Diplomarbeit, 2000
56 Seiten, Note: 1
1. Begründung der Themenwahl
2. Überlegungen zur kontrastiven Linguistik
3. Allgemeine Betrachtungen zum Gegenstand der Morphologie
3.1. Wortklassen im Deutschen und im Englischen
3.2. Grammatische Kategorien im Deutschen und im Englischen
3.3. Grammatische Mittel/Morpheme im Deutschen und Englischen
4. Das Verb
4.1. Allgemeines
4.2. Klassen und Kategorien der Verben
4.2.1. Morphologische Aspekte
4.2.1.1. Verbklassen und Flexionstypen
4.2.1.2. Grammatische Kategorien des Verbs
4.2.1.2.1. Tempus
4.2.1.2.2. Modus
4.2.1.2.3. Genus
4.2.2. Sematische Aspekte
4.2.2.1. Sematische Kategorien des Verbs
4.2.2.2. Aktionsarten und Aspekte des Verbs
4.2.2.3. Modalverben und Funktionsverben
5. Flexion (Konjugation)
5.1. Finite Formen
6. Die Modi
6.1. Allgemeines
6.2. Paradigmatisch – potentielle Modusbedeutung
6.2.1. Der Indikativ
6.2.2. Der Konjunktiv
6.2.3. Der Imperativ
6.3. Syntagmatisch – aktuelle Modusbedeutung
6.3.1. Der Indikativ
6.3.2. Der Konjunktiv
6.3.2.1. Gebrauchstypen der Konjunktive
6.3.2.2. Obligatorisch – fakultativer Gebrauch
6.3.3. Der Imperativ
7. Modale Bedeutungskomplexe
8. Schlussfolgerungen
Ziel der Arbeit ist es, die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen dem deutschen und dem englischen Verbalsystem kontrastiv zu untersuchen, wobei das Verb als zentrales, satzorganisierendes Element im Mittelpunkt steht. Dabei werden morphologische, semantische und syntaktische Charakteristika der Verbformen einander gegenübergestellt, um eine Übersicht zu bieten, die insbesondere beim Lernen der jeweils anderen Sprache als Zweitsprache unterstützen soll.
4.2.1.1. Verbklassen und Flexionstypen
Ulrich Engel (Engel, 1991. S405 ff) unterscheidet in der deutschen Grammatik folgende Verbklassen:
1. Nach der Perfektbildung: Zu allen deutschen Verben lassen sich Perfektkomplexe bilden, in den das Auxillarverb ‚haben’ oder ‚sein’ zum Partizip II des Hauptverbs tritt:
Oskar hat geschrieben.
Gerhard ist eingeschlafen.
Die meisten Verben, alle passivfähige und alle obligatorisch reflexive Verben, nicht passivfähige Verben mit Akkusativergänzung, Verben ohne Subjekt, Modalverben und durative Verben bilden das Perfekt mit dem Auxillarverb ‚haben’:
Wir haben die sichere Methode verwendet.
Diana hat sich über das Geschenk gefreut.
Er hat ein Fahrrad bekommen.
Es hat gestern stark geregnet.
Sie hat gestern die Arbeit abgeben wollen.
Das Kind hat die ganze Nacht geweint.
Das Perfekt mit ‚sein’ bilden vor allem die nicht passivfähigen Verben, soweit sie perfektiv, nicht passivfähige Richtungsverben und Verben der Befindlichkeit des Werdens sind:
Gerlinde ist aufgewacht.
Gerta ist nach Hermannstadt gefahren.
Sie ist anders geworden nach dem Erlebnis.
1. Begründung der Themenwahl: Die Autorin erläutert die Motivation für den kontrastiven Vergleich des deutschen und englischen Verbalsystems vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung des Englischen als internationale Verkehrssprache.
2. Überlegungen zur kontrastiven Linguistik: Dieses Kapitel definiert die Aufgaben und Ziele der kontrastiven Linguistik beim systematischen Vergleich von Sprachen und der Analyse von Interferenzphänomenen beim Fremdsprachenerwerb.
