Doktorarbeit / Dissertation, 2011
163 Seiten, Note: distinction
1 Einleitende Betrachtung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.1.1 Probleminhalt
1.1.2 Problemrelevanz
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Arbeitshypothesen
1.4 Gang der Untersuchung
1.4.1 Aufbau
1.4.2 Methodik
1.5 Zwischenfazit
2 Begriffliche Grundlagen und Zusammenhänge
2.1 Die Marke – Definition des Begriffs
2.1.1 Typenbildende Kriterien der Marke
2.1.2 Charakteristika der erklärungsbedürftigen Marken und deren besondere Anforderungen an das Marketing
2.1.3 Nutzen der Marke bei erklärungsbedürftigen Produkten aus Sicht der Abnehmer
2.1.4 Nutzen der Marke bei erklärungsbedürftigen Produkten aus Sicht der Hersteller
2.2 Das Markenmanagement als Orientierungskonzept
2.2.1 Perspektiven des Markenmanagements
2.2.2 Grundpositionierung von Marktbereichen und Marken
2.2.3 Der Begriff der Markenidentität
2.3 Grundkonzepte des identitätsorientierten Markenmanagements
2.3.1 Markenidentität in der Theorie von Kapferer
2.3.2 Aakers Grundkonzept der Markenidentität
2.3.3 Markenidentität nach Meffert und Burmann
2.3.4 Innovative Ansätze von icon added value und Esch
2.3.5 McKinseys Markendiamant
2.4 Markenführungsentscheidungen
2.4.1 Die Marke im strategischen Ansatz
2.4.2 Markenpositionierung
2.4.3 Die Marke als Teil des operativen Konzepts
2.4.4 Einflüsse auf situative Kontextfaktoren
2.5 Zwischenfazit
3 Primärforschung – Ausgangslage und Vorgehen
3.1 Konzeption und Design der Befragung
3.1.1 Datenerhebungsmethode und Entwicklung des Erhebungsinstruments
3.1.2 Grundlagen des im Modell enthaltenen Konstrukts der Hauptuntersuchung
3.1.3 Fragebogenaufbau
3.2 Methodische Grundlagen der Auswertung der Umfragen
3.2.1 Methodische Grundlagen der statistischen Auswertung der Befragung
3.2.2 Vorgehensweise zur Beurteilung des Gesamtmodells
3.3 Zwischenfazit
4 Ergebnisse im Vergleich von Kompetenzprofilen von Rx-Marken
4.1 Die Marke im Rx-Marketing
4.1.1 Differenzierungskriterien der Rx-Marke
4.1.2 Charakteristika der Rx-Marken und deren besondere Anforderungen an das pharmazeutische Marketing
4.1.3 Nutzen der Rx-Marke aus Sicht der pharmazeutischen Stakeholder
4.1.4 Nutzen der Rx-Marke aus Sicht der Hersteller
4.2 Das Markenmanagement des Rx-Marketings
4.2.1 Perspektiven des Rx-Markenmanagements
4.2.2 Grundpositionierung der Rx-Marken
4.2.3 Die Rx-Marke zwischen Identität und Image
4.3 Konzepte des identitätsorientierten Managements im Rx-Sektor
4.3.1 Grundkonzept einer Markenidentität der Firma AstraZeneca
4.3.2 Grundkonzept einer Markenidentität der Firma Pfizer
4.3.3 Innovative Ansätze in der Rx-Markenführung
4.4 Markenführungsentscheidungen im Rx-Sektor
4.4.1 Die Rx-Marke im strategischen Ansatz
4.4.2 Rx-Markenpositionierung
4.4.3 Die Rx-Marke als Teil des operativen Konzepts
4.4.4 Einflüsse auf situative Kontextfaktoren der Rx-Marken
4.5 Zwischenfazit
5 Zusammenfassung und Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Untersuchung
5.2 Hypothesendiskussion
5.3 Folgerungen für die Markenführung
6 Ausblick
6.1 Implikationen für den Neuansatz der theoretischen Grundlagen und für weiterführende Forschung zur identitätsorientierten Markenführung der Rx-Marken
6.2 Handlungsempfehlungen für die Praxis
6.3 Schlusswort
Die Dissertation untersucht die Anwendbarkeit und den Erfolg der identitätsorientierten Markenführung bei erklärungsbedürftigen Produkten, konkret am Beispiel von rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Rx-Marken), unter Berücksichtigung der sich wandelnden Marktbedingungen im deutschen Gesundheitswesen.
