Bachelorarbeit, 2011
56 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Alzheimer Erkrankung
1.1.1 Epidemiologie und Pathologie
1.1.2 Genetische Risikofaktoren
1.1.3 Histopathologie und Amyloid-Hypothese
1.2 Amyloid Precursor Protein
1.2.1 Prozessierung und intrazellulärer Transport von APP
1.3 PICALM
1.3.1 Expressionsmuster und zelluläre Lokalisation von PICALM
1.3.2 Assoziation von PICALM mit AD
1.4 Zielsetzung
2 Material und Methoden
2.1 Material
2.1.1 Zelllinien
2.1.2 Bakterienstämme
2.1.3 Kulturmedien
2.1.4 Antibiotika
2.1.5 DNA-Vektoren
2.1.6 Oligonukleotide
2.1.7 Labormaterialien und –chemikalien
2.1.8 Puffer
2.1.9 Kits
2.1.10 Antikörper
2.1.11 DNA- und Proteinstandards
2.1.12 Enzyme
2.1.13 Geräte
2.1.14 Software
2.2 Methoden
2.2.1 Zellkulturmethoden
2.2.2 Proteinmethoden
2.2.3 DNA-Methoden und Klonierung
3 Ergebnisse
3.1 Klonierung und Überexpression von PICALM
3.1.1 Expressionstest C-terminal getagter PICALM-Konstrukte
3.1.2 Klonierung von PICALM
3.1.3 Toxizitätsvergleich N- und C-terminal getagter Konstrukte
3.2 Interaktionstudien von PICALM mit APP
3.2.1 Einfluss der PICALM Überexpression auf endogene APP-Level
3.2.2 Einfluss der APP Überexpression auf endogene PICALM-Level
3.3 Fluoreszenzmikroskopie
3.3.1 Zelluläre Lokalisation von PICALM
3.3.2 Untersuchung möglicher Kolokalisation von PICALM und APP
4 Diskussion
4.1 Verwendete Zelllinien
4.2 Klonierung und Überexpression von PICALM
4.3 Interaktionstudien von PICALM mit APP
4.4 Fluoreszenzmikroskopie
4.4.1 Zelluläre Lokalisation von PICALM
4.4.2 Kolokalisationsstudien von PICALM und APP
5 Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der molekularen Interaktion zwischen PICALM und dem Amyloid Precursor Protein (APP) im Kontext der Alzheimer-Krankheit. Die Forschungsarbeit geht dabei der Hypothese nach, ob die bei der Alzheimer-Erkrankung als genetischer Risikofaktor identifizierten PICALM-Varianten die APP-Prozessierung oder deren zellulären Transport beeinflussen.
3.2.1 Einfluss der PICALM Überexpression auf endogene APP-Level
Um einer mögliche Interaktion zwischen PICALM und APP nachzugehen wurde zunächst der Einfluss zunehmender Mengen an PICALM auf die endogenen APP-Level untersucht. Dafür wurden HEK-Zellen mit 1,0 μg bis 3,0 μg GFP-PICALM transfiziert, wobei die DNA-Mengen jeweils um 0,5 μg gesteigert wurden. Als Kontrolle wurden 1,0 μg GFP-myc verwendet. Die Zelllysate wurden im Western Blot aufgetragen (Abb. 10).
Über den anti-CALM- und anti-GFP-AK wurde zunächst die erfolgreiche Erstellung der Konzentrationsreihe von GFP-PICALM auch auf Proteinebene nachgewiesen (Abb. 10), was Voraussetzung dieses Experiments war. Speziell der anti-APP-AK, der den C-Terminus des Proteins erkennt, zeigt deutlich, dass die endogenen Level beider APP Isoformen (ca. 100 kDa und 120 kDa, dritte Isoform nicht unterscheidbar) mit zunehmenden Mengen GFP-PICALM abnehmen. Die Pixel-basierte Quantifizierung des Western Blots in Abbildung 11A verdeutlicht dies zusätzlich; hier ist auch eine Abnahme der APP-Menge bei bereits 1,0 μg GFP-PICALM gegenüber der Kontrolle in gleicher Konzentration zu erkennen. Dieses Ergebnis konnte so repliziert werden (N=2), auch von unabhängiger Seite.