3. Allgemeine Betrachtungen zum Gegenstand der Morphologie: Es werden die theoretischen Grundlagen der Morphologie als Lehre von den kleinsten bedeutungstragenden Einheiten (Morphemen) und deren Kombinationsregeln gelegt.
3.1. Wortklassen im Deutschen und im Englischen: Dieses Kapitel behandelt die Definition und Einteilung von Wortarten basierend auf semantischen, morphologischen und syntaktischen Kriterien in beiden Sprachen.
3.2. Grammatische Kategorien im Deutschen und Englischen: Hier werden die flektierenden Wortarten hinsichtlich ihrer überlappenden Merkmale, wie Numerus, Person, Genus und Tempus, analysiert.
3.3. Grammatische Morpheme im Deutschen und Englischen: Es wird die Funktion und der Bestand grammatischer Morpheme in Flexion und Derivation innerhalb der deutschen und englischen Wortstruktur untersucht.
4. Das Verb: Die Einleitung in die Verbkategorie beschreibt das Verb als zentrale Kraft des Satzes und erläutert dessen Konjugation sowie die Einbettung in Prozesse der objektiven Realität.
4.1. Allgemeines: Dieser Abschnitt bietet grundlegende Definitionen zum Verb als Ausdruck von Handlungen, Tätigkeiten und Prozessen.
4.2. Klassen und Kategorien der Verben: Detaillierte Betrachtung der Einteilung von Verben nach morphologischen, semantischen und syntaktischen Gesichtspunkten.
4.2.1. Morphologische Aspekte: Untersuchung der logisch-grammatischen und kommunikativ-grammatischen Kategorien, die in der Struktur des Verbs vereint sind.
4.2.1.1. Verbklassen und Flexionstypen: Einordnung deutscher und englischer Verben in Klassen basierend auf Perfektbildung, Passivfähigkeit und Reflexivität.
4.2.1.2. Grammatische Kategorien des Verbs: Analyse der spezifischen Kategorien Tempus, Modus, Genus verbi und Aspekt.
4.2.1.2.1. Tempus: Erklärung der formalen Tempuskategorien und deren Leistung zur zeitlichen Einbettung von Sachverhalten.
4.2.1.2.2. Modus: Diskussion des Modus als wichtigstem Mittel des Verbs zum Ausdruck der Modalität und subjektiven Haltung des Sprechers.
4.2.1.2.3. Genus: Analyse der Genusformen Aktiv und Passiv als unterschiedliche Sehweisen auf ein Geschehen.
4.2.2. Sematische Aspekte: Einteilung der Verben nach ihrer lexikalischen Grundbedeutung, wie Tätigkeits-, Vorgangs- oder Zustandsverben.
4.2.2.1. Sematische Kategorien des Verbs: Vertiefende Untersuchung der semantischen Klassifizierung von Verben.
4.2.2.2. Aktionsarten und Aspekte des Verbs: Definition von Aktionsart und Aspekt als Kategorien, die den Ablauf eines Geschehens charakterisieren.
4.2.2.3. Modalverben und Funktionsverben: Betrachtung der Modal- und Funktionsverben sowie deren Beitrag zur Modalisierung von Sätzen.
5. Flexion (Konjugation): Übersicht über die Gliederung der Konjugationsformen in regelmäßige und unregelmäßige Bildungsweisen.
5.1. Finite Formen: Erläuterung der finiten Verbform als Träger der grammatischen Merkmale Person, Numerus, Modus, Tempus und Genus verbi.
6. Die Modi: Umfassende Behandlung des Modus als sprachliche Kategorie zur Einschätzung der Geltung einer Äußerung.
6.1. Allgemeines: Einleitung in die kommunikative Funktion des Modus.
6.2. Paradigmatisch – potentielle Modusbedeutung: Analyse der Modi Indikativ, Konjunktiv und Imperativ in ihrer paradigmatischen Struktur.
6.2.1. Der Indikativ: Beschreibung des Indikativs als neutralen Modus zur Kennzeichnung der Wirklichkeit.
6.2.2. Der Konjunktiv: Detaillierte Untersuchung des Konjunktivs I und II in ihrer Funktion zur Distanzierung oder zur Markierung nicht realer Sachverhalte.
