Diplomarbeit, 2012
113 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Methodik
2. Unternehmenskommunikation
2.1 Die Macht der Medien
2.2 Ausgewählte Ansätze in der Unternehmenskommunikation
2.3 Die Rolle der Kommunikation und ihre Steuerung
2.4 Kommunikationsmodell auf der Grundlage der Systemtheorie von Watzlawick
2.5 Zusammenfassung
3. Kommunikation vor, während und nach einer Krise
3.1 Kommunikation vor der Krise
3.2 Kommunikation während der Krise
3.2.1 Krisenkommunikation
3.2.2 Notfall versus Krise
3.2.3 Krisenphasen
3.2.4 Verhaltensmuster während der Krise
3.3 Kommunikation nach der Krise
3.4 Zusammenfassung
4. Die Rolle der sozialen Medien in der Krisenkommunikation
4.1 Kommunikationsinstrumente im Web 2.0
4.1.1 Facebook
4.1.2 Twitter
4.1.3 Businessnetzwerk Xing
4.1.4 LinkedIn
4.1.5 Krisen Blogs
4.1.6 flickr in der Krisenkommunikation
4.1.7 YouTube- Video Kommunikation
4.2 Der Einfluss von Web 2.0 auf die Krisenkommunikation
4.2.1 Chance für die Krisenkommunikation
4.2.2 Risiken für die Krisenkommunikation
4.2.3 Neue Regeln für die Krisenkommunikation
4.2.4 Verhalten in der Krise mit Social Monitoring
4.3 Zusammenfassung
5. Fallbeispiel BP im Golf von Mexico
5.1 BP und die Offshore- Förderung
5.2 Explosion von Deepwater Horizon - dessen Folgen für den Golf von Mexico
5.3 Reflexion der Krisenkommunikation von BP und deren Einsatz im Web 2.0
5.3.1 Recherche der Berichterstattung
5.3.1.1 Positive Ansätze in der Krisenkommunikation
5.3.1.2 Kritik in der Krisenkommunikation von BP
5.3.2 Experteninterviews
5.4 Zusammenfassung
6. Handlungsempfehlung für den Einsatz von Social Media im Krisenfall
7. Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, Handlungsempfehlungen für Unternehmen zum Einsatz von Social Media während einer Krisensituation zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, wie soziale Netzwerke die Art der Unternehmenskommunikation verändern und welche Rolle Transparenz und ein aktiver Dialog bei der Krisenbewältigung spielen.
3.2.1 Krisenkommunikation
„Unter Krisenkommunikation wird also die gezielte Unterrichtung von Adressaten verstanden, nachdem eine Krise eingetreten ist, bestimmte Personengruppen darüber Wissen erlangt haben und das Unternehmen – auf der Basis einer definierten Kommunikationsstrategie – weitere Details der Öffentlichkeit bewusst vermitteln oder auch nicht vermitteln will.“ (Dougherty, 1992, S. 56)
Bahnt sich eine Unternehmenskrise an, entwickelt sich nichts so schnell wie der organisationseigene Mechanismus der Abschottung. Das Gebot der Stunde ist dann das Verbot jeglicher Erklärung. "Kein Kommentar!" Doch die Kommunikation kennt kein Time-out. Sich selbst die Stellungnahme zu versagen, bereitet anderen den Nährboden für Spekulationen und Gerüchte. Darüber nimmt das Image meist weitaus größeren Schaden.
Diese durchaus gängigen Verschweigungstaktiken basieren in der Überzeugung, alle Konsequenzen der Unternehmenskommunikation im Griff zu haben:
- der richtige Zeitpunkt, um Aktionäre und Unternehmenseigentümer vor übereilten Entscheidungen zu bewahren
- die richtige Wortwahl, um sich vor Gericht unantastbar zu halten.
Mit dieser Strategie ignorieren die Unternehmensverantwortlichen sämtliche Stakeholder-Interessen. Diese Überzeugung verleugnet auch das bereits erwähnte Kommunikationsmodell von Paul Watzlawick, die seit Jahrzehnten fester Bestandteil nahezu jedes Managementtrainings ist: "Man kann nicht nicht kommunizieren."
Jede Unternehmenskrise kann die Existenz von Unternehmen gefährden und im schlimmsten Fall das Unternehmen zerstören.
1. Einführung: Skizzierung der aktuellen Lage der Krisenkommunikation und des zunehmenden Einflusses von Social Media auf das Firmenimage.
2. Unternehmenskommunikation: Darstellung der Grundlagen der Kommunikation, inklusive Watzlawicks Kommunikationsmodell und der Bedeutung von Stakeholder-Beziehungen.
3. Kommunikation vor, während und nach einer Krise: Analyse der verschiedenen Krisenphasen sowie der notwendigen operativen und rhetorischen Strategien in den jeweiligen Stadien.
4. Die Rolle der sozialen Medien in der Krisenkommunikation: Untersuchung spezifischer Social Media Instrumente und deren Auswirkungen auf Transparenz und Handlungsgeschwindigkeit im Web 2.0.
5. Fallbeispiel BP im Golf von Mexico: Detaillierte Reflexion der Krisenkommunikationsleistung von BP nach der Deepwater Horizon Katastrophe anhand von Medienberichten und Experteninterviews.
6. Handlungsempfehlung für den Einsatz von Social Media im Krisenfall: Zusammenfassung strategischer Leitlinien für Unternehmen, um professionell auf Krisensituationen in sozialen Netzwerken zu reagieren.
Krisenkommunikation, Social Media, BP, Deepwater Horizon, Unternehmensimage, Web 2.0, Stakeholder, Issue Management, Online-Kritik, Krisenmanagement, Reputation, Dialog, Transparenz, Shitstorm, Krisenphasen
Die Master Thesis untersucht die Rolle und den Einfluss von sozialen Medien innerhalb der modernen Krisenkommunikation von Unternehmen, illustriert durch das Beispiel der BP-Ölkatastrophe.
Die Arbeit behandelt Unternehmenskommunikation, Krisenphasenmodelle, digitale Kommunikationsinstrumente (Social Media), Reputationsmanagement und die praktische Aufarbeitung von Krisenfällen.
Das Ziel besteht darin, Handlungsempfehlungen für ein professionelles Krisenmanagement unter Einbindung von Social Media Kanälen zu geben, um Reputationsschäden zu minimieren.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse ausgewählter betriebswirtschaftlicher Krisen-Literatur wurden Experteninterviews geführt und die Berichterstattung über BP analysiert.
Der Hauptteil erörtert die Kommunikation in den verschiedenen Phasen einer Krise, stellt Web 2.0-Instrumente vor und reflektiert kritisch das Vorgehen von BP im Golf von Mexiko.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Krisenkommunikation, Social Media, Unternehmensimage, Reputationsmanagement und Krisenprävention.
BP setzte anfangs verstärkt auf eigene Kanäle und versuchte, die Deutungshoheit zu behalten, geriet jedoch durch das bewusste Ausblenden kritischer Inhalte und Bildmanipulationen in eine schwere Vertrauenskrise.
Monitoring ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Stimmungen und Gefahrenpotenzialen im Netz, wodurch das Unternehmen in der Lage ist, proaktiv und nicht nur reaktiv zu agieren.
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