Masterarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Begriffliche Einordnung
1.1 Sozialraum
1.2 Kirchgemeinde
1.3 Diakonie/Gemeindediakonie
2. Die Rolle der Gemeindediakonie
2.1 Diakonie in der Gesellschaft
2.2 J.H.Wicherns Gutachten über den Diakonat
2.2.1 Grundgedanken
2.2.2 Wirkungsgeschichte
2.3 Gemeindediakonie als Brücke zwischen Kirchgemeinde und Sozialraum
2.3.1 Überblick über weitere Konzeptionen von Gemeindediakonie
2.3.2 Thesen zur Gemeindediakonie
2.3.3 „Professionelle“ Gemeindediakonie
3. Voraussetzungen professioneller Gemeindediakonie
3.1 Wie ist der Status Quo?
3.2 Wer trägt die Gemeindediakonie mit welchen Erwartungen?
3.3 Wie kann die Gemeindediakonie ausgestaltet werden?
3.3.1 Dimensionen der Gemeindediakonie
3.3.2 Formen der Gemeindediakonie
3.4 Welche Akteure braucht professionelle Gemeindediakonie?
4. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Kirchgemeinde und Sozialraum, um zu beantworten, wie Kirchgemeinden professionell im Sozialraum agieren können. Das primäre Ziel ist es, Voraussetzungen für ein gemeindediakonisches Handeln zu identifizieren, das das spezifische Potenzial der Kirchgemeinde für den jeweiligen Sozialraum nutzbar macht.
0. Einleitung
Stellen sie sich vor, sie sind Mitglied eines Kirchenvorstandes in einer kleinstädtischen Kirchgemeinde. … Stellen sie sich vor, ihr Antrieb besteht darin, die Kirchgemeinde nach innen als Heimat zu prägen und nach außen als festen Bestandteil in der Stadt zu etablieren. … Stellen sie sich vor, dass sie und auch die Gemeindeglieder mit der kirchgemeindlichen Arbeit wie sie zurzeit geschieht recht zufrieden sind. Aber dennoch merken sie, dass ihnen persönlich und auch im Blick auf die Arbeit der Kirchgemeinde etwas fehlt – sie wissen nur noch nicht, was genau es sein könnte. … Stellen sie sich vor, dass plötzlich die Stadt auf die Kirchgemeinde zu geht und fragt, ob diese Träger eines sozialpädagogischen Projekts werden will. … Sie finden heraus, dass eines ihrer Kirchengebäude inmitten eines sogenannten sozialen Brennpunktes liegt. Sie denken: Das könnte es sein; das ist vielleicht das Fehlende! … Stellen sie sich vor, sie denken diese Gedanken nicht allein und die Kirchgemeinde wird zum Träger eines offenen Treffs. … Stellen sie sich vor, dass Fördermittel fließen, dass die Stadt als Partnerin mit einspringt und dass tatsächlich ein Sozialarbeiter eingestellt wird, Ehrenamtliche – sie eingeschlossen – engagieren sich. Das Projekt läuft an! … Und stellen sie sich vor, dass ihnen schon kurze Zeit später ein treues Gemeindemitglied nach einem Gottesdienst sagt: „Wissen sie, ihr soziales Projekt ist ja gut und schön, aber die Leute, die da kommen, habe ich noch nie hier im Gottesdienst gesehen.“ … … …
In dieser Gemeindesituation zeigt sich m.E. die Schwierigkeit gemeindediakonischen Handelns innerhalb der Kirchgemeinde: Kirchgemeinden sind mit Menschen im Kontakt und erfahren so deren unterschiedlichen Lebenslagen. Zudem besitzen sie die große Chance über ihre Kirchgemeindegrenzen hinaus in den Sozialraum als Treffpunkt und mehr noch als Mitgestalter und Aktivator zu wirken. Schwierig ist dabei, dass verschiedene Erwartungen und Verständnisse der Ausgestaltung und Zielstellung von Gemeindediakonie innerhalb der Kirchgemeinde aufeinanderprallen.
0. Einleitung: Die Einleitung führt mittels eines konstruierten Beispiels in die Problematik ein, dass unterschiedliche Erwartungen an gemeindediakonische Arbeit innerhalb einer Kirchgemeinde aufeinanderprallen.
1. Begriffliche Einordnung: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundbegriffe „Sozialraum“, „Kirchgemeinde“ und „Diakonie“ unter Einbeziehung sozialtheoretischer Ansätze wie Lebensweltorientierung und Gemeinwesenarbeit.
2. Die Rolle der Gemeindediakonie: Hier wird die Rolle der Diakonie im Verhältnis von Kirchgemeinde und Sozialraum beleuchtet, unter anderem durch die Systemtheorie Luhmanns und das Gutachten Wicherns.
3. Voraussetzungen professioneller Gemeindediakonie: Dieses Kapitel bietet eine methodische Reflexion der Trägerschaft, Ausgestaltung und Akteure der Gemeindediakonie, unter anderem durch die Anwendung einer Matrix.
4. Resümee und Ausblick: Das Fazit bündelt die Erkenntnisse und betont, dass professionelle Gemeindediakonie ein optimales Passungsverhältnis zwischen Kirchgemeinde und Sozialraum voraussetzt.
Gemeindediakonie, Sozialraum, Kirchgemeinde, Diakonat, Gemeinwesenarbeit, Systemtheorie, Professionalisierung, Nächstenliebe, Sozialraumorientierung, Ehrenamt, Soziale Arbeit, Passungsverhältnis, Akteure, Diakonieausschuss.
Die Arbeit untersucht, wie Kirchgemeinden professionell im Sozialraum agieren können, indem sie ihr spezifisches Profil und Potenzial passgenau für ihren jeweiligen Sozialraum einsetzen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Gemeindediakonie, die Rolle der Kirchgemeinde als Akteur im Sozialraum sowie die praktische Ausgestaltung und Trägerschaft diakonischer Arbeit.
Ziel ist es, Voraussetzungen und Reflexionskriterien zu erarbeiten, die Kirchgemeinden helfen, ihr gemeindediakonisches Engagement professionell zu entwickeln und zu steuern.
Der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer und theologischer Konzepte sowie die Erarbeitung einer Matrix als Reflexionsinstrument zur Einordnung gemeindediakonischer Aktivitäten.
Der Hauptteil gliedert sich in die begriffliche Einordnung, die Analyse der Rolle der Gemeindediakonie (inkl. historischer Perspektiven) und die Erörterung der Voraussetzungen für eine professionelle Gestaltung.
Neben dem zentralen Begriff der Gemeindediakonie sind dies vor allem Sozialraum, Passungsverhältnis, Diakonat sowie die Unterscheidung zwischen verschiedenen Typen von Mitarbeitenden.
Es beschreibt den Zustand, in dem die Aktivitäten einer Kirchgemeinde nicht willkürlich gewählt sind, sondern die Geschichte der Gemeinde, die Kompetenzen der Mitglieder und die konkreten Bedarfe des Sozialraums ideal miteinander harmonieren.
Ein solcher Ausschuss dient als organisatorisches Rückgrat, um diakonische Impulse in der Gemeinde zu bündeln, zu koordinieren und so die Einbindung ins Gemeindeleben zu sichern.
Nein. Der Autor betont, dass zwar ein Verantwortlicher nötig ist, dies aber je nach Größe und Kapazität der Gemeinde eine ehrenamtliche Person, ein Ausschuss oder auch ein externer Kooperationspartner sein kann.
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