Magisterarbeit, 2011
73 Seiten, Note: 2,7
Die Arbeit analysiert die Konstruktion von Weiblichkeit in der Literatur der Wiener Moderne, insbesondere am Beispiel von Arthur Schnitzlers „Reigen“. Sie untersucht, wie die verschiedenen Figuren des Stückes, die durch sprachliche Interaktionen konstruiert werden, verschiedene Rollen und Geschlechtsidentitäten annehmen. Die Arbeit basiert auf Judith Butlers Theorie der Performativität, die besagt, dass Geschlecht nicht angeboren, sondern durch sprachliche und kulturelle Praktiken konstruiert wird.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den historischen und literarischen Kontext der Wiener Moderne sowie den Fokus auf die Konstruktion von Weiblichkeit und die Bedeutung des Werkes „Reigen“ für die Analyse einführt. Kapitel 2 bietet einen allgemeinen Überblick über die wichtigsten Merkmale und die Rezeption des Werkes von Schnitzler. Kapitel 3 widmet sich dem theoretischen Forschungsüberblick über die Konstruktion von Weiblichkeit, insbesondere durch Judith Butlers Performativitätstheorie. Kapitel 4, der Kern der Arbeit, untersucht „Reigen“ und analysiert die verschiedenen Weiblichkeitskonstruktionen, die durch die Figuren und ihre Dialoge entstehen. Der Fokus liegt dabei auf den verschiedenen Lebensmodellen und sozialen Milieus der weiblichen Figuren. Kapitel 4 zeigt, wie sprachliche Interaktionen und die Darstellung von Verhaltensmustern, Kleidercodes, gesellschaftlichen Normen und sexuellen Praktiken die Geschlechtsidentitäten der Figuren beeinflussen.
Weiblichkeit, Wiener Moderne, Arthur Schnitzler, Reigen, Performativität, Judith Butler, Geschlechterrollen, Sprachgebrauch, Gesellschaftliche Normen, Sexualität, Lebensmodelle, Soziales Milieu, Doppelmoral, Jahrhundertwende, Sprachliche Konstruktion.
Das Werk ist ein Einakterzyklus, der sexuelle Begegnungen über verschiedene soziale Schichten hinweg darstellt und dabei gesellschaftliche Normen der Wiener Moderne thematisiert.
Butler argumentiert, dass Geschlechtsidentität nicht angeboren ist, sondern durch sprachliche Äußerungen und kulturelle Handlungen immer wieder neu konstruiert wird.
Die Konstruktion erfolgt durch Diskurse der Sexualanthropologie, gesellschaftliche Machtmechanismen und spezifische Rollenzuweisungen wie das „Süße Mädel“ oder die „Dirne“.
Kleidercodes dienen als visuelle Zeichen für den sozialen Status und die geschlechtliche Identität der Figuren und unterstützen deren performative Rollen.
Es beschreibt den Widerspruch zwischen den strengen bürgerlichen Moralvorstellungen (besonders für Frauen) und der tatsächlich gelebten, oft freizügigen Sexualität der Zeit.
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