6.2.3. Der Imperativ: Analyse des Imperativs als Mittel zur Äußerung einer Aufforderung.
6.3. Syntagmatisch – aktuelle Modusbedeutung: Betrachtung der Gebrauchsvarianten der Modi in syntagmatischen Kontexten.
6.3.1. Der Indikativ: Untersuchung der verschiedenen Gebrauchsmöglichkeiten des Indikativs im tatsächlichen Sprachgebrauch.
6.3.2. Der Konjunktiv: Analyse der Verwendung des Konjunktivs insbesondere in der indirekten Rede und hypothetischen Sätzen.
6.3.2.1. Gebrauchstypen der Konjunktive: Differenzierung der Konjunktivverwendung nach Strukturtypen wie indirekter Rede oder Konditionalgefügen.
6.3.2.2. Obligatorisch – fakultativer Gebrauch: Diskussion der Verbindlichkeit der Konjunktivwahl in unterschiedlichen syntaktischen Umgebungen.
6.3.3. Der Imperativ: Untersuchung der Nuancen und Bedeutungen, die mit dem Imperativ in der direkten Kommunikation ausgedrückt werden können.
7. Modale Bedeutungskomplexe: Zusammenfassende Darstellung der vielfältigen sprachlichen Mittel zur Deckung des Modalfeldes neben den rein morphologischen Modi.
8. Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse, die trotz gemeinsamer germanischer Herkunft die unterschiedliche Entwicklung des deutschen und englischen Verbalsystems hervorhebt.
Verb, Morphologie, kontrastive Linguistik, Konjugation, Tempus, Modus, Indikativ, Konjunktiv, Imperativ, Genus verbi, Aspekt, Aktionsart, Modalverben, Funktionsverben, Interferenz.
Die Arbeit bietet eine kontrastive Untersuchung des deutschen und englischen Verbalsystems. Ziel ist es, Ähnlichkeiten und Unterschiede in der morphologischen, semantischen und syntaktischen Struktur der Verben beider Sprachen systematisch gegenüberzustellen.
Zentrale Themen sind die Flexion (Konjugation), die grammatischen Kategorien des Verbs (Tempus, Modus, Genus, Aspekt), die Klassifizierung von Verben nach Aktionsarten sowie die verschiedenen Mittel zur Ausdrucksform von Modalität.
Das Ziel ist eine Übersicht über die Ähnlichkeiten und Unterschiede der zwei germanischen Sprachen zu bieten, um den Fremdsprachenerwerb zu unterstützen und ein tieferes Verständnis für die satzorganisierende Kraft des Verbs in beiden Sprachen zu schaffen.
Die Arbeit nutzt die Methode der kontrastiven Linguistik. Dabei werden das Deutsche und das Englische auf verschiedenen sprachlichen Ebenen systematisch unter Verwendung eines einheitlichen grammatischen Modells miteinander verglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die morphologische Struktur des Verbs, die Flexionstypen, die spezifischen grammatischen Kategorien (Tempus, Modus, Genus verbi) und die semantische Klassifizierung von Verben (Aktionsarten) sowie die Verwendung von Modal- und Funktionsverben.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verb, Morphologie, kontrastive Linguistik, Konjugation, Tempus, Modus und Modalität charakterisiert.
Während das Englische eine weitgehend analytische Sprache mit wenigen Endungen ist, befindet sich das Deutsche im Prozess des Übergangs von einem synthetischen zu einem analytischen System. Das Englische zeigt eine stärkere Tendenz zur Regelmäßigkeit, während das Deutsche eine differenziertere Flexion (z.B. bei der starken Konjugation) aufweist.
Die Arbeit stellt fest, dass das modale System im Deutschen stärker durch morphologische Verbformen (Indikativ, Konjunktiv I/II, Imperativ) charakterisiert ist, während die Kategorie Modus im Englischen aus Sicht der Verbformen schwächer gekennzeichnet ist und häufig durch Konstruktionen mit Modalverben (subjonctive, conditional) ersetzt wird.
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