsunterricht der Sekundarstufe II unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und entwicklungspsychologischer Modelle. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler für diese Thematik sensibilisiert und in ihrer eigenen Glaubens- und Wertereifung unterstützt werden können.
2.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Schöpfungsberichte
Obwohl die Schöpfungsberichte zu unterschiedlichen Zeiten entstanden, gibt es Gemeinsamkeiten zwischen ihnen. So wird in beiden Berichten hervorgehoben, wie allmächtig Gott ist. Gott ist in der Lage, die Welt aus dem Nichts zu schaffen. Die Welt, eine creatio ex nihilo, entsteht einzig und allein aus dem Willen Gottes. Ebenso verhält es sich mit der Erschaffung des Menschen, der, wie oben bereits erwähnt, aus Erde geformt und erweckt wird. Alle Lebewesen auf der Welt, ob Tier oder Mensch, unterliegen Gott, ihrem Schöpfer.
Somit heben beide Schöpfungsberichte die Beziehung zwischen Gott und der Welt und speziell zwischen Gott und dem Menschen hervor. Das Wesen von Welt und Mensch sind in der Schöpfung begründet. Die beiden Schöpfungsberichte bringen nahe, was Sara Japhet wie folgt ausdrückt: „Die Welt und die Menschheit sind, wie sie sind, weil sie so erschaffen wurden.“
Es gibt aber auch eine Reihe von Unterschieden zwischen beiden Schöpfungsberichten. Dies soll an Beispielen in Wort und Stil deutlich werden. Die Unterschiede zwischen beiden Schöpfungsberichten sind weitreichender als die Differenzierung zwischen Welt – und Menschenerschaffung. So gibt es beispielsweise Unterschiede in der Wortwahl zwischen den Texten und gegensätzliche Beschreibungen der jungen Welt, die eindeutig erkennen lassen, dass beide Texte zu jeweils anderen Zeiten verfasst wurden und auch andere Anschauungen vertreten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zeitlosen Fragen nach dem Ursprung der Welt ein und skizziert den Fokus der Arbeit auf die didaktische Umsetzung der Schöpfungsthematik in der Sekundarstufe II.
2. Exegetische Betrachtung der Schöpfungserzählung: Die exegetische Analyse der beiden Schöpfungsberichte in der Genesis verdeutlicht deren unterschiedliche Entstehungszeiten, kulturelle Hintergründe und theologische Schwerpunkte.
3. Exkurs: Der Schöpfungsgedanke in anderen Kulturen – Schöpfungsmythen anderer Religionen: Dieser Abschnitt erweitert den Horizont durch die Vorstellung ausgewählter Schöpfungsmythen aus Ägypten, China und der germanischen Mythologie, um Schöpfung als universelles Thema aufzuzeigen.
4. Die Schöpfung im Zeitalter der Naturwissenschaften: Das Kapitel zeichnet den historischen Bedeutungswandel nach, von der zentralen Rolle des Menschen im geozentrischen Weltbild bis zu den Herausforderungen durch die Evolutionstheorie und moderne Physik.
5. Kommentar: Der Urknall – ein geheimnisvoller Teil der Schöpfung?: Es erfolgt eine Reflexion über das Verhältnis von wissenschaftlicher Urknalltheorie und dem biblischen Geheimnis der Schöpfung, wobei ein komplementärer Ansatz nahegelegt wird.
6. Die Schöpfung als Thema im Religionsunterricht in der Sekundarstufe II: Der zentrale Teil widmet sich der entwicklungspsychologischen Perspektive sowie konkreten methodischen Unterrichtsentwürfen und didaktischen Strategien zur Thematisierung der Schöpfung in der Oberstufe.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließende Zusammenschau fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die anhaltende Relevanz der Schöpfung als sinnstiftendes Thema im Religionsunterricht.
Schöpfung, Religionsunterricht, Sekundarstufe II, Evolution, Urknalltheorie, biblische Schöpfungsberichte, Glaubensentwicklung, Didaktik, Gentechnik, Menschenbild, Gottesebenbildlichkeit, Exegese, Schöpfungsmythen, Interreligiöses Lernen.
Die Arbeit untersucht, wie das Thema „Schöpfung“ im Religionsunterricht der Sekundarstufe II angesichts einer zunehmend wissenschaftlich und technisch geprägten Lebenswelt vermittelt werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die biblische Exegese der Schöpfungsberichte, den Vergleich mit internationalen Schöpfungsmythen, die wissenschaftsgeschichtliche Einordnung des Schöpfungsgedankens sowie die didaktische Aufarbeitung für die Oberstufe.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Schöpfungsthematik trotz moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse für Lernende anschaulich, relevant und sinnstiftend gestaltet werden kann.
Es handelt sich um eine religionspädagogische Untersuchung, die auf Literaturanalyse, exegetischen Grundlagen, entwicklungspsychologischen Stufenmodellen (Fowler, Oser/Gmünder) und der Auswertung von Unterrichtsentwürfen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine exegetische Analyse der biblischen Texte, eine geschichtliche Übersicht über das Spannungsfeld Glaube und Wissenschaft sowie einen umfangreichen didaktischen Teil mit konkreten Unterrichtsideen zur Schöpfung.
Wichtige Schlüsselwörter sind Schöpfung, Religionsunterricht, Evolution, Glaubensentwicklung, Didaktik, Gentechnik, Menschenbild und Exegese.
Die Entwürfe setzen auf eine mehrperspektivische Herangehensweise, bei der beide Sichtweisen als sich ergänzend statt ausschließend dargestellt werden, um Schülern ein differenziertes Urteilsvermögen zu ermöglichen.
Die Gentechnik dient als aktueller, relevanter Ankerpunkt, um ethische Fragen zur Verantwortung des Menschen als Geschöpf Gottes gegenüber dem Leben zu diskutieren.
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