Diplomarbeit, 2004
132 Seiten, Note: 1,7
A. Einleitung
I. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
II. Gang der Untersuchung
B. Hauptteil
I. Theoretische Grundlagen der Segmentberichterstattung
1. Segmentberichterstattung als Rechnungslegungsinstrument
a. Diversifikation als Ursache der Segmentberichterstattung
i) Informationsfunktion der externen Rechnungslegung
ii) Begriff und Arten der Diversifikation
iii) Auswirkungen der Diversifikation auf die Aussagekraft des Jahresabschlusses
iv) Notwendigkeit der Segmentberichterstattung
b. Weitere Nutzenaspekte der Segmentberichterstattung
c. Grenzen der Segmentberichterstattung
d. Zwischenfazit
2. Konzeptionen der Segmentberichterstattung
a. Konzeptionen der Segmentrechnungslegung
b. Konzeptionen der Segmentabgrenzung
II. US-amerikanische Regelungen zur Segmentberichterstattung
1. Überblick über die Entwicklung der Segmentberichterstattung
2. Die Regelungen von SFAS 131
a. Zielsetzung und Aufgaben
b. Anwendungsbereich
c. Segmentdefinition
d. Segmentabgrenzung
e. Identifikation berichtspflichtiger Segmente
f. Berichtspflichten
i) Allgemeine Informationen
ii) Informationen über das Segmentergebnis
iii) Informationen über das Segmentvermögen
iv) Überleitungsrechnungen
v) Zusätzliche Angaben
vi) Erläuternde Angaben
vii) Informationen in Zwischenberichten
g. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
3. Kritische Würdigung von SFAS 131
III. Regelungen des IASC zur Segmentberichterstattung
1. Überblick über die Entwicklung der Segmentberichterstattung
2. Die Regelungen von IAS 14
a. Zielsetzung und Aufgaben
b. Anwendungsbereich
c. Segmentdefinition
d. Segmentabgrenzung
e. Identifikation berichtspflichtiger Segmente
f. Berichtspflichten
i) Primäres Berichtsformat
ii) Sekundäres Berichtsformat
iii) Zusätzliche und erläuternde Angaben
g. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
3. Kritische Würdigung von IAS 14
IV. Deutsche Normen zur Segmentberichterstattung
1. Überblick über die Entwicklung der Segmentberichterstattung
2. Die Regelungen von DRS 3
a. Zielsetzung und Aufgaben
b. Anwendungsbereich
c. Segmentdefinition
d. Segmentabgrenzung
e. Identifikation berichtspflichtiger Segmente
f. Berichtspflichten
i) Pflichtangaben
ii) Überleitungsrechnungen
iii) Zusätzliche Angaben
iv) Erläuternde Angaben
g. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
3. Kritische Würdigung von DRS 3
V. Empirische Untersuchung der Segmentberichterstattung der DAX 30-Unternehmen
1. Zielsetzung der Untersuchung
2. Grundlage der Untersuchung
3. Ergebnisse der Untersuchung
a. Segmentbildung
i) Segmentierungskriterien
ii) Segmentwesentlichkeit
iii) Segmentanzahl
b. Segmentangaben
i) Pflichtangaben
a) Segmentumsatz
b) Segmentergebnis
c) Segmentvermögen und -schulden
d) Segmentinvestitionen und -abschreibungen
e) Überleitungsrechnungen
f) Vorjahresangaben
ii) Erläuternde Angaben
iii) Freiwillige Angaben
c. Stetigkeit und formale Gestaltung
4. Zwischenfazit
C. Schlussteil
I. Zusammenfassung
II. Kritische Würdigung des management approach
III. Ausblick
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen sowie die spezifischen Regelungen zur Segmentberichterstattung nach US-GAAP (SFAS 131), IAS (IAS 14) und deutschen Standards (DRS 3). Ziel ist es, die Qualität und die praktischen Auswirkungen dieser Publizitätsvorschriften bei DAX 30-Unternehmen im internationalen Kontext kritisch zu untersuchen und zu vergleichen.
