Bachelorarbeit, 2009
66 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
1.1 Das Glück aus philosophischer Sicht
1.2 Glück und Ökonomie
2. Theorie zum Thema
2.1 Empirische Glücksforschung
2.1.1 Objektiver und subjektiver Nutzen
2.1.2 Die Messung des subjektiven Wohlbefindens
2.2 Determinanten der Lebenszufriedenheit
2.3 Altersspezifische Glückserfahrungen
3. Überblick über bisherige empirische Evidenz
4. Verwendete Daten
5. Empirischer Untersuchungsansatz
5.1 Das ökonomische Modell
5.2 Spezifikationen des ökonomischen Modells
5.3 Konzeptioneller Ansatz der Auswertung
6. Ergebnisse der empirischen Analyse
6.1 Auswertung der Ergebnisse
6.2 Interpretation der Ergebnisse
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Lebensalter, dem Geschlecht und der subjektiven Lebenszufriedenheit auf Basis der Daten des sozioökonomischen Panels (SOEP) für Deutschland. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine ordinale Logit-Regression zu analysieren, wie sich die Lebenszufriedenheit im Lebensverlauf verändert und ob der interdisziplinäre Charakter der Glücksforschung ökonomische Erkenntnisse stützen kann, um das Konzept der Lebensdienlichkeit zu fördern.
1.1 Das Glück aus philosophischer Sicht
Eines der interessantesten und kontroversen Themengebiete in der Philosophie nimmt das Thema Glück ein. Der kontinuierliche Entwicklungsprozess des Glücksverständnisses, in mehr als zweitausend Jahren Philosophiegeschichte prägt letztendlich unsere heutige Glücksauffassung. Dies soll nicht heißen, dass heutzutage eine einheitliche Auffassung von Glück vorhanden ist. Eher das Gegenteil ist der Fall. Eine absolute Wahrheit existiert nicht. Diese relativistische Ansicht ist zentraler Bestandteil unserer Glücksauffassung und unserer generellen Auffassung von Philosophie. Somit kann in dem folgenden historischen Abriss keine einheitliche Definition des Wortes Glücks erwartet werden. Allerdings kann der Begriff im Kontext des menschlichen Lebens besser eingeordnet werden. Zudem wird erkennbar, dass das Streben nach Glück keineswegs eine Modeerscheinung der heutigen Zeit ist.
Wenn man aus philosophischer Sicht das Thema Glück behandelt, wird Einem schnell klar, dass das antike Griechenland der Geburtsort der Glücksphilosophie ist. Dies liegt zum einen daran, das 400 v. Chr. eine Fülle von unterschiedlichen Glückstheorien entstanden und zum anderen, dass diese Theorien implizit oder und explizit unsere heutige Auffassung von Glück prägen. Exemplarisch kann man sich die beiden Glücksauffassungen von Platon und Aristoteles vor Augen führen. Obwohl ein Lehrer-Schüler Verhältnis zwischen diesen beiden Philosophen bestand, sind grundlegende Unterschiede in deren Ansichten erkennbar. Platon ging davon aus, dass nur ein Philosoph wahres Glück erreichen kann, da nur der Philosoph seine drei Seelenteile Vernunft, Willen und Begehren in Einklang bringen kann. Platons Glücksauffassung war Bestandteil seines Höhlengleichnisses. Derjenige Philosoph, der die Ideenwelt erkennt, ist in der Lage glücklich zu werden. Ideenwelt steht bei Platon für die Welt der Urbilder. Demnach sind alle Gegenstände, die wir sehen nur Abbilder der Urbilder. Nur der Verstand ist in der Lage diese Urbilder zu erkennen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Glücksforschung in der Ökonomie ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Theorie zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der empirischen Glücksforschung, die Unterscheidung zwischen objektivem und subjektivem Nutzen sowie relevante Einflussfaktoren auf die Lebenszufriedenheit.
3. Überblick über bisherige empirische Evidenz: Hier werden zentrale internationale Studien vorgestellt, die sich mit dem Zusammenhang von Alter und subjektivem Wohlbefinden beschäftigen.
4. Verwendete Daten: Dieser Abschnitt beschreibt die Datengrundlage des sozioökonomischen Panels (SOEP) und die methodische Aufbereitung der Variablen für die Analyse.
5. Empirischer Untersuchungsansatz: In diesem Kapitel wird das ökonomische Modell hergeleitet und die mathematische Spezifikation der ordinalen Logit-Regression dargelegt.
6. Ergebnisse der empirischen Analyse: Hier erfolgt die deskriptive Auswertung sowie die ökonometrische Analyse und Interpretation der ermittelten Daten.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die zentralen Ergebnisse der Analyse und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Glücksforschung, Lebenszufriedenheit, Ökonomie, SOEP, Ordinale Logit-Regression, Lebenszyklus, Alterseffekte, Nutzenmaximierung, Easterlin-Paradox, Wohlbefinden, Empirische Evidenz, Lebensdienlichkeit, Statistik, Ökonometrie, Sozialwissenschaften
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Alter und Geschlecht auf die subjektive Lebenszufriedenheit von Menschen in Deutschland unter Anwendung ökonomischer Modelle.
Die Arbeit verknüpft Philosophie, Psychologie und Ökonomie, um das Konzept des subjektiven Glücks messbar zu machen und ökonomisch zu interpretieren.
Das Ziel ist es, mittels einer ordinalen Logit-Regression zu ermitteln, ob sich das Wohlbefinden über den Lebensverlauf systematisch verändert.
Die Arbeit nutzt deskriptive Statistik sowie eine ordinale Logit-Regression (OLR) basierend auf Daten des sozioökonomischen Panels (SOEP).
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Vorstellung bisheriger empirischer Studien, die Datenaufbereitung sowie die Durchführung und Interpretation der Regressionsanalyse.
Glücksforschung, Lebenszufriedenheit, SOEP, ordinale Logit-Regression und Lebenszyklus sind die prägenden Begriffe der Analyse.
Das kubische Modell wurde durch Kurvenanpassung als jenes Modell identifiziert, das den Verlauf der Mittelwerte der Lebenszufriedenheit in Bezug auf das Alter am besten beschreibt.
Es dient als Motiv für die Arbeit, da es den Widerspruch zwischen materiellem Wohlstand und tatsächlichem Glücksempfinden verdeutlicht und das Interesse an nicht-monetären Einflussgrößen begründet.
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