Bachelorarbeit, 2010
29 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit zielt darauf ab, die Verwendung des Mimesisbegriffs bei Adorno nicht nur partiell, sondern strukturell aufzudecken. Mimesis wird als Inbegriff einer zentralen Dialektik verstanden. Die Untersuchung zeichnet diese Dialektik anhand der Ausführungen Adornos in seiner Ästhetischen Theorie nach.
Die Einleitung beleuchtet die vielseitige Verwendung des Mimesisbegriffs in der Philosophiegeschichte und die Komplexität von Adornos Konzeption.
Kapitel 2 führt den Begriff der „Ursprünglichen Mimesis“ ein, die das leibliche Verhalten eines Lebewesens zu seiner Umwelt beschreibt. Diese Mimesis ist eine „Angleichung ans Ding im blinden Vollzug des Lebens“.
Kapitel 3 thematisiert die Ratio als Verdrängung der Ursprünglichen Mimesis. Angetrieben von Angst und Schrecken vor dem Unbekannten, strebt die Ratio danach, alles Unbeherrschte und Irrationale auszuschließen.
Kapitel 4 beschreibt die „Mimesis ans Tote“, die die Verhärtung und Erstarrung des Subjekts im rationalen Denken verkörpert. Diese Mimesis stellt eine Angleichung an die versachlichte Natur dar.
Die zentralen Begriffe des Textes sind Mimesis, Ratio, Ursprüngliche Mimesis, Mimesis ans Tote, Dialektik, Angst, Schrecken, Natur, Versachlichung, Entfremdung, Identität, Subjekt, Objekt, Ästhetische Theorie, Ricœur.
Adorno sieht Mimesis als ein ursprüngliches, leibliches Verhalten der Angleichung an die Natur oder an Dinge, das im Gegensatz zur rationalen Beherrschung steht.
Es beschreibt die Erstarrung und Verhärtung des Subjekts, das sich im rationalen Denken der versachlichten, toten Welt angleicht.
Die Ratio verdrängt die ursprüngliche Mimesis aus Angst vor dem Unbeherrschten, was zu einer Entfremdung des Menschen von der Natur führt.
In seiner „Ästhetischen Theorie“ beschreibt Adorno die Kunst als einen Ort, an dem mimetisches Verhalten bewahrt und reflektiert werden kann.
Die Arbeit zieht einen Vergleich zwischen Adornos dialektischem Verständnis und Ricoeurs eher hermeneutischer Mimesis-Konzeption.
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