Magisterarbeit, 2003
179 Seiten, Note: 2,0
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
1 Einleitung
2 Jane Austen: Anmerkungen zu Person und Werk
2.1 Die unsichtbare Jane
2.2 Lebensstationen
2.2.1 Die Position in der Familie
2.2.2 Erste Schritte als Autorin
2.2.3 Bath und die literarische Dürreperiode
2.2.4 Von Beruf Schriftstellerin
3 Die Romane Austens
3.1 Pride and Prejudice
3.3.1 Zusammenfassung
3.1.2 Über den Roman
3.1.3 Elizabeth und Mr. Darcy
3.1.4 Die Bedeutung der Ehe
3.1.5 Der Gebrauch von Ironie
3.1.6 Kontraste und Parallelen
3.2 Emma
3.2.1 Zusammenfassung
3.2.2 Über den Roman
3.2.3 Emma als Romanfigur
3.2.4 Mr. Knightley versus Frank Churchill
3.2.5 Highbury als Mikrokosmos
3.2.6 Liebesverwirrungen
3.3 Persuasion
3.3.1 Zusammenfassung
3.3.2 Über den Roman
3.3.3 Ein neuer Typ Heldin
3.3.4 Die Wiederannäherung
3.3.5 Adel versus Bürgertum
Die vorliegende Arbeit untersucht den Film als Rezeptionsform von Literatur am Beispiel von drei Romanen Jane Austens und deren jeweiligen Verfilmungen, um die Problematik der filmischen Umsetzung erzählender Werke sowie die Entwicklung der Adaptationspraxis zu analysieren.
Von Beruf Schriftstellerin
Die Erlösung kam, als Janes Bruder Henry Austen, der von Verwandten Grundbesitz geerbt hatte, 1809 seiner Mutter und seinen beiden Schwestern ein Häuschen in Hampshire - Chawton Cottage - in der Nähe von Winchester anbot. Hier begann Jane Austen wieder zu schreiben.
"She began, sensibly after the long silence, by revising her early work. She was always a passionate reviser and polisher.[…] The writer's block that had kept her frozen through the wandering years was dissolved."
Die Forschung vernachlässigte lange die Tatsache, dass sie in diesen Jahren bereits beschloss, ihre schriftstellerische Tätigkeit als Beruf auszuüben. Der Grund liegt möglicherweise an den überlieferten Erinnerungen der zahlreichen Nichten und Neffen, die selten von Jane Austen als arbeitender Schriftstellerin berichten.
Zu der Unsichtbarkeit ihres Schreibens hat nicht zuletzt auch Jane Austen selbst beigetragen. Ihr Werk wird in ihren den Briefen selten erwähnt, von der Mühsal des Schreibens erfährt man so gut wie kein Wort. 1816 schrieb sie in einem Brief an ihren Neffen über ihre Arbeit und vergleicht sie mit "the little bit (two inches wide) of Ivory on which I work with so fine a Brush, as produces little effect after much labour." Jane Austen hatte anscheinend eher ein handwerkliches Verhältnis zum Schreiben und der Leser spürt von den Anstrengungen wenig. Nur anhand von stark bearbeiteten Romanfragmenten aus dieser Zeit lässt sich erahnen, wie hart Jane Austen arbeitete. Die Atmosphäre und Dichte des Stoffes, der Reiz einer Figur entstanden bei ihr nicht beim ersten Zugriff, sondern waren das Produkt von sich wiederholenden und immer wieder neu ansetzenden Umschriften, Veränderungen und Überarbeitungen. An einem Entwurf von The Watsons kann man, laut Virginia Woolf, "gewahren [...], dass sie doch am Ende keine Zauberkünstlerin war."
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung und Problematik von Literaturverfilmungen der Romane Jane Austens.
2 Jane Austen: Anmerkungen zu Person und Werk: Biographische Darstellung und Einordnung von Austens Lebensstationen sowie ihrem schriftstellerischen Selbstverständnis.
3 Die Romane Austens: Detaillierte Analyse der Romane Pride and Prejudice, Emma und Persuasion im Hinblick auf Themen wie Ehe, Charakterzeichnung und Erzählweise.
Jane Austen, Romanadaptationen, Literaturverfilmung, Pride and Prejudice, Emma, Persuasion, Austen mania, Filmgeschichte, Erzählweise, Rezeptionsform, Klassenkritik, bürgerlicher Roman, Drehbuch, Werktreue, Film- und Medienwissenschaft.
Die Arbeit untersucht den Film als Rezeptionsform von Literatur und analysiert, wie die Romane von Jane Austen erfolgreich in ein anderes Medium übersetzt werden können.
Im Fokus stehen die filmische Adaptationspraxis, die Darstellung sozialer Klassen in Roman und Film sowie die literarische Bedeutung von Jane Austens Werken.
Ziel ist es, die Problematik bei der Verfilmung erzählender Werke aufzuzeigen und zu klären, wie filmische Bearbeitungen trotz notwendiger Kürzungen glaubwürdig und erfolgreich bleiben können.
Die Arbeit basiert auf einer inhaltlichen Analyse der primären Romantexte im Vergleich zu ausgewählten filmischen Umsetzungen, ergänzt durch film- und medienwissenschaftliche Theorien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einordnung von Jane Austen, eine tiefgehende inhaltliche Analyse der ausgewählten Romane und einen kritischen Vergleich mit den entsprechenden Filmadaptationen.
Neben dem Namen Jane Austen sind Begriffe wie Literaturverfilmung, filmische Adaptationsproblematik, soziale Klassendarstellung und mediale Transformation essenziell.
Die Arbeit zeigt am Beispiel von Pride and Prejudice (1940), wie politische Umstände, wie der Zweite Weltkrieg, die Interpretation und Darstellung des Originalromans im Film maßgeblich beeinflussen können.
Die Arbeit diskutiert, dass moderne Regisseure oft versuchen, Klassenunterschiede zu verharmlosen oder aufzuheben, um den Stoff für zeitgenössische, demokratisch geprägte Zielgruppen zugänglicher zu machen, was jedoch der sozialen Realität der Vorlage widersprechen kann.
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