Diplomarbeit, 2011
76 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Konzeptionelle Grundlagen und Begriffserklärungen
2.1 Change Management
2.1.1 Konkretisierung des Begriffs „Veränderung“
2.1.2 Definition des Begriffs „Change Management“
2.2 Veränderungsprojekte
2.2.1 Grundlagen zu Projekten
2.2.2 Definition des Begriffs „Veränderungsprojekt“
3 Entwicklung eines Bezugsrahmens zur Analyse von Methoden für Veränderungsprojekte
3.1 Grundlagen zu Bezugsrahmen
3.2 Entwicklungs des Bezugsrahmens für die vorliegende Arbeit
4 Beschreibung und Analyse von Change Management-Methoden
4.1 Auswahl und Beschreibung von Change Management-Methoden
4.1.1 Total Quality Management
4.1.2 General Management Navigator
4.1.3 Change Management-Methode nach Doppler/ Lauterburg
4.1.4 8-Phasen-Konzept nach Kotter
4.2 Analyse der Change Management-Methoden
4.2.1 Bewertung des Total Quality Managements nach Oakland
4.2.2 Bewertung des General Management Navigators nach Müller-Stewens/ Lechner
4.2.3 Bewertung der Change Management-Methode nach Doppler/ Lauterburg
4.2.4 Bewertung des 8-Phasen-Konzepts nach Kotter
4.2.5 Vergleich der Methoden
5 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht ausgewählte Change-Management-Methoden auf ihre Eignung zur ganzheitlichen Umsetzung von Veränderungsprojekten, um Stärken und Schwächen zu identifizieren und die Methoden vergleichbar zu machen.
4.1.1 Total Quality Management (TQM)
Total Quality Management ist eine Bezeichnung für die „Optimierung der Qualität von Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens in allen Funktionsbereichen und auf allen Ebenen durch Mitwirkung aller Mitarbeiter. Total Quality Management strebt die Erhöhung der Kundenzufriedenheit an.“ (Voigt, oJ, oS). Im Kern beinhaltet TQM das Konzept von internen und externen Kunden und Lieferanten (Oakland, 1993, S. 8), die mit Hilfe definierter Prozesse Inputfaktoren in einen bestimmten Output umwandeln (Oakland, 1993, S. 36). Oakland warnt davor, dass die Vernachlässigung der Qualität sehr schnell zu einem schlechten Ruf führen kann, der sich nur langsam wieder korrigieren lässt (Oakland, 1993, S. 4).
Gemäß Pfeifer entscheiden sich 90 % der Konsumenten, wenn sie mit der Qualität eines Produkts unzufrieden waren, zukünftig für andere Produkte und nur vier Prozent der unzufriedenen Kunde reklamieren den Mangel. Auf der anderen Seite teilt jeder unzufriedene Kunden den Qualitätsmangel im Durchschnitt neun weiteren Personen mit, was zu spürbaren Umsatzrückgängen führen kann (Pfeifer, 2001, S. XXVI). Gute Qualität hingegen schafft Kundenzufriedenheit, die Kundenbindung erzeugt. Der Gelegenheitskäufer (Client) wird zunächst zum Stammkunden (Customer) und schließlich zum überzeugten Kunden, der das Unternehmen aktiv weiter empfiehlt (Advocate) (Töpfer/ Mehdorn, 1994, S. 32 ff.) Neben der Einnahmenseite wird auch die Ausgabenseite durch Qualität bzw. Qualitätsmängel beeinflusst. Brunner zeigt mit der Zehner-Regel der Fehlereliminierungskosten, dass die Korrektur eines Fehlers überproportional hohe Kosten verursacht, je später dieser entdeckt wird (Brunner, 1992, S. 61). Investitionen in Qualität sind demnach nur lohnend, sondern auch wichtig.
Die Einführung von TQM in einem Unternehmen ist mit wesentlichen Veränderungen verbunden. In dieser Arbeit wird für die Umsetzung auf das Vorgehensmodell von Oakland zurückgegriffen, welches im Folgenden erläutert wird.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Veränderungsprozessen in Unternehmen dar und leitet zur Fragestellung über, ob eine hohe Fehlschlagquote bei Projekten durch fehlende geeignete Methoden begründet ist.
2 Konzeptionelle Grundlagen und Begriffserklärungen: Dieses Kapitel erarbeitet ein einheitliches Verständnis der Kernbegriffe "Change Management" und "Veränderungsprojekte" als Basis für die weitere Analyse.
3 Entwicklung eines Bezugsrahmens zur Analyse von Methoden für Veränderungsprojekte: Hier wird ein theoretischer Bezugsrahmen mit vier Kategorien von Erfolgsfaktoren entwickelt, um eine systematische und vergleichbare Bewertung der Change-Management-Methoden zu ermöglichen.
4 Beschreibung und Analyse von Change Management-Methoden: Dieser Hauptteil beschreibt vier ausgewählte Methoden (TQM, GMN, Doppler/Lauterburg, Kotter), bewertet diese anhand des Bezugsrahmens und führt einen direkten Methodenvergleich durch.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Analyse, reflektiert die Schwächen der untersuchten Methoden und betont die entscheidende Rolle der handelnden Personen für den Erfolg von Veränderungsprojekten.
Change Management, Veränderungsprojekte, Projektmanagement, Bezugsrahmen, Total Quality Management, General Management Navigator, Organisationsentwicklung, Unternehmenswandel, Erfolgsfaktoren, Prozesscontrolling, Führung, Unternehmenskultur, Strategische Initiativen, Zielorientierung, Transformation.
Die Diplomarbeit analysiert, wie Unternehmen Veränderungsprojekte durch den Einsatz von Change-Management-Methoden erfolgreich bewältigen und steuern können.
Die Arbeit behandelt die konzeptionellen Grundlagen des Change Managements, das Projektmanagement in Veränderungsvorhaben, die Entwicklung eines Bewertungsrahmens sowie die detaillierte Beschreibung und Analyse führender Methoden.
Das Ziel ist es, ausgewählte Change-Management-Methoden hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen bei der ganzheitlichen Umsetzung von Veränderungsprojekten zu prüfen und diese miteinander zu vergleichen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herangehensweise: Basierend auf Literaturanalysen wird ein Bewertungsmodell (Bezugsrahmen) erstellt, mit dem vier ausgewählte Methoden qualitativ bewertet und verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung vier spezifischer Konzepte (TQM, GMN, Doppler/Lauterburg, Kotter) und deren anschließende kritische Bewertung anhand von 17 Kriterien des entwickelten Bezugsrahmens.
Die zentralen Schlagworte sind Change Management, Veränderungsprojekte, Erfolgskriterien, Organisationswandel und Methodenvergleich.
Da Veränderungsprozesse über Menschen ablaufen, kann eine Fehlbesetzung irreparablen wirtschaftlichen Schaden verursachen; die Mitarbeiter müssen fachlich, methodisch und sozial für die spezifischen Anforderungen des Wandels geeignet sein.
Während beide revolutionäre Ansätze verfolgen, legt Kotter einen stärkeren Fokus auf die personale Führung ("Leadership") durch Führungskräfte, wohingegen Doppler/Lauterburg die effiziente Strukturierung von Veränderungsprojekten durch das Management in den Vordergrund stellen.
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