3. Kritische Würdigung von SFAS 131
Die meisten Probleme, die die US-amerikanische Segmentberichterstattung aufwirft, resultieren aus der Konzeption des management approach selbst.1 Als ein signifikanter Nachteil der Segmentberichterstattung nach SFAS 131 wird die Unverständlichkeit der intern generierten Berichtsdaten für externe Abschlussadressaten angeführt.2 Trotz der Berücksichtigung, dass in den US-Rechnungslegungen aufgrund der starken Kapitalmarkt- und Investororientierung lediglich geringfügige Unterschiede zwischen der internen Rechnungslegung (management accounting) und der externen Rechnungslegung (financial accounting) bestehen, 3 beinhalten die Segmentinformationen eine Vielzahl nur mittels Schlüsselung zurechenbarer Aufwendungen und Erträge sowie unternehmensindividuell festgelegter Verrechnungspreise. 4 Da die Segmentabgrenzung grundsätzlich unternehmensindividuell erfolgt und an sich einen hohen Subjektivitätsgrad aufweist, wird die Vergleichbarkeit (comparability) der segmentierten Daten durch die strikte Verfolgung des management approach sowohl zwischen Unternehmen als auch im Zeitablauf wesentlich eingeschränkt.5 Ein stark diversifiziertes Unternehmen könnte sehr unterschiedliche Produkte als ähnlich qualifizieren und einem Segment zuordnen, während ein Unternehmen mit einem sehr engen Sortiment eine andere Vorstellung von der sog. Ähnlichkeit hat.6 Die schwer nachvollziehbaren Daten bringen einerseits große Interpretationsschwierigkeiten mit sich, andererseits den Adressaten begrenzten Nutzen.7
Eine weitere Schwäche von SFAS 131, die aus der Konzeption des management approach resultiert, ist die unzureichende Einschränkung der Handlungsspielräume des Managements. Zum einen eröffnen die Zurechnungsprobleme und Aufschlüsselungsnotwendigkeiten bei der Aufteilung der aggregierten Daten in Segmente dem Management einen erheblichen Ermessenspielraum, mit bestimmten Gestaltungsmaßnahmen den Informationsgehalt der Segmentdaten zu beeinflussen. Zum anderen, weil bestimmte Zahlen aus der internen Rechnungslegung einen tiefen Einblick in die Interna eines Unternehmens gewähren, könnte das Management intern bilanzpolitische Maßnahmen ergreifen, um die tatsächliche Unternehmenslage zu verschleiern und Gefahren vom Unternehmen abzuwenden.
I. Theoretische Grundlagen der Segmentberichterstattung: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit der Segmentberichterstattung aufgrund von Diversifikation und stellt die zentralen Konzepte sowie deren Nutzen und Grenzen dar.
II. US-amerikanische Regelungen zur Segmentberichterstattung: Hier werden die Entwicklung und die spezifischen Anforderungen des Standards SFAS 131 detailliert analysiert und kritisch gewürdigt.
III. Regelungen des IASC zur Segmentberichterstattung: In diesem Teil werden die Regelungen des IAS 14, insbesondere die Vorgaben zu Segmentdefinition und Berichtspflichten, untersucht und bewertet.
IV. Deutsche Normen zur Segmentberichterstattung: Dieses Kapitel behandelt die deutsche Entwicklung und den Standard DRS 3 unter Berücksichtigung der Harmonisierung mit internationalen Standards.
V. Empirische Untersuchung der Segmentberichterstattung der DAX 30-Unternehmen: Die empirische Analyse untersucht die praktische Anwendung der Segmentberichterstattung in den Geschäftsberichten der 25 relevanten DAX-Unternehmen.
Segmentberichterstattung, Diversifikation, US-GAAP, SFAS 131, IAS 14, DRS 3, Management Approach, Rechnungslegung, Geschäftssegmente, Konzernabschluss, Kapitalmarkt, Publizitätspflichten, Segmentabgrenzung, Bilanzierung, Finanzanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der Segmentberichterstattung als Instrument der Unternehmenspublizität für diversifizierte Unternehmen. Sie vergleicht internationale und nationale Standards und analysiert deren Anwendung in der Praxis deutscher DAX 30-Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Notwendigkeit von Segmentdaten zur Erhöhung der Aussagekraft des Jahresabschlusses, den Konzeptionen zur Segmentabgrenzung (insb. management approach) sowie der praktischen Umsetzung bei deutschen Konzernen.
Ziel der Arbeit ist es, die Grundzüge und wesentlichen Vorschriften zur Publizität von Segmentinformationen im internationalen Umfeld aufzuzeigen und die Qualität der Segmentberichterstattung deutscher Konzerne zu analysieren.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Analyse der internationalen Standards (SFAS 131, IAS 14) und nationaler Normen (DRS 3) mit einer deskriptiven empirischen Untersuchung von 25 DAX-Konzernabschlüssen des Jahres 2003.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Darstellung der drei maßgeblichen Rechnungslegungsstandards inklusive kritischer Würdigung sowie eine empirische Bestandsaufnahme der Segmentierungspraxis.
Wesentliche Begriffe sind Segmentberichterstattung, Diversifikation, Management Approach, Rechnungslegung, Publizität und Segmentabgrenzung.
Der management approach orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Unternehmens zur Entscheidungsfindung, während der risk and reward approach die Zusammenfassung von Produkten oder Dienstleistungen nach Chancen- und Risikoklassen fokussiert.
Sie ermöglicht eine disaggregierte Sicht auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage einzelner Geschäftsfelder, was für eine fundierte Prognose und Risikoeinschätzung bei diversifizierten Unternehmen unverzichtbar ist, da aggregierte Daten diese Informationen verschleiern.
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