Außerdem wurden vor der Zelllyse die Medien gesammelt und bei -20°C eingefroren, um später eventuell mögliche Veränderungen in der APP-Prozessierung über die sAPPα/β- bzw. Aβ-Konzentrationen im Überstand über einen ELISA-Assay bestimmen zu können.
1 Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Epidemiologie und Pathologie der Alzheimer-Krankheit, beschreibt die Amyloid-Hypothese, die Funktionen des Amyloid Precursor Proteins (APP) sowie die Rolle von PICALM als Clathrin-Adaptorprotein.
2 Material und Methoden: Hier werden die verwendeten Zelllinien (N2A, HEK), die molekularbiologischen Methoden zur Klonierung, Transfektion, Proteinanalytik (Western Blot, ICC) sowie die verwendeten Puffer, Antikörper und Geräte detailliert aufgelistet.
3 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die erfolgreiche Klonierung von PICALM-Konstrukten, zeigen, dass eine Überexpression von PICALM zu einer Reduktion endogener APP-Level führt, und untersuchen die zelluläre Lokalisation mittels Fluoreszenzmikroskopie.
4 Diskussion: In diesem Teil werden die Resultate kritisch bewertet, wobei insbesondere der einseitige Effekt von PICALM auf APP und die möglichen Auswirkungen auf den endocytotischen Transport des Proteins im Kontext der Alzheimer-Pathogenese diskutiert werden.
5 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Befunde der Arbeit zusammen, wonach eine direkte funktionelle Verbindung zwischen PICALM und APP besteht, die wahrscheinlich über eine Beeinflussung der Clathrin-vermittelten Endocytose (CVE) vermittelt wird.
Alzheimer-Krankheit, PICALM, APP, Amyloid-beta, Clathrin-vermittelte Endocytose, Klonierung, Überexpression, Western Blot, Fluoreszenzmikroskopie, Zellkultur, HEK-293, N2A, Signaltransduktion, Neurodegeneration, Transportmechanismen.
Die Arbeit untersucht die molekulare Verbindung zwischen dem Protein PICALM und dem Amyloid Precursor Protein (APP) im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Alzheimer-Pathologie, die Clathrin-vermittelte Endocytose (CVE), die molekularbiologische Klonierung von Proteinkonstrukten sowie die Analyse von Proteininteraktionen in Zellmodellen.
Das Hauptziel ist zu klären, ob PICALM die Menge oder den Transport von APP beeinflusst, da beide Proteine mit der Entstehung von Alzheimer-Plaques assoziiert sind.
Es wurden molekularbiologische Standardtechniken wie PCR, Klonierung und bakterielle Transformation, sowie zellbiologische Methoden wie die Calcium-Phosphat-Transfektion, Western Blot Analyse, BCA-Proteinkonzentrationsbestimmung und Fluoreszenzmikroskopie (ICC) angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Klonierung der PICALM-cDNA, die anschließende Überexpression in N2A- und HEK-Zellen, sowie die Durchführung von Interaktionsstudien und mikroskopische Analysen zur Lokalisation der Proteine.
Wichtige Begriffe sind PICALM, APP, Alzheimer-Krankheit, Clathrin-vermittelte Endocytose, Proteininteraktion und Überexpression.
Die Arbeit zeigt, dass eine Erhöhung der PICALM-Konzentration in den Zellen zu einer stetigen Abnahme der endogenen APP-Proteinlevel führt.
Nein, die Ergebnisse zeigen, dass steigende Mengen von APP keinen signifikanten Einfluss auf die endogenen PICALM-Level haben, der Effekt ist also einseitig.
Die Kolokalisationsstudien deuten darauf hin, dass die Proteine zwar teilweise in ähnlichen Zellbereichen vorliegen, eine direkte, starke Bindung jedoch eher unwahrscheinlich ist; der Effekt wird vermutlich über andere Adaptorproteine vermittelt.
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