Diplomarbeit, 1998
147 Seiten, Note: 1,0
1. Was ist Sozialisation ?
1.1. Sozialisation als Persönlichkeits-und Identitätsentwicklung
1.2. Was ist Familie und welchen Stellenwert nimmt sie in der Sozialisation ein?
1.3. Familienforschung in der BRD und DDR
1.3.1. Familienforschung in der BRD
2. Wesentliche politische, ökonomische und soziokulturelle Systemmerkmale in der BRD und DDR von 1960-1989 im Vergleich
2.1. Politik und Ökonomie der Bundesrepublik
2.1.1. Das Bildungswesen in der BRD
2.2. Die Diktatur der SED in der DDR
2.2.1. Die zentralistischen Bildungsziele in der DDR
2.3. Familienleitbilder und Familienpolitik in beiden deutschen Staaten
2.3.1. Familienleitbilder
2.3.2. Das zentrale Familienleitbild und Erziehungsziel in der DDR
2.3.2.1. Familienpolitische Maßnahmen und das Ziel des neuen Geschlechterverhältnisses in der DDR
2.3.3. Das bürgerliche Familienleitbild in der BRD
2.3.3.1. Familienpolitische Leitlinien und Maßnahmen in der BRD
2.4. Aspekte der identitätsstiftenden Funktion der Berufstätigkeit in beiden deutschen Staaten
2.4.1. Der zentrale Stellenwert der Arbeit in der DDR
2.4.2. Die Arbeitsmarktbedingungen in der BRD
2.5. Wohnungspolitik-und situation
3. Die außerfamilialen Beziehungsstrukturen in beiden deutschen Staaten
3.1. Der Umfang der staatlichen Krippenerziehung in der DDR
3.2. Der Einfluß der erzieherischen Funktion der Schule auf die Familie in der DDR
3.3. Die Bedeutung der außerfamilialen Erziehung in der BRD
3.4. Der Einfluß der außerfamilialen Freizeitgestaltung in der BRD
3.5. Die organisierte außerfamiliale Freizeitgestaltung in der DDR
4. Familiäre Lebensführung in der BRD und DDR von 1960-1989 im Vergleich
4.1. Formen privater Lebensführung in der DDR und BRD
4.1.2. Formen privater Lebensführung in der BRD
4.2. Alltagshandeln- und beziehungen in der Familie in der Familie in der BRD und DDR
4.2.1. Familienalltag,Freizeitgestaltung und Massenmedien in der DDR
4.2.2. Familienalltag,Freizeitgestaltung und Massenmedien in der BRD
4.3. Die Eltern-Kind -Beziehung in BRD und DDR
4.3.1. Die Mutter-Kind-Beziehung in der DDR
4.3.2. Die Eltern-Kind-Beziehung in der DDR
4.3.3. Der Wandel von Erziehungskonzepten in der BRD
4.4. Die Paarbeziehung in der DDR
4.4.1. Aspekte der Paarbeziehung in der BRD
4.5. Der Wandel von der Einstellung zur Ehe, Familie und Sexualität in der DDR
4.5.1. Die Einstellungen zu Ehe, Familie und Sexualität in der BRD
5. Herausbildung von Identitäten
5.1. Identitätsbildung in der DDR
5.2. Identitätsbildung in der BRD
Die Arbeit untersucht den Einfluss unterschiedlicher gesellschaftlicher Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR zwischen 1960 und 1989 auf die Primärsozialisation innerhalb der Familie sowie die resultierende Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen.
1. Was ist Sozialisation?
Der Begriff der Sozialisation ist ca. Ende des 19.Jh. in die Soziologie eingeführt worden. Man versteht unter Sozialisation (bei überwiegender Einigkeit der Wissenschaftler zu diesem Begriff) den Prozeß der Entstehung und Entwicklung zur sozial handlungsfähigen Persönlichkeit, der sich in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt vollzieht, die zu einem bestimmten Zeitpunkt der historischen Entwicklung einer Gesellschaft existiert (Hurrelmann,1995,S.14).
Es bedarf langwieriger und komplizierter Einflüsse, um aus einem Neugeborenen, der sich in einem biologisch frühen Reifestadium schon auf der Welt befindet und allein auf sich gestellt nicht lebensfähig ist, eine erwachsene menschliche handlungsfähige Persönlichkeit werden zu lassen.
