Masterarbeit, 2011
100 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Mobile Computing
2.2 Mobile Endgeräte
2.2.1 Klassifikation
2.2.2 Übertragungstechniken
2.2.3 Mobile Betriebssysteme
2.3 Weiterbildung im Unternehmen
2.3.1 Klassische Formen der Weiterbildung
2.3.2 Technische Unterstützung der Weiterbildung
2.3.2.1 Electronic Learning
2.3.2.2 Mobile Learning
3 Mobile Learning unter pädagogischer Perspektive
3.1 Bildungsarten der Medienpädagogik
3.1.1 Medienkunde
3.1.2 Medienerziehung
3.1.3 Mediendidaktik
3.2 Klassifikation und Anforderungen mobiler Lehr-Lern-Situationen
3.2.1 Virtueller Vortrag
3.2.2 Virtuelles Seminar
3.2.3 Selbstlernen
3.3 Pädagogische Anforderungen an Mobile Learning
3.3.1 Lernziele
3.3.2 Lerntheorien
3.3.3 Bedingungen des Lernens und Lehrens
4 Mobile Learning im Unternehmen
4.1 Rahmenbedingungen des Einsatzes mobiler Endgeräte und Anwendungen innerhalb des M-Learning
4.1.1 Limitationen mobiler Endgeräte
4.1.2 Heterogenität mobiler Endgeräte
4.1.3 Mobilität, Einsatzort und -zeit mobiler Endgeräte
4.1.4 Wirtschaftlichkeit mobiler (Lern-)Anwendungen
4.2 Analyse des Einsatzes mobiler Endgeräte und Anwendungen im M-Learning
4.2.1 Kompetenzerwerb als Hauptziel des M-Learning
4.2.2 Analyse des Einsatzes mobiler Endgeräte und Anwendungen in mobilen Lehr-Lern-Situationen
4.2.2.1 Einsatz im mobilen virtuellen Vortrag
4.2.2.2 Einsatz im mobilen virtuellen Seminar
4.2.2.3 Einsatz mobiler Endgeräte beim Selbstlernen
4.2.3 Güte der Umsetzung
4.3 Zusammenfassung der Analyse
5 State of the Art
5.1 Mobile Learning – Prozessbezogenes Informieren und Lernen in wechselnden Arbeitsumgebungen
5.1.1 Verbundpartner und ihre Teilprojekte
5.1.1.1 Teilprojekt „Daimler AG“
5.1.1.2 Teilprojekt „IAG“
5.1.1.3 Teilprojekt „handylearn“
5.1.2 Projektablauf
5.1.3 Zusammenfassung der Projektergebnisse
5.1.4 Einordnung der Teilprojekte in mediendidaktische Lehr-Lern-Situationen
5.2 MOBIlearn Projekt
5.2.1 Beschreibung der Teilprojekte
5.2.1.1 Teilprojekt „Museum“
5.2.1.2 Teilprojekt „First Aid“
5.2.2 Projektablauf
5.2.3 Zusammenfassung der Projektergebnisse
5.2.4 Einordnung der Teilprojekte in mediendidaktische Lehr-Lern-Situationen
5.3 Stand der Literatur
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Anforderungen von Mobile Learning innerhalb der innerbetrieblichen Weiterbildung. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die effektive und effiziente Implementierung mobiler Lernkonzepte unter Berücksichtigung pädagogischer Rahmenbedingungen sowie der Analyse bestehender Praxisansätze.
4.1.1 Limitationen mobiler Endgeräte
Mobile Endgeräte weisen Limitationen sowohl im Bereich der Eingabe, der Verarbeitung, als auch der Ausgabe, und damit im gesamten Grundschema der Datenverarbeitung (EVA-Prinzip), auf (vgl. Ernst 2008, S. 11f).
Nur wenige mobile Endgeräte verfügen über eine alphanumerische Tastatur (QWERTZ-Tastatur), wie sie bei stationären Endgeräten zu finden ist (vgl. Bieh 2008, S. 25f). Dies schränkt zusätzlich zum kleineren Bildschirm die Bedienbarkeit der Endgeräte ein. Endgeräte, die mit Touchscreen ausgestattet sind, verfügen zwar oft über eine digitale QWERTZ-Bildschirmtastatur, jedoch ist die gleichzeitige Betrachtung von Dokumenten und die Nutzung der Bildschirmtastatur nur auf Endgeräten komfortabel möglich, die ein entsprechend großes Display aufweisen.
