Bachelorarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage & Zielsetzung
1.2 Methodik
1.3 Überblick
2 Welthandel
2.1 Transportmodalitäten
2.1.1 Seeverkehr
2.1.1.1 Container-Liniendienste
2.1.2 Luftverkehr
2.2 Internationale Warenströme & Transportrouten
2.2.1 Internationale Linienschifffahrt
2.2.1.1 Transatlantische Routen
2.2.1.2 Transpazifische Routen
2.2.1.3 Suez-Indik-Route
2.2.1.4 Kap-Route
2.2.1.5 Nordostpassage
2.2.1.6 Westpazifische Süd-Nord-Route
2.2.1.7 Containergürtel
2.2.2 Internationaler Flugverkehr
2.2.2.1 Nordatlantikroute
2.2.2.2 Transpazifikroute
2.2.2.3 Südroute
3 Sea-Air-Verkehre
3.1 Entwicklung seit 1960
3.2 Voraussetzungen für einen konkurrenzfähigen Sea-Air-Verkehr
3.3 Ablauf eines Sea-Air-Transports
3.4 Internationale Hubs und Transportrouten
3.4.1 Dubai/Sharjah
3.4.2 Tacoma
4 Case Study: Sea-Air-Knotenpunkt Sharjah
4.1 Rahmenbedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)
4.1.1 Allgemeine Länderinformationen
4.1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
4.1.2.1 Kennzahlen
4.1.2.1.1 Wirtschaftswachstum
4.1.2.1.2 Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
4.1.2.1.3 Handelsbilanz
4.1.2.1.4 Außenhandelsquote und Internationale Direktinvestitionen
4.1.2.2 Aktuelle Wirtschaftslage
4.1.2.3 Außenhandelsbeziehungen
4.1.3 Politische Rahmenbedingungen
4.1.4 Logistikpotenzial
4.1.4.1 Freihandelszonen
4.1.4.2 Verkehrswege und Verkehrsmittel
4.1.4.2.1 Verkehrsinfrastruktur des Emirats Sharjah
4.1.4.3 Der Logistics Perfomance Index (LPI)
4.2 Der Sea-Air-Verkehr in den VAE
4.3 Empirischer Teil
4.3.1 Hypothesen: Bestimmungsfaktoren der Transportmengen
4.3.1.1 Saisonalität
4.3.1.2 Konjunkturentwicklung
4.3.1.3 Kerosinpreisentwicklung
4.3.2 Zeitreihe der Sea-Air Transportmengen: Sharjah
4.3.2.1 Zeitliche Entwicklung
4.3.3 Signifikanztests
4.3.3.1 Saisonalität
4.3.3.2 Konjunkturentwicklung der EU27
4.3.3.3 Konjunkturentwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate
4.3.3.4 Kerosinpreisentwicklung
4.3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.4 Ausblick
5 Zusammenfassung
6 Abstract
Die Arbeit analysiert die Schwankungen im Sea-Air-Frachtaufkommen am Flughafen Sharjah, um die Einflussfaktoren auf dieses Transportkonzept zu identifizieren und einen Ausblick auf künftige Entwicklungen zu ermöglichen.
1 Einleitung
Den gesamten interkontinentalen Transport teilen sich, aufgrund einiger Wirtschaftlichkeitsfaktoren, beinahe ausschließlich der See- und Luftverkehr. Während ein Transport per Schiff günstig aber langsam ist, bedeutet eine Beförderung per Flugzeug hohe Kosten, jedoch kurze Transportzeiten. Sind allerdings Seetransporte nicht schnell genug und Luftfrachten zu teuer, so kann die Transportvariante Sea-Air sehr attraktiv sein. Überschlagweise kann man sagen, dass der Sea-Air-Transport in etwa doppelt so teuer wie der direkte Seeverkehr ist, dafür aber nur die halbe Zeit in Anspruch nimmt. Je nach Transportroute, Marktverhalten, Frachtraten und Transportmittel wird diese pauschale Annahme allerdings stark von Wirklichkeit abweichen.
Neben der Zeitkomponente sind noch einige weitere Faktoren in die Auswahl des richtigen Transportmittels einzubeziehen. Hier sind vor allem das zu befördernde Produkt und die vorherrschenden Marktbedingungen zu erwähnen. Als erstes wird der Faktor Produkt näher betrachtet.