2.1 Die Marke – Definition des Begriffs
In der Marketingliteratur findet man unterschiedliche Definitionen des Begriffs „Marke“ (vgl. Adjouri, 2004, S. 184 f.; Bruhn, 2004 a, S. 4 f.; Keltz, 1989, S. 46 ff.; Kriegbaum, 2001, S. 27). Bruhn bezeichnet diesen Umstand sogar als „Sprachverwirrung“ (Bruhn, 2004 a, S. 5). In Deutschland gehen die ersten Definitionen auf die Publikationen von Domizlaff aus dem Jahr 1939 zurück. Danach ist eine Marke ein gekennzeichnetes Produkt, das „mit konstantem Auftritt und Preis in einem größeren Verbreitungsraum angeboten wird“ (Bruhn, 2004 a, S. 5). 30 Jahre später grenzt Mellerowicz (vgl. Mellerowicz, 1964, S. 39) den Begriff „Marke“ ein – er soll nur für Erzeugnisse gelten, die idealtypische Charakteristika (u. a. Image, Bekanntheit, Qualitätsgarantie) aufweisen (vgl. Burmann, 2005, S. 5; Dichtl, 1992, S. 16 ff.; Nieschlag et al., 2002, S. 184, 1010 f.; Pepels, 1997, S. 30 ff.).
Die genannten Definitionen verwenden den Begriff ausschließlich für Waren. Inzwischen umfasst der Markenstatus jedoch auch neue Bereiche wie Personen (z. B. Thomas Gottschalk), Dienstleistungen (z. B. Deutsche Post) oder Zwischenprodukte (z. B. Goretex). Diese Entwicklung macht eine neue Markendefinition notwendig, die dem Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen (MarkenG) zu Grunde liegt (vgl. Esch, 2010, S. 18 ff.). Danach gilt: „Als Marke können alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachungen einschließlich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden." (MarkenG § 3 Abs. 1)
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die Problemstellung des Rx-Markenmarktes unter Berücksichtigung sich ändernder regulatorischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
2 Begriffliche Grundlagen und Zusammenhänge: Darstellung des aktuellen Forschungsstands zur Markenidentität und der theoretischen Herleitung einer identitätsorientierten Markenführung.
3 Primärforschung – Ausgangslage und Vorgehen: Erläuterung des empirischen Studiendesigns, der Befragungsmethodik sowie der statistischen Grundlagen zur Auswertung der Experteninterviews.
4 Ergebnisse im Vergleich von Kompetenzprofilen von Rx-Marken: Analyse der empirischen Daten zu Relevanz, Nutzen und Erfolgstreibern von Rx-Marken im Wettbewerb.
5 Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse, Validierung der aufgestellten Hypothesen und Diskussion der Implikationen für die Markenführung.
6 Ausblick: Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Praxis und Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf im Kontext des Gesundheitsmarktes.
Markenführung, Rx-Marken, Identitätsorientierte Markenführung, Pharma-Marketing, Markenidentität, Markenimage, Gesundheitsmarkt, Stakeholder, Wettbewerbsvorteil, AMNOG, Patienten, Ärzte, Markenkommunikation, Markenerfolg, Markenpositionierung.
Die Arbeit analysiert, wie Pharmaunternehmen ihre verordnungspflichtigen Produkte (Rx-Marken) vor dem Hintergrund strengerer gesetzlicher Auflagen und eines gesättigten Marktes erfolgreich durch eine identitätsorientierte Markenführung positionieren können.
Zu den Schwerpunkten gehören das Markenmanagement in der Pharmazeutischen Industrie, die Abgrenzung von Markenidentität und -image, die Analyse von Marktzugangshürden sowie die Kommunikation gegenüber Stakeholdern wie Ärzten, Patienten und Kostenträgern.
Das Hauptziel besteht darin, auf Basis theoretischer Analysen und empirischer Expertenbefragungen praxisrelevante Entscheidungskriterien für die erfolgreiche Markenführung von Rx-Produkten in einem zunehmend regulierten Umfeld zu identifizieren.
Es wird eine analytisch-nomologische Vorgehensweise gewählt. Die empirische Grundlage bilden schriftliche Befragungen von externen Experten sowie dem Top-Management führender pharmazeutischer Unternehmen, ergänzt durch leitfadengestützte Interviews.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Markenführung, dem Studiendesign zur Datenerhebung und der detaillierten Auswertung der Kompetenzprofile von Rx-Marken im Vergleich zu Markttrends und regulatorischen Vorgaben.
Markenführung, Rx-Marken, Pharmazeutisches Marketing, Markenidentität, Markenimage, Gesundheitsökonomie, Wettbewerbsstrategie und Stakeholdermanagement.
Die Arbeit verdeutlicht, dass eine stabile Unternehmenskultur als „Gütesiegel“ für die Marke fungiert. Nur wenn die Mitarbeiter die Markenwerte authentisch leben, kann ein konsistentes Markenbild nach außen hin erfolgreich aufgebaut werden.
Das AMNOG (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz) verstärkt den Preis- und Wettbewerbsdruck massiv. Es zwingt Hersteller dazu, den Zusatznutzen ihres Produkts wissenschaftlich nachzuweisen, was eine stärker auf das Produkt fokussierte, rationale Markenführung erforderlich macht.
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