Diplomarbeit, 2010
148 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Werbung und Kommunikation
2.1. Kommunikation
2.2. Werbung
2.2.1 Werbung als Teil des Funktionssystems der Massenmedien
2.2.2. Die Strategie der Benetton Werbung
2.2.3. Werbewirkung
2.3. Das Image einer Marke
2.3.1. Imagetransfer
2.4. Zielgruppe
2.5. Fernsehen als Werbemedium
3. Der Gender- Begriff
3.1. Exkurs: Erving Goffman
3.2. Die soziale Konstruktion der Geschlechterrollen
3.2.1. Geschlechterstereotype
3.2.2. Die Sozialisation der Geschlechtsrolle durch die Medien
4. Forschungsstand
4.1. Einige Studien im Überblick
5. Methodisches Vorgehen
5.1. Erkenntnisinteresse
5.2. Ausgangsmaterial
5.3. Methode
5.4. Die Objektive Hermeneutik
5.4.1 Theoretische Einordnung
5.4.2. Methodische Umsetzung
6. Analyse
6.1. Deskription des Liedtextes
6.2. Analyse der Textbedeutung
6.3. Deskription der Bildebene
6.4. Interpretation der Bildebene
6.5. Die musikalische Untermalung des Werbespot
6.6. Gesamtinterpretation von Text und Bild
7. Interpretation des Werbespots hinsichtlich des Untersuchungsgegenstandes dieser Arbeit
7.1. Frauengold (1955)
7.1.2. Overstolz (1956)
7.1.3. Dr. Oetker (1961)
7.1.4. Miele (1977)
7.1.5. VW (1998)
7.2. Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Geschlechterdarstellung
7.3. Melitta Zielgruppen
7.4. Melitta Image
8. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Geschlechterrollen in der TV-Werbung anhand einer exemplarischen Fallanalyse eines Melitta-Werbespots aus dem Jahr 2007. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern sich traditionelle Rollenbilder in modernen Werbeformaten gewandelt haben oder persistieren.
2.2.3. Werbewirkung
Die Benetton – Kampagnen waren zwar eine nicht alltägliche Art von Werbung, doch erfüllten sie ihren Zweck. Werbung soll bewirken, dass die beworbenen Produkte und Leistungen gekauft werden. Je nach Werbeziel lassen sich kurzfristige und langfristige Wirkungszeiträume unterscheiden. Es gilt, die Aufmerksamkeit des Konsumenten auf das umworbene Produkt zu lenken und ihn zum Kauf zu animieren. Werbung wird in erster Linie durch die daran beteiligten Menschen interessant. Nach wie vor ist die Auffassung weit verbreitet, dass „von der Fernsehwerbung unter allen modernen Formen der Werbung wahrscheinlich die stärkste Wirkung ausgeht“ (Harris 1975: 37; Frey 1999: 30; zitiert nach Schierl 2003: 18).
Werbung wird durchaus als ein Instrument der Konsumentenbeeinflussung verstanden. Die Gestaltung der Werbebotschaft ist von entscheidender Bedeutung für die Steigerung der Effektivität. Das AIDA – Modell ist das älteste Modell in der Werbewirkungsforschung. AIDA steht für Attention Interest Desire Action und zielt darauf ab, die Aufmerksamkeit des Kunden zu wecken, ein Interesse bei ihm hervorzurufen, den Wunsch nach dem Produkt entstehen zu lassen und ihn letztendlich zum Kauf anzuregen. Besonders entscheidend ist die übermittelte Botschaft.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Werbung als gesellschaftliches Spiegelbild und Formulierung der Forschungsfrage zur Geschlechterrollen-Darstellung.
2. Werbung und Kommunikation: Analyse der grundlegenden Mechanismen von Massenkommunikation, Werbestrategien und der Bedeutung von Markenimages.
3. Der Gender- Begriff: Theoretische Auseinandersetzung mit der sozialen Konstruktion von Geschlecht und der Bedeutung von Rollenstereotypen.
4. Forschungsstand: Überblick über wissenschaftliche Studien zur Geschlechterdarstellung in den Medien, insbesondere bezogen auf Print- und TV-Werbung.
5. Methodisches Vorgehen: Vorstellung der Objektiven Hermeneutik als qualitatives Analyseverfahren und Begründung der Materialauswahl.
6. Analyse: Detaillierte objektiv-hermeneutische Auswertung eines ausgewählten Melitta-Werbespots anhand von Text- und Bildsequenzen.
7. Interpretation des Werbespots hinsichtlich des Untersuchungsgegenstandes dieser Arbeit: Vergleich der Analyseergebnisse mit historischen Werbespots und Zusammenfassung des Wandels der Geschlechterrollen.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über die zukünftige Entwicklung von Rollenbildern in der Werbung.
Werbung, Kommunikation, Geschlechterrollen, Doing Gender, Objektive Hermeneutik, Melitta, Stereotype, Massenmedien, Werbewirkung, Markenimage, gesellschaftlicher Wandel, Fernsehen, Rollenbilder, Konsumentenbeeinflussung, Familienbild.
Die Diplomarbeit untersucht, wie Geschlechterrollen in der aktuellen TV-Werbung präsentiert werden und inwiefern diese Darstellung einen gesellschaftlichen Wandel widerspiegelt.
Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen Werbung und gesellschaftlichem Wandel, die Theorie der sozialen Geschlechterkonstruktion sowie die mediale Inszenierung von Männlichkeit und Weiblichkeit.
Das primäre Ziel ist es, durch eine tiefergehende, objektiv-hermeneutische Analyse eines Werbespots aufzudecken, welche latenten Sinnstrukturen und Rollenbilder hinter der oberflächlichen Werbekommunikation stehen.
Die Autorin nutzt die Methode der Objektiven Hermeneutik nach Ulrich Oevermann, um den Werbespot sequenziell und losgelöst von vorschnellen Kontextwissen zu interpretieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kommunikation und Gender, einen Überblick über den Forschungsstand sowie eine detaillierte Analyse eines Melitta-Werbespots aus dem Jahr 2007.
Zu den prägenden Begriffen gehören "Doing Gender", "Werbewirkung", "Objektive Hermeneutik", "Stereotype" und "gesellschaftlicher Wandel".
Melitta dient als Fallbeispiel für die Analyse. Da das Unternehmen auf eine lange Werbegeschichte zurückblickt, ermöglicht es einen Kontrastvergleich zwischen einem Spot von 1952 und einem von 2007.
Die Autorin stellt fest, dass in modernen Werbespots klare, traditionelle Rollenverteilungen zunehmend aufgeweicht sind, eine explizite Rollenverteilung oft ausgeklammert wird und stattdessen die Individualisierung betont wird.
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