Bachelorarbeit, 2011
58 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 DIE PFLEGEÜBERGABE
2.1 Erläuterung des Begriffs Pflegeübergabe
2.2 Die Pflegeübergabe als Gespräch?
2.3 Die Mittagsübergabe
3 DAS WISSENSCHAFTLICHE PRAXISPROJEKT ZUR PFLEGEÜBERGABE UND ANSCHLIEßENDE INTERVIEWS
3.1 Das WPP im Klinikum XY
3.2 Die teilnehmende Beobachtung
3.3 Die Mitarbeiterbefragung
3.4 Offene Interviews
4 ERGEBNISSE ZU DEN BESONDEREN BEDINGUNGEN DER PFLEGEÜBERGABE UND STÖRUNGEN
4.1 Umfeld und Bedingungen der Pflegeübergabe
4.1.1 Belegungslisten als Instrument für die Pflegeübergabe
4.1.2 Ort der Pflegeübergabe
4.1.3 Größe der Übergaberäume und Teilnehmeranzahl
4.1.4 Zeitrahmen und Dauer der Pflegeübergabe
4.2 Störungen der Pflegeübergabe
5 STRUKTUR, BESTANDTEILE UND AUFGABE DER PFLEGEÜBERGABE
6 BEDEUTUNG DER PFLEGEÜBERGABE FÜR DIE MITARBEITER
7 DIE INTERDISZIPLINÄRE PFLEGEÜBERGABE
8 HANDLUNGSEMPFEHLUNG FÜR PFLEGEÜBERGABEN
8.1 Umfeld und Ort der Pflegeübergabe
8.2 Instrument der Pflegeübergabe
8.3 Teilnehmer der Übergabe und Platzangebot
8.4 Inhalt und Form der Pflegeübergabe
8.5 Störung der Pflegeübergabe
9 FAZIT
Die vorliegende Arbeit analysiert den Ablauf, die Struktur und die Funktion von Pflegeübergaben im Akutkrankenhaus, mit einem spezifischen Fokus auf die Mittagsübergabe. Ziel ist es, den Nutzen und die Bedeutung der Übergabe für das Personal zu untersuchen sowie Empfehlungen zur Optimierung unter Berücksichtigung von Störfaktoren und Mitarbeiterbedürfnissen abzuleiten.
4.1.2 Ort der Pflegeübergabe
Der Ort der Pflegeübergabe ist meistens das Dienst- oder Arbeitszimmer des Pflegepersonals (vgl. Walther 1997: 16). Im Klinikum XY fanden alle 30 teilnehmend beobachteten Übergaben jedoch im Aufenthaltsraum der Mitarbeiter statt, um zum einen ungestörter zu sein und zum anderen im Dienstzimmer kein Platz für eine Pflegeübergabe war. Dieser Aufenthaltsraum ist ein Raum, meist zentral auf der Station gelegen und an das Dienstzimmer direkt angeschlossen. Auf einer Station, auf der das Wissenschaftliche Praxisprojekt durchgeführt wurde, war der Aufenthaltsraum auch gleichzeitig die Stationsküche, in der Nahrung für Patienten teilweise zubereitet und bereitgestellt wurde. Auf einer anderen war der Raum abgetrennt, jedoch mit direktem Zugang zur Stationsküche. Lediglich auf einer Station war ein komplett separater Raum nur für die Mitarbeiter vorhanden, in dem die Übergabe stattfand. Diese Station ist jedoch baulich deutlich neuer als die anderen beiden, so dass die räumliche Unzulänglichkeit auf die bauliche Aktualität der 1960er Jahre zurückzuführen ist (vgl. WPP Wegener 2010: 8-10).
Obwohl alle teilnehmend beobachteten Übergaben in Räumlichkeiten stattfanden, in denen das Pflegepersonal auch seine Pausen abhält, herrschte auf allen drei Stationen keine Pausenatmosphäre während der Pflegeübergabe. Die Mitarbeiter nahmen zwar während der Pflegeübergabe Getränke und teilweise auch Gebäck, wie z.B. Kekse zu sich, dennoch herrschte eine Arbeitsatmosphäre und die Mitarbeiter waren konzentriert (vgl. WPP Wegener 2010: 18, 19, Anhang).
1 EINLEITUNG: Definiert das Ziel der Arbeit, die Pflegeübergabe im Akutkrankenhaus zu analysieren und auf Basis von Praxisdaten zu optimieren.
2 DIE PFLEGEÜBERGABE: Analysiert den Begriff und die Funktion der Pflegeübergabe sowie deren Charakter als Berichtsform statt als reinem Gespräch.
