Bachelorarbeit, 2011
45 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Motivation dieser Arbeit
1.2 Zielsetzung und Aufbau dieser Arbeit
2 Grundlagen der Kurzarbeit
2.1 Abgrenzung und Definition von Kurzarbeit
2.2 Aktuelle gesetzliche Grundlage von Kurzarbeit
2.3 Berechnung des Kurzarbeitergeldes
3 Spezifizierung des Mittelstandes
3.1 Mittelstandsdefinition
3.2 Bedeutung des Mittelstandes in der deutschen Wirtschaft
4 Zeitliche Entwicklung der Kurzarbeit aus Sicht des Mittelstandes
4.1 Die historische Entwicklung der Kurzarbeit
4.2 Entwicklung und Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld in der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise
4.3 Fazit
5 Analyse des Einsatzes von Kurzarbeit im Mittelstand
5.1 Chancen und Risiken beim Einsatz von Kurzarbeit
5.1.1 Kosten bei Kurzarbeit
5.1.2 Weiterbildung während Kurzarbeit
5.2 Kurzarbeit im Mittelstand versus in Großunternehmen
5.3 Fazit
6 Experteninterview mit einem mittelständischen Unternehmen
6.1 Art und Aufbau des Interviews
6.2 Das Interview
6.3 Fazit
7 Zusammenfassung und Ausblick
7.1 Zusammenfassung
7.2 Ausblick
Diese Bachelorarbeit analysiert das arbeitsmarktpolitische Instrument der Kurzarbeit und bewertet dessen Eignung sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken speziell für Unternehmen des deutschen Mittelstandes.
6.2 Das Interview
Das folgende Interview wurde am 27. Dezember 2010 mit Klaus Gockel, Geschäftsführer der G. Muth Partners GmbH, und Marina Schmidt, Assistentin der Geschäftsführung, in Wiesbaden geführt. Die G. Muth Partners GmbH ist eine 1996 gegründete, in Wiesbaden ansässige IT-Unternehmensberatung mit derzeit 21 fest Angestellten und 7 Freiberuflern.
1. Haben Sie in Ihrem Unternehmen schon einmal das Instrument Kurzarbeit eingesetzt? Wenn ja, wann, wie oft und wie lange?
Ja, wir haben in der Vergangenheit einmal das Instrument Kurzarbeit zwischen 2003 und 2004 für ein halbes Jahr einsetzen müssen.
2. Wie war die allgemeine wirtschaftliche Lage zu diesem Zeitpunkt?
Dem Einsatz der Kurzarbeit in unserem Unternehmen ging eine allgemeine Wirtschaftskrise und speziell eine Krise in der IT-Branche voraus. Das ist eigentlich atypisch für diese Branche, da die IT-Dienstleistung sowohl in schlechten als auch in guten Zeiten gefragt ist. In schlechten wollen Unternehmen ihre Prozesse verändern und auf neue wirtschaftliche Situationen einstellen. In guten wollen sie ihre Prozesse weiterhin optimieren. Allerdings haben in dieser Zeit die Firmen allesamt gespart und nur die nötigsten Investitionen getätigt. Externe Dienstleister wie wir sind dabei die letzten, die bei solchen Investitionen berücksichtigt werden.
3. War diese Krise der Auslöser für den Antrag von Kurzarbeit?
Ja, das war sie. Zu diesem Zeitpunkt waren wir abhängig von zwei Großkunden, die unsere Leistungen in Anspruch nahmen. Auch diese hatten mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Daher kündigten sie kurzerhand die Zusammenarbeit mit uns auf. Ein Drittel unserer damaligen Belegschaft, das heißt 10 von 30 Mitarbeitern, war davon betroffen. Die geringe Reaktionszeit machte es uns unmöglich, Alternativen für diese Mitarbeiter zu organisieren und sie konnten über Monate hinweg keinen Umsatz erwirtschaften. Die Situation verschärfend kam noch hinzu, dass wir kurz zuvor eine große Investition in ein Tochterunternehmen getätigt hatten.
1 Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Arbeit, insbesondere die Beantwortung der Frage nach der Eignung von Kurzarbeit für den Mittelstand.
2 Grundlagen der Kurzarbeit: Theoretische Definition des Instruments, Abgrenzung zu anderen Maßnahmen und Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen und Berechnungsweisen.
3 Spezifizierung des Mittelstandes: Definition mittelständischer Unternehmen (KMU) und Darstellung ihrer zentralen Bedeutung für die deutsche Wirtschaft.
4 Zeitliche Entwicklung der Kurzarbeit aus Sicht des Mittelstandes: Rückblick auf die historische Entwicklung und detaillierte Analyse der Inanspruchnahme in der letzten Finanzkrise.
5 Analyse des Einsatzes von Kurzarbeit im Mittelstand: Untersuchung der Chancen und Risiken, wie Kostenbelastungen und Weiterbildungsmöglichkeiten, im Vergleich zu Großunternehmen.
6 Experteninterview mit einem mittelständischen Unternehmen: Praktische Einblicke durch ein Leitfadeninterview mit der Geschäftsführung der G. Muth Partners GmbH.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Diskussion weiterer Forschungsfelder sowie aktueller politischer Anpassungen.
Kurzarbeit, Kurzarbeitergeld, Mittelstand, KMU, Konjunkturkrise, Arbeitsmarktpolitik, Flexibilisierung, Remanenzkosten, Personalfreisetzung, Humankapital, Weiterbildung, Fachkräftemangel, Beschäftigungssicherung, Krisenmanagement, Unternehmensflexibilität.
Die Arbeit untersucht die Eignung von Kurzarbeit als Instrument zur unternehmerischen Flexibilität speziell für mittelständische Betriebe in Krisenzeiten.
Die zentralen Felder sind die gesetzlichen Grundlagen von Kurzarbeit, die Definition des Mittelstandes sowie die Analyse von Chancen, Risiken und Kosten während des Einsatzes des Instruments.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob Kurzarbeit ein übliches und geeignetes Instrument für den Mittelstand darstellt.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse wird ein qualitatives Experteninterview mit der Geschäftsführung eines mittelständischen IT-Unternehmens zur praktischen Veranschaulichung durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, vergleicht den Einsatz zwischen Mittelstand und Großunternehmen und beleuchtet die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen wie Remanenzkosten.
Wichtige Begriffe sind Kurzarbeitergeld, Mittelstand, Personalfreisetzung, Remanenzkosten, Krisenbewältigung und unternehmerische Flexibilität.
Sie schwächt den Effekt des Lohnausgleichs ab, da bei hochqualifizierten Mitarbeitern mit hohem Gehalt die Einsparungen für das Unternehmen geringer ausfallen als bei Geringverdienern.
Das Interview verdeutlicht, dass Kurzarbeit im Mittelstand oft mit hohen bürokratischen Hürden verbunden ist und trotz hoher Flexibilitätsziele beinahe zur Insolvenz führen kann, wenn die Krise zu lange anhält.
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