Was ist unter einer handlungsfähigen Persönlichkeit zu verstehen?
Die Handlungskompetenz wird als ein aufeinander gerichtetes und bezogenes, bewußtes, geplantes und beabsichtigtes Handeln (interaktive Handlungen) und als an einem gemeinsamen sprachlichen Verständigungsmuster orientiertes Handeln, bei dem ein aufeinander bezogener Austausch von Informationen und Sinngehalten stattfindet, (kommunikatives Handeln) gekennzeichnet.
Die Handlungskompetenz ist ein Zustand der individuellen Verfügbarkeit von Fertigkeiten und Fähigkeiten zur Auseinandersetzung mit der inneren und äußeren Realität.
1. Was ist Sozialisation ?: Definition und theoretische Grundlagen des Sozialisationsbegriffs sowie dessen Bedeutung für die Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung.
2. Wesentliche politische, ökonomische und soziokulturelle Systemmerkmale in der BRD und DDR von 1960-1989 im Vergleich: Gegenüberstellung der unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Bildungssysteme und familienpolitischen Leitbilder in beiden deutschen Staaten.
3. Die außerfamilialen Beziehungsstrukturen in beiden deutschen Staaten: Untersuchung der Bedeutung und des Einflusses von Krippen, Schule und organisierter Freizeit auf die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen.
4. Familiäre Lebensführung in der BRD und DDR von 1960-1989 im Vergleich: Vergleich der privaten Lebensführung, Eltern-Kind-Beziehungen und der Einstellungen zu Ehe und Sexualität in Ost- und Westdeutschland.
5. Herausbildung von Identitäten: Zusammenfassende Analyse der Identitätsbildungsprozesse und der langfristigen Auswirkungen der unterschiedlichen Sozialisationserfahrungen.
Sozialisation, DDR, BRD, Familie, Identitätsbildung, Erziehung, Familienpolitik, Sozialisationsbedingungen, Persönlichkeitsentwicklung, Systemvergleich, 1960-1989, Handlungskompetenz, Familienleitbilder, Alltag, Sozialistisches Erziehungsziel.
Die Arbeit analysiert, wie die verschiedenen gesellschaftlichen Bedingungen in der DDR und der BRD im Zeitraum von 1960 bis 1989 die Sozialisation innerhalb der Familie sowie die Entwicklung der Identität von Kindern und Jugendlichen beeinflusst haben.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich der politischen und ökonomischen Systeme, der Analyse staatlicher vs. privater Erziehungskonzepte, der Rolle der Frau im Berufs- und Familienleben sowie dem Wandel gesellschaftlicher Normen und Werte.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu belegen, ob und wie sich die grundverschiedenen Gesellschaftsstrukturen (Diktatur/Zentralismus vs. Demokratie/Pluralismus) auf die Primärsozialisation und die Persönlichkeitsentwicklung in der Familie ausgewirkt haben.
Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Forschungsanalyse, die auf empirischen Studien, Familien-Surveys, soziologischen Theorien und biographischen Daten sowie den eigenen beruflichen Erfahrungen der Autorin als Familienhelferin basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Systemmerkmale (Politik/Ökonomie), die Bedeutung außerfamilialer Sozialisationsinstanzen (Krippe/Schule/Freizeit) und einen detaillierten Vergleich der familialen Lebensführung, inklusive der Eltern-Kind-Beziehung und Partnerrollen.
Sozialisation, DDR, BRD, Identitätsbildung, Familie, Erziehung, Systemvergleich und Familienpolitik sind die prägenden Begriffe dieser Untersuchung.
In der DDR war die Erziehung stärker staatlich durch "sozialistische Erziehungsziele" und die Einbindung in Kollektive geprägt, während in der BRD individuelle Freiheit, Selbstbestimmung und eine eher private Erziehung im Vordergrund standen.
Die hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen in der DDR führte zu einer stärkeren staatlichen Betreuung (Krippen), während in der BRD das Modell des männlichen Ernährers und die längere häusliche Betreuung durch die Mutter über längere Zeit dominierte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

