Examensarbeit, 2006
54 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. EINLEITUNG
2. DIMENSIONEN DES HÖR-/ SEHVERSTEHENS
2.1 HÖR-/ SEHVERSTEHEN ALS PROZESSHAFTES GESCHEHEN
2.2 HÖR-/ SEHVERSTEHEN ALS KOMMUNIKATIVE KOMPETENZ
2.3 HÖR-/ SEHVERSTEHEN ALS MITTEL DER ERKENNTNISGEWINNUNG
3. ENTWICKLUNG DER AUDIOVISUELLEN METHODE IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT
4. SACHANALYSE: „MOBBING“
5. BEDINGUNGSANALYSE
5.1 DARSTELLUNG DER LERNGRUPPE
5.1.1 Schulisches Umfeld
5.1.2 Sozialer Hintergrund der Lerngruppe
5.1.3 Stärken und Schwächen der Lerngruppe
5.1.4 Stärken und Schwächen einzelner Schüler/innen
5.2 FERNSEHVERHALTEN DEUTSCHER JUGENDLICHER
5.3 FERNSEHVERHALTEN DER LERNGRUPPE
5.4 MATERIELLE UND RÄUMLICHE VORAUSSETZUNGEN
6. DIDAKTISCHE ANALYSE
6.1 VOR- UND NACHTEILE DES SCHULISCHEN EINSATZES VON FERNSEHEN
6.2 BILDUNGSPOLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DAS HÖR-/ SEHVERSTEHEN IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT
6.2.1 Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen
6.2.2 Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15.10.2004
6.2.3 Rahmenplan Mecklenburg-Vorpommern
6.3 RELEVANZ DES THEMAS „BULLYING“ FÜR DIE SCHÜLER/INNEN
6.4 RELEVANZ DES HÖR-/ SEHVERSTEHENS FÜR DIE SCHÜLER/INNEN
7. ZIELFORMULIERUNGEN
8. MEDIENANALYSE: „BART THE GENERAL“
8.1 INHALT
8.2 CHARAKTERE UND FORMALE MITTEL
8.3 PRINZIPIEN FÜR DEN HANDLUNGSORIENTIERTEN UMGANG MIT MEDIEN
9. METHODISCHE ANALYSE
9.1 METHODISCHE VORÜBERLEGUNGEN
9.2 PLANUNG DER EINZELNEN STUNDEN
10. REFLEXIONEN UND AUSBLICK
10.1 ALLGEMEINER RÜCKBLICK
10.2 AUSWERTUNG EINZELNER STUNDEN
10.3 MÖGLICHE ANKNÜPFUNGSPUNKTE FÜR ZUKÜNFTIGEN UNTERRICHT
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz des Mediums Fernsehen im Englischunterricht einer 9. Hauptschulklasse, um das Hör-/Sehverstehen systematisch zu entwickeln. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Schülerinnen und Schüler durch eine kritische Medienarbeit („TV Literacy“) befähigt werden können, das Fernsehen nicht nur zu konsumieren, sondern dessen Inhalte, Strukturen und Intentionen aktiv zu hinterfragen und für das interkulturelle sowie sprachliche Lernen zu nutzen.
2. Dimensionen des Hör-/ Sehverstehens
Um das Hör-/ Sehverstehen zu schulen, ist es zunächst einmal wichtig, sich mit diesem kognitiven Vorgang näher auseinander zu setzen. Das Hör-/ Sehverstehen ist ein kommunikativer Prozess. Dabei ist ein Sender mit einem Empfänger durch ein Medium verbunden, das die gesendete Nachricht transportiert und beeinflusst. Dieses vereinfachte Modell bedarf jedoch der Präzisierung, denn nicht nur das Medium wirkt auf die gesendete Nachricht, auch Sender und Empfänger beeinflussen diese aufgrund verschiedener Codes und Subcodes.
Ein vergleichbarer Vorgang liegt auch dem Fernsehen zugrunde. Es überrascht jedoch, dass die Fernsehsender zwar genauestens über Einschaltquoten Bescheid wissen, es in diesem Zusammenhang jedoch kaum Daten darüber gibt, was das Publikum tatsächlich verstanden hat. Inhalte können anders gedeutet werden als von den Produzenten beabsichtigt. Hinzu kommt, dass ein und dieselbe Person in verschiedenen Situationen unterschiedlich auf das Wahrgenommene reagieren kann.
