Diplomarbeit, 2003
68 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Spezifika betriebswirtschaftlicher Prozesse in einem Wohlfahrtsverband
2.1 Merkmalsausprägungen von Non Profit Organisationen, dargestellt am Beispiel des DRK Kreisverbandes Zwickau e.V.
2.1.1 Der Tätigkeitsbereich des Kreisverbandes und der gemeinnützigen GmbH
2.1.2 Die Leistungsempfänger des DRK Kreisverbandes Zwickau e.V und der gemeinnützigen GmbH
2.1.3 Abgrenzung der Rechtsform des eingetragenen Vereines und der gGmbH mit den damit verbundenen Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Handelns für den Kreisverband
2.2 Der Einsatz der Portfolioanalyse als eine mögliche Strategie zur langfristigen Sicherung der Erträge in Non Profit Organisationen
2.3 Einsatz eines effektiven Personalmanagements als Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in Wohlfahrtsverbänden
3 Die Notwendigkeit der Implementierung eines Controllingsystems in einem Wohlfahrtsverband
3.1 Ausgewählte betriebswirtschaftliche Instrumente, die zur erfolgreichen Steuerung von Non Profit Organisationen beitragen können
3.2 Die Budgetierung als Grundlage für eine wirtschaftliche Dienstleistungserbringung in Wohlfahrtsverbänden
3.3 Charakterisierung der wirtschaftlichen Situation des Kreisverbandes Zwickau mittels geeigneter Kennzahlen
4 Problembereiche bei der Integration von betriebswirtschaftlichen Prozessen in Non Profit Organisationen
4.1 Erläuterung der Zielkonflikte in einem Wohlfahrtsverband
4.2 Eine Möglichkeit der Einführung eines bereichsübergreifenden Qualitätsmanagementsystems in Non Profit Organisationen
4.2.1 Begründung für den Nutzen der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in Wohlfahrtsverbänden
4.2.2 Darstellung möglicher Probleme bei der Umsetzung des Systems in der Praxis
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente in Wohlfahrtsverbänden am Beispiel des DRK-Kreisverbandes Zwickau e.V., um angesichts zunehmender ökonomischer Herausforderungen im sozialen Sektor die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Die Notwendigkeit der Implementierung eines Controllingsystems in einem Wohlfahrtsverband
Mit dem Begriff des Controlling verbinden sich die verschiedensten Definitionen in der Literatur. Aufgrund der schon festgestellten Besonderheiten in NPO bedarf es einer Beschreibung, die Wohlfahrtsvereinen gerecht wird. Einen guten Erklärungsansatz dafür gibt SEUFERT, indem er ausführt:
„Unter Verbandscontrolling versteht man die Koordination im verbandlichen Führungssystem (Führungskoordination). Dieses besteht aus den Planungs-, Kontroll-, Informations-, Personalführungssystem, der Organisation und dem Basissystem der Verbandsführung, der Verbandskultur.“
Damit wird der Controllingansatz um die Eigenheiten der Organisation und der besonderen Verbandskultur erweitert. Mit dieser Feststellung wird deutlich, dass Controlling nicht identisch aus dem Bereich der Wirtschaft übernommen werden kann. Vielmehr müssen verbandspolitische Interessen und Erfordernisse nach Wirtschaftlichkeit zweckmäßig koordiniert werden. Unter Controllingsystem wird hier der mögliche Einsatz des betriebswirtschaftlichen Instrumentariums verstanden, der im Abschnitt 3.1 näher erläutert wird. In diesem Kapitel geht es um die Begründung der These des Autors, dass zukünftig auch in NPO ein solches Steuerungssystem notwendig ist.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den zunehmenden Wettbewerbsdruck auf Wohlfahrtsverbände und den daraus resultierenden Handlungsbedarf, ökonomische Steuerungsinstrumente zu implementieren.
2 Die Spezifika betriebswirtschaftlicher Prozesse in einem Wohlfahrtsverband: Dieses Kapitel arbeitet die Unterschiede zwischen Non-Profit-Organisationen und Profit-Unternehmen heraus und stellt die spezifischen Rahmenbedingungen des DRK-Kreisverbandes Zwickau e.V. vor.
3 Die Notwendigkeit der Implementierung eines Controllingsystems in einem Wohlfahrtsverband: Es wird begründet, warum soziale Organisationen zur Sicherung ihrer Existenz moderne Instrumente wie Portfolio-Analyse, Budgetierung und Kennzahlensysteme benötigen.
4 Problembereiche bei der Integration von betriebswirtschaftlichen Prozessen in Non Profit Organisationen: Hier werden Zielkonflikte, etwa zwischen ideeller Bedarfsdeckung und wirtschaftlicher Effizienz, sowie Herausforderungen bei der Einführung von Qualitätsmanagementsystemen analysiert.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine Professionalisierung durch Managementmethoden essentiell für die Zukunftsfähigkeit von Wohlfahrtsverbänden ist.
Wohlfahrtsverband, Non-Profit-Organisation, Controlling, Betriebswirtschaft, Personalmanagement, Qualitätsmanagement, DRK-Kreisverband Zwickau, Strategische Planung, Wettbewerbsfähigkeit, Gemeinnützigkeit, Budgetierung, Kennzahlen, Sozialwirtschaft, Prozessoptimierung, Unternehmensführung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Integration betriebswirtschaftlicher Prozesse und Steuerungsinstrumente in Wohlfahrtsverbänden, um deren Professionalisierung vor dem Hintergrund knapper werdender öffentlicher Mittel und eines steigenden Wettbewerbsdrucks zu fördern.
Die zentralen Themen umfassen die Spezifika von Non-Profit-Organisationen, den Einsatz von Controlling-Instrumenten, modernes Personalmanagement, Qualitätsmanagement und den Umgang mit Zielkonflikten zwischen ökonomischer Effizienz und sozialer Auftragsverpflichtung.
Das Hauptziel ist es, für den DRK-Kreisverband Zwickau e.V. Ansätze zu entwickeln, wie ein betriebswirtschaftliches Instrumentarium dazu beitragen kann, die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern und gleichzeitig das soziale Leitbild des Verbandes zu wahren.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Theorie von Non-Profit-Organisationen und verknüpft diese mit einer praxisorientierten Fallstudie beim DRK-Kreisverband Zwickau e.V., einschließlich interner Analysen und Erfahrungen aus der Projektarbeit.
Im Hauptteil werden spezifische Instrumente wie die Portfolio-Analyse, Budgetierung und Kennzahlensysteme auf ihre Anwendbarkeit in sozialen Organisationen geprüft und die Komplexität der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in der Praxis detailliert diskutiert.
Die wesentlichen Begriffe sind Wohlfahrtsverband, Controlling, Gemeinnützigkeit, Professionalisierung, Personalmanagement, Qualitätsmanagement (QMS) und Wettbewerbsfähigkeit im sozialen Sektor.
Während bei profitorientierten Unternehmen die Gewinnmaximierung dominiert, steht bei Wohlfahrtsverbänden die Bedarfsdeckung (ideelle Sachziele) als Primärziel im Vordergrund, wobei wirtschaftliches Handeln lediglich als notwendige Basis zur Erfüllung dieser Aufgaben dient.
Die Einführung ist komplex, da sie die Identifikation der Mitarbeiter erfordert, zeitliche und finanzielle Ressourcen bindet und bei den beteiligten Akteuren oft auf Widerstände stößt, wenn der Sinn der Professionalisierung nicht ausreichend vermittelt wird.
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