Magisterarbeit, 1997
229 Seiten, Note: 1
Die Arbeit befasst sich mit der französischen Sicherheitspolitik während der Präsidentschaft von François Mitterrand im Spannungsfeld zwischen der NATO und der WEU. Sie verfolgt das Ziel, die Entwicklung der französischen Sicherheitspolitik in diesem Zeitraum zu analysieren und die Rolle Frankreichs im europäischen Sicherheitsgefüge zu beleuchten.
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise der Arbeit dar. Kapitel 1 befasst sich mit der Abgrenzung zwischen Sicherheitspolitik und Verteidigungspolitik. Kapitel 2 analysiert die Grundlagen der französischen Sicherheitspolitik in der V. Republik, insbesondere die Politik von Charles de Gaulle. Kapitel 3 gibt einen kurzen Überblick über die Sicherheitspolitik der Präsidenten Pompidou und Giscard d'Estaing. Kapitel 4 behandelt die Wandlungen im strategischen Denken der französischen Linken vor Mitterrands Wahl. Kapitel 5 analysiert die Sicherheitspolitik Frankreichs im ersten Septennat Mitterrands, einschließlich seiner Beziehungen zur NATO und der WEU sowie der deutsch-französischen Kooperation. Das Kapitel 6 befasst sich mit der Sicherheitspolitik Frankreichs im zweiten Septennat Mitterrands, insbesondere im Kontext der deutschen Wiedervereinigung und der Veränderungen in der europäischen Sicherheitsarchitektur.
Französische Sicherheitspolitik, NATO, WEU, François Mitterrand, Europäische Sicherheitspolitik, Deutsch-französische Kooperation, Nuklearstreitkräfte.
De Gaulle etablierte die Sicherheitspolitik als „Domaine réservé“ des Staatspräsidenten und setzte auf nationale Souveränität, was 1966 zum Austritt aus der militärischen Integration der NATO führte.
Die nukleare Abschreckung blieb ein zentraler Pfeiler französischer Unabhängigkeit, wurde jedoch unter Mitterrand durch Modernisierungsprogramme und Überlegungen zu einer europäischen Doktrin ergänzt.
Die Aufwertung der Westeuropäischen Union (WEU) sollte als Grundlage für einen „europäischen Pfeiler“ der NATO dienen und die europäische Verteidigungsautonomie stärken.
Unter Mitterrand wurde die Zusammenarbeit intensiviert, unter anderem durch den Élysée-Vertrag, gemeinsame Manöver und die Gründung des deutsch-französischen Verteidigungsrats.
Die Wiedervereinigung erforderte eine Neuausrichtung der europäischen Sicherheitsarchitektur und verstärkte Mitterrands Bemühungen um eine europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.
Frankreich stand der „Strategic Defense Initiative“ (SDI) kritisch gegenüber, da sie die Wirksamkeit der eigenen nuklearen Abschreckung infrage zu stellen drohte.
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