Die Schwierigkeit des Fremdsprachenlernens besteht aber weniger in der Schulung der visuellen Wahrnehmung als vielmehr in der Entschlüsselung akustischer Signale. Denn anders als ein Muttersprachler, der phonologische Unstimmigkeiten durch sein Wissen um das Sprachsystem etwas kompensieren kann, fehlt den Englischschüler/innen diese entscheidende Voraussetzung. Zudem können sie die Prosodie, das Zusammenspiel von Intonation, Tonhöhe, Tonstärke, Silbendauer usw. nicht ausreichend nutzen. Auch unterstützende Logogene, also Wortwiedererkennungsmechanismen, mit deren Hilfe man Wörter anhand spezifischer Merkmale wiedererkennen kann, stehen Fremdsprachenlernenden nicht zur Verfügung. Daher benötigt ein „Fremdsprachler im Durchschnitt ein Drittel mehr an phonetischen Wortsegmenten [als ein Muttersprachler], um mehrsilbige Wörter“ zu verstehen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die kritische Haltung gegenüber dem Fernsehkonsum von Jugendlichen und führt in die Absicht ein, das Fernsehen als Leitmedium für den Fremdsprachenunterricht nutzbar zu machen.
2. DIMENSIONEN DES HÖR-/ SEHVERSTEHENS: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Hör-/Sehverstehens als kommunikativer Prozess und Kompetenzbereich definiert.
3. ENTWICKLUNG DER AUDIOVISUELLEN METHODE IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT: Es wird die historische Entwicklung der audiovisuellen Lehrmethoden nachgezeichnet, die Bild und Ton systematisch in den Fremdsprachenerwerb integrieren.
4. SACHANALYSE: „MOBBING“: Dieses Kapitel analysiert das Phänomen Mobbing, dessen Erscheinungsformen im schulischen Umfeld sowie die psychologischen Stadien dieser Gewaltform.
5. BEDINGUNGSANALYSE: Hier erfolgt eine detaillierte Bestandsaufnahme der spezifischen Lerngruppe, ihrer sozialen Hintergründe, ihres Fernsehverhaltens und der technischen Gegebenheiten an der Schule.
6. DIDAKTISCHE ANALYSE: Die Arbeit prüft die Vor- und Nachteile des schulischen Fernseheinsatzes unter Berücksichtigung bildungspolitischer Rahmenpläne und der Relevanz des Themas Mobbing für die Schüler.
7. ZIELFORMULIERUNGEN: Es werden die übergeordneten Lernziele der Unterrichtseinheit basierend auf den Kompetenzbereichen Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz festgelegt.
8. MEDIENANALYSE: „BART THE GENERAL“: Eine medienkritische Auseinandersetzung mit der ausgewählten Simpsons-Folge, ihrer Charaktere, der filmischen Mittel und ihrer Eignung für den Unterricht.
9. METHODISCHE ANALYSE: Detaillierte Darstellung der methodischen Vorgehensweise, der schrittweisen Planung und der Zielschwerpunkte der zehn Unterrichtsstunden.
10. REFLEXIONEN UND AUSBLICK: Das Fazit wertet den Verlauf der Unterrichtseinheit aus, reflektiert die erzielten Ergebnisse sowie Probleme und skizziert Möglichkeiten zur Weiterarbeit.
Hör- und Sehverstehen, Fremdsprachenunterricht, Mobbing, TV Literacy, Medienkompetenz, Audiovisuelle Methode, Handlungsorientierter Unterricht, The Simpsons, Bart the General, Hauptschule, Sprachvermittlung, Interkulturelles Lernen, Medienanalyse, Film, Schulpädagogik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Implementierung von Fernsehen im Fremdsprachenunterricht einer neunten Hauptschulklasse, wobei insbesondere das Hör-/Sehverstehen gefördert werden soll.
Zentral sind die Entwicklung einer audiovisuellen Methode, die Förderung von Medienkompetenz (TV Literacy) und die thematische Auseinandersetzung mit Mobbing anhand des Beispiels der Trickfilmserie „The Simpsons“.
Das Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, durch gezieltes Training ihre Fähigkeiten im Hör- und Sehverstehen zu verbessern und einen kritischen, reflektierten Umgang mit medialen Inhalten zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus theoretischer Analyse (Medienpädagogik und Didaktik) und einer praxisorientierten Fallstudie (Unterrichtsplanung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit).
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und didaktische Analyse, eine detaillierte Medienanalyse des gewählten Films sowie die methodische Planung und Auswertung einer zehngliedrigen Unterrichtsreihe.
Die wichtigsten Begriffe sind Hör-/Sehverstehen, Mobbing, Medienkompetenz (TV Literacy), Fremdsprachendidaktik und handlungsorientiertes Lernen.
Die Serie weist ein hohes Identifikationspotenzial für Jugendliche auf, bietet eine klare Genrestruktur und thematisiert in der Folge „Bart the General“ das für die Lerngruppe relevante Problem Mobbing auf eine Weise, die kritische Analysen ermöglicht.
Die Autorin stellt fest, dass der Einsatz von Filmen die Motivation stark steigert und zur Verbesserung des Hör-/Sehverstehens beiträgt, jedoch eine konsequente methodische Begleitung erforderlich ist, um die Lernenden von einer rein passiven Konsumhaltung zu einer kritischen Reflexion zu führen.
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