Es müssen einige Produktmerkmale des zu befördernden Gutes gegeben sein, um Sea-Air-Transporte profitabel durchführen zu können. Zum Ersten müssen die Produkte moderat zeitsensibel sein. Bestellt beispielsweise ein Großhändler aus Europa Produkte in Japan, und benötigt diese in drei Tagen, ist der Transport per Flugzeug die einzige Möglichkeit die Produkte rechtzeitig zu erhalten. Benötigt er die Produkte erst in zwei Monaten, ist der Transport per Schiff die einzige sinnvolle Lösung. Der Sea-Air-Transport ist daher nur sinnvoll, wenn direkter Seetransport zu lange dauert und der kombinierte Transport per Schiff und Flugzeug die Lieferung in der vorgegebenen Zeitspanne und günstiger als direkter Flugtransport durchführen kann. Der Sea-Air-Transport ist sozusagen ein Nischenprodukt zwischen See- und Lufttransport. Als zweites Produktmerkmal, müssen die Güter einen relativ hohen Marktwert aufweisen, und dürfen dabei nicht besonders voluminös sein. Beispiele für infrage kommende Güter sind Elektronikartikel, Computer, Ersatzteile, teure Mode, usw. Oft wird auch bei Nachlieferungen wegen unerwartet hoher Nachfrage auf das Sea-Air-Konzept zurückgegriffen, da hier der Zeitfaktor von entscheidender Bedeutung ist.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundkonzepte des interkontinentalen Transports und definiert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Welthandel: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die globalen Transportmodalitäten und die wichtigsten internationalen Warenströme sowie Routen.
3 Sea-Air-Verkehre: Hier wird der Sea-Air-Verkehr als „dritter Modus“ beschrieben, inklusive seiner historischen Entwicklung, Voraussetzungen und der wichtigsten internationalen Hubs.
4 Case Study: Sea-Air-Knotenpunkt Sharjah: Die Fallstudie beleuchtet die Rahmenbedingungen in den VAE, analysiert das Logistikpotenzial des Emirats Sharjah und führt eine empirische Untersuchung der Transportmengen-Einflussfaktoren durch.
4.1 Rahmenbedingungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE): Dieses Kapitel analysiert geografische, wirtschaftliche und politische Faktoren, die den Standort VAE für den Logistiksektor attraktiv machen.
4.2 Der Sea-Air-Verkehr in den VAE: Ein Abschnitt über die spezifische Situation des kombinierten Verkehrs in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die Auslastung der dortigen Kapazitäten.
4.3 Empirischer Teil: Der Kernbereich, in dem Hypothesen zu Transportmengen, Saisonalität und Konjunkturabhängigkeit mittels statistischer Tests geprüft werden.
4.4 Ausblick: Eine Einschätzung über das künftige Potenzial der VAE im Bereich des Sea-Air-Verkehrs basierend auf den gewonnenen Ergebnissen.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel bietet eine abschließende Synthese der Ergebnisse und bewertet die Zukunftsaussichten für den Knotenpunkt Sharjah.
6 Abstract: Eine englischsprachige Zusammenfassung der gesamten Arbeit.
Sea-Air-Verkehr, Logistik, Sharjah, VAE, intermodaler Transport, Welthandel, Saisonalität, Frachtraten, Containerschifffahrt, Luftfracht, BIP, Wirtschaftswachstum, Transportmanagement, Warenströme, Knotenspunkte.
Die Arbeit befasst sich mit dem intermodalen Transportkonzept „Sea-Air“, einer Kombination aus See- und Luftfracht, und dessen Bedeutung als effiziente Alternative im Welthandel.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Transportmodalitäten, der spezifischen Rahmenbedingungen in den VAE und der empirischen Untersuchung des Frachtaufkommens am Flughafen Sharjah.
Ziel ist es, die Schwankungen im Sea-Air-Frachtaufkommen am Flughafen Sharjah zu erklären und zu analysieren, ob diese von wirtschaftlichen Kennzahlen wie dem BIP oder dem Kerosinpreis beeinflusst werden.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer empirischen Analyse von Zeitreihendaten mittels Signifikanztests und Korrelationsrechnungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Sea-Air-Logistik und eine ausführliche Case Study über den Knotenpunkt Sharjah, inklusive der statistischen Überprüfung von Einflussfaktoren auf das Frachtaufkommen.
Kernbegriffe sind Sea-Air-Verkehr, Sharjah, VAE, intermodale Logistik, Saisonalität und Wirtschaftswachstum.
Die VAE nehmen aufgrund ihrer geografischen Lage zwischen Asien und Europa sowie ihrer hochentwickelten Infrastruktur, insbesondere durch die Flughäfen und Seehäfen in Dubai und Sharjah, eine zentrale Rolle als Umschlagplatz ein.
Die empirische Analyse konnte keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Kerosinpreis und dem Frachtaufkommen am Flughafen Sharjah nachweisen, was auf die Komplexität der Preisgestaltung oder regionale Einflussfaktoren hindeutet.
Ja, die statistischen Tests bestätigen eine signifikante Saisonalität, mit einem erhöhten Frachtaufkommen in den Herbstmonaten (September bis November), was auf das Weihnachtsgeschäft hindeuten könnte.
Die Korrelationsberechnungen ergaben lediglich einen schwachen bis nicht signifikanten positiven Zusammenhang, was darauf hindeutet, dass der Sea-Air-Verkehr in Sharjah teilweise unabhängig von der europäischen Konjunkturlage agiert.
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