Masterarbeit, 2010
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Methodik
2 Von der Idee zum Business Case der Nachhaltigkeit
2.1 Begriffliche Einordnung
2.2 Nachhaltigkeitsmanagement als integrativer Ansatz
2.3 Beispiele für den Business Case
2.4 Dynamik der Nachhaltigkeitsthemen
2.5 Zwischenfazit
3 Von den Stakeholdern zur Nachhaltigkeitsstrategie
3.1 Entstehung des Stakeholder-Ansatzes
3.2 Identifikation und Klassifizierung
3.3 Strategische Implikationen
3.4 Kulturelle Rahmenfaktoren
3.5 Zwischenfazit
4 Von der Nachhaltigkeitsstrategie zu den Kennzahlen
4.1 Messbarkeit und Steuerbarkeit als praktische Voraussetzung
4.2 Die klassische Balanced Scorecard
4.3 Die Sustainability Balanced Scorecard
4.4 Die Ebene der Kennzahlen
4.5 Zwischenfazit
5 Von der Theorie zur empirischen Fundierung
5.1 Grundzüge qualitativer Forschung
5.2 Datenbasis und Auswahlstrategie
5.3 Datenerhebung und Leitfadenentwicklung
5.4 Datenauswertung
5.5 Diskussion der Ergebnisse
6 Fazit
6.1 Ergebniszusammenfassung
6.2 Forschungsbeitrag und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Nachhaltigkeitsperspektiven konzeptionell und instrumentell erfolgreich in ihr strategisches Management integrieren können, um den Herausforderungen zwischen Kennzahlensteuerung und Organisationskultur zu begegnen.
1.1 Problemstellung
Ein Schiff segelt von Grönland durch den Nordatlantik zurück nach Europa. Am fernen Horizont erscheint plötzlich schemenhaft die Spitze eines Eisbergs; vielleicht noch zu weit entfernt, um als Bedrohung richtig wahrgenommen zu werden. Offenbar scheint noch genug Zeit, Maßnahmen gegen einen möglichen Zusammenstoß mit den sichtbaren und nicht sichtbaren Untiefen des Eisgebirges zu ergreifen. Doch während das Segelschiff sich dem Eisberg nähert, türmen sich die Eismassen immer massiver auf und die Zeit für adäquate Gegenmaßnahmen schmilzt dahin. Mannschaft und Passagiere geraten immer mehr in Besorgnis und es muss dringend gehandelt werden, um ein Unglück zu vermeiden.
Das Segelboot symbolisiert unsere Welt und der Zusammenstoß mit dem Eisberg ihre Vergänglichkeit. Zur Vergänglichkeit gibt es nur eine Alternative: Nachhaltigkeit. So gesehen sind Nachhaltigkeit und Vergänglichkeit zwei Ergebniszustände ohne gemeinsame Schnittmenge: entweder das Boot umschifft den Eisberg sicher oder es zerschellt. Das involviert jedoch eine zeitliche Dimension (vgl. Bossel, 1999, S. 1): beide Effekte sind Resultat vorgelagerter Aktivitäten. Eine planvolle Problemzuwendung heute, eine kleine Kursanpassung morgen beeinflussen, ob der Überfahrt des Schiffes in sichere Gewässer gelingt. Konsequenterweise setzt Nachhaltigkeit in einer sich fortwährend entwickelnden Welt über die Zeit gesehen nachhaltige Entwicklung voraus. Diese ist dann ein kontinuierlicher Prozess (vgl. Voss, 1997, S. 25), der sich auf das Ziel der Nachhaltigkeit ausrichtet (vgl. Omann 2004, S. 35; Dubielzig, 2009, S. 12). Subsumieren sich die Elemente dieses Prozesses nicht zu einer nachhaltigen Entwicklung, resultiert Vergänglichkeit.
1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung des Nachhaltigkeitsmanagements und Vorstellung der Zielsetzung sowie methodischen Vorgehensweise.
2 Von der Idee zum Business Case der Nachhaltigkeit: Untersuchung der wirtschaftlichen Relevanz und strategischen Begründung für nachhaltiges Wirtschaften.
3 Von den Stakeholdern zur Nachhaltigkeitsstrategie: Analyse des Stakeholder-Ansatzes als Instrument zur Integration nicht-marktlicher Aspekte und Bedeutung der Organisationskultur.
4 Von der Nachhaltigkeitsstrategie zu den Kennzahlen: Diskussion der instrumentellen Umsetzung durch Kennzahlensysteme, insbesondere die Sustainability Balanced Scorecard.
5 Von der Theorie zur empirischen Fundierung: Empirische Untersuchung anhand von Experteninterviews mit Vertretern der Energiewirtschaft und Finanzinvestoren.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Nachhaltigkeitsmanagement, Business Case, Stakeholder, Nachhaltigkeitsstrategie, Sustainability Balanced Scorecard, SD-KPI, Organisationskultur, Experteninterview, Energiewirtschaft, Institutionelle Investoren, Unternehmensführung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Strategisches Management, Sozio-Effektivität, Öko-Effizienz
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Nachhaltigkeit nicht nur als philanthropische Idee, sondern als strategischen, messbaren Bestandteil des Kerngeschäfts in Unternehmen zu implementieren.
Die zentralen Felder umfassen das Stakeholder-Management, die Integration von Nachhaltigkeitskennzahlen in Steuerungssysteme und die Rolle der Organisationskultur als Rahmenfaktor.
Das Ziel ist die Klärung, wie Nachhaltigkeitsperspektiven konzeptionell und instrumentell in das strategische Management integriert werden können.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Experteninterviews mit Unternehmen der Energiewirtschaft und institutionellen Investoren sowie einer zusammenfassenden Inhaltsanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Business Case der Nachhaltigkeit, die strategische Ausrichtung via Stakeholder-Ansatz und die operative Implementierung mittels Kennzahlen (SBSC).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nachhaltigkeitsmanagement, Stakeholder, Sustainability Balanced Scorecard und Organisationskultur charakterisiert.
Stakeholder sind essenziell, da sie einerseits die Legitimität des Unternehmens sichern und andererseits als wichtige Informationsquelle für die Identifikation relevanter Nachhaltigkeitsthemen dienen.
Sie bildet den notwendigen Rahmen, um Nachhaltigkeit authentisch zu leben und sicherzustellen, dass die strategischen Ziele und Kennzahlen von den Mitarbeitern in konkretes Handeln übersetzt werden.
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