3 DAS WISSENSCHAFTLICHE PRAXISPROJEKT ZUR PFLEGEÜBERGABE UND ANSCHLIEßENDE INTERVIEWS: Erläutert die methodische Datenerhebung mittels teilnehmender Beobachtung, Mitarbeiterbefragung und Experteninterviews im Klinikum XY.
4 ERGEBNISSE ZU DEN BESONDEREN BEDINGUNGEN DER PFLEGEÜBERGABE UND STÖRUNGEN: Detaillierte Darstellung der räumlichen Bedingungen, der Bedeutung von Belegungslisten sowie der Analyse aktiver und passiver Störfaktoren.
5 STRUKTUR, BESTANDTEILE UND AUFGABE DER PFLEGEÜBERGABE: Identifiziert die drei Hauptbestandteile: Informationsweitergabe, Psychohygiene und Besprechung organisatorischer Belange.
6 BEDEUTUNG DER PFLEGEÜBERGABE FÜR DIE MITARBEITER: Beleuchtet die subjektive Wahrnehmung der Übergabe durch das Pflegepersonal, wobei die Informationsweitergabe als primärer Nutzen identifiziert wurde.
7 DIE INTERDISZIPLINÄRE PFLEGEÜBERGABE: Bewertet die Vor- und Nachteile einer arzt- oder fachgruppenübergreifenden Übergabe unter Einbeziehung von Sichtweisen verschiedener Stationen.
8 HANDLUNGSEMPFEHLUNG FÜR PFLEGEÜBERGABEN: Gibt konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der räumlichen Situation, der Instrumente und zur Minimierung von Störungen.
9 FAZIT: Fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Rahmenregelungen, um die Qualität und Konzentration der Übergabe zu sichern.
Pflegeübergabe, Akutkrankenhaus, Mittagsübergabe, Informationsweitergabe, Psychohygiene, Arbeitsorganisation, Störfaktoren, Mitarbeiterbefragung, teilnehmende Beobachtung, Klinikum XY, Bereichspflege, interdisziplinäre Übergabe, Klinikmanagement, Patientenversorgung, Pflegequalität
Die Arbeit analysiert die Praxis der Pflegeübergabe im Akutkrankenhaus, insbesondere am Beispiel der Mittagsübergabe, um deren Ablauf, Struktur und Bedeutung für das beteiligte Personal zu untersuchen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Informationsweitergabe, die Rolle der Psychohygiene, die Bedeutung organisatorischer Absprachen sowie die Auswirkungen von Störungen auf den Übergabeprozess.
Das Ziel besteht darin, den Ist-Zustand von Pflegeübergaben empirisch zu erfassen und auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Prozesse zu formulieren.
Der Autor nutzt einen Methodenmix, bestehend aus aktueller Literaturrecherche, teilnehmender Beobachtung von 30 Pflegeübergaben, einer anonymen schriftlichen Mitarbeiterbefragung sowie offenen Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorgehensweise, die Analyse von Umfeld und Störfaktoren (z.B. Telefon, Patientenruf), die inhaltliche Struktur der Übergabe (Informationsweitergabe, Psychohygiene) und die Bedeutung für das Personal.
Wichtige Begriffe sind Pflegeübergabe, Mittagsübergabe, Psychohygiene, Störfaktoren, Informationsweitergabe, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Praxisprojekt.
Störungen durch Telefon oder Patientenruf mindern die Konzentration und Qualität der Informationsweitergabe. Der Autor stellt fest, dass durch organisatorische Maßnahmen, wie das Besetzen des Dienstzimmers durch qualifiziertes Personal, ein Großteil dieser Störungen vermieden werden könnte.
Die Psychohygiene dient dem Personal dazu, arbeitsbedingte Belastungen abzubauen, Probleme zu reflektieren und die Gruppendynamik zu stärken, was laut den Ergebnissen des Autors einen festen Platz im Übergaberhythmus eingenommen hat.
Die Bewertung ist ambivalent: Während die Teilnahme als sinnvoll erachtet wird, um den Informationsfluss zu verbessern, stellt sie im aktuellen Setting oft einen Störfaktor dar, da sie die Konzentration unterbricht oder als „lästiger Zwang“ empfunden wird.
Belegungslisten dienen als strukturelles Instrument, das die Basisinformationen liefert, sodass sich das Personal auf aktuelle Änderungen konzentrieren kann; Voraussetzung ist jedoch deren konsequente und fehlerfreie Aktualisierung.
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