Wie bereits in Kapitel 2.2 erwähnt, weisen mobile Endgeräte einen geringen Speicherplatz und eine geringe Rechenleistung auf und sind durch ihre begrenzte Akkumulatorkapazität eingeschränkt. Dadurch können aufwendige und besonders rechenintensive Anwendungen nicht in der Form genutzt werden, wie sie bspw. im E-Learning an stationären Desktoprechnern ausgeführt werden. Ein Lösungsvorschlag für diese Einschränkungen, der durch Christmann & Hagenhoff (2010) erarbeitet wurde, sieht eine Verlagerung von Speicher- und Rechenvorgängen auf stationäre Rechner über Webbasierte Anwendungen vor (Christmann & Hagenhoff 2010, S. 12).
Mobile Endgeräte verfügen zwar über unterschiedliche Möglichkeiten der Datenübertragung, jedoch ist die mögliche Bandbreite im Vergleich zu Standardcomputern bislang relativ gering (vgl. Kapitel 2.2.2). Dadurch erfordert der Download von Dokumenten oder der Lernanwendung selbst ggf. einen erhöhten Zeitaufwand bei unterbrechungsfreier Datenübertragung. Funkverbindungen sind zudem latent und können in der Konnektivität schwanken (vgl. Christmann et al. 2010, S. 3; Pham 2002, S. 4ff). Gerade wenn M-Learning über Webanwendungen oder über lokale Anwendungen mit dauerhaft erforderlicher Datenverbindung realisiert wird, „muss über eine gut gewählte Softwarearchitektur und eine entsprechende Programmierung, beispielsweise über Zwischenspeicherung“ (Christmann & Hagenhoff 2010) der schwankenden Funkverbindung entgegengewirkt werden, sodass es zu keinen Verarbeitungsfehlern oder Programmabbrüchen kommt.
1 Einleitung: Definition der Problematik und Vorstellung der Forschungsfragen zur Integration von Mobile Learning in die betriebliche Weiterbildung.
2 Grundlagen: Einführung in Mobile Computing, mobile Hardware-Klassifikationen und die Strukturen der unternehmensinternen Weiterbildung.
3 Mobile Learning unter pädagogischer Perspektive: Einordnung von M-Learning in die Mediendidaktik sowie Analyse von Lehr-Lern-Situationen und pädagogischen Rahmenbedingungen.
4 Mobile Learning im Unternehmen: Untersuchung der technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen sowie Analyse des Einsatzes mobiler Endgeräte in spezifischen Lehr-Lern-Szenarien.
5 State of the Art: Vorstellung aktueller Forschungsprojekte (BMBF-Projekt, MOBIlearn) und Einordnung in den wissenschaftlichen Literaturstand.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf die künftige Entwicklung von M-Learning in Unternehmen.
Mobile Learning, M-Learning, betriebliche Weiterbildung, mobile Endgeräte, Kompetenzerwerb, Medienpädagogik, Mediendidaktik, Lehr-Lern-Situationen, Mobile Computing, E-Learning, Personalführung, Wissensmanagement, Lernziele, Lerntheorien, Usability.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Mobile Learning, also dem Lernen mit mobilen Endgeräten, in die unternehmensinterne Weiterbildung von Mitarbeitern.
Die Untersuchung umfasst die technologischen Voraussetzungen (Geräte, Übertragungstechniken), die pädagogische Einbettung (Didaktik, Lerntheorien) sowie die ökonomischen Aspekte und Praxisbeispiele aus laufenden Forschungsprojekten.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Mobile Learning effektiv und effizient im Unternehmen eingesetzt werden kann, und welche Ansätze bereits in der aktuellen Praxis existieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer systematischen Untersuchung der pädagogischen Lehr-Lern-Situationen, kombiniert mit der Analyse von Fallbeispielen aus realen Forschungsprojekten wie dem BMBF-Projekt und MOBIlearn.
Der Hauptteil analysiert die Limitationen und Potenziale mobiler Endgeräte, klassifiziert Lehr-Lern-Situationen wie virtuelle Vorträge oder Seminare und bewertet deren Tauglichkeit für die Vermittlung von Fach- und Sozialkompetenzen.
Die Kernbegriffe sind Mobile Learning, betriebliche Weiterbildung, Kompetenzerwerb, Mediendidaktik und die Analyse von mobilen Lehr-Lern-Situationen.
Im Gegensatz zum rein darstellenden "virtuellen Vortrag" ermöglicht das virtuelle Seminar durch Kommunikation und Interaktion zwischen den Teilnehmern auch den Erwerb von affektiven Lernzielen wie Sozial- und Selbstkompetenz.
Je höher der Individualisierungsgrad einer Lernanwendung ist, desto höher sind in der Regel die Kosten. Individualsoftware bietet jedoch eine bessere Passung zu den spezifischen Lernanforderungen des Unternehmens im Vergleich zu günstigerer Standardsoftware.
Die Vielfalt der Betriebssysteme und Geräte führt dazu, dass Lernanwendungen oft spezifisch angepasst oder für unterschiedliche Plattformen entwickelt werden müssen, was die Kosten und den Implementierungsaufwand für Unternehmen erhöht.
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