Bachelorarbeit, 2011
166 Seiten, Note: 1,0
I EINLEITUNG
1 Hinführung zum Thema
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 Methodisches Vorgehen
3 Inhaltlicher Aufbau
II THEORETISCHER HINTERGRUND
1 Definitionen von Begrifflichkeiten
1.1 Evidenzbasiert
1.2 Patienteninformation
1.3 Gesundheitspädagogik
1.4 Nutzer
2 Bedeutung von Patienteninformationen
3 Health Literacy
4 Das Shared Decision Making Modell
5 Evidenzbasierte Patienteninformationen aus gesundheitspädagogischer Sichtweise
5.1 Literaturanalyse
5.1.1 Datenbankrecherche
5.1.2 Internetrecherche
5.1.3 Ergebnis der Recherche
5.2 Die Bedeutung der Gesundheitspädagogik
5.3 Gesundheitspädagogische Bewertungskriterien für Patienteninformationen
5.3.1 Grundlegende Kriterien
5.3.2 Spezielle Kriterien
III METHODISCHES VORGEHEN
1 Sampling
1.1 Auswahlkriterien
1.2 Ablauf der Rekrutierung der Fokusgruppen
1.3 Arbeitsvorbereitung der Fokusgruppen
1.4 Durchführung der Nutzertestung
2 Verwendetes Textmaterial
2.1 Begründung der Auswahl der Patienteninformationen
2.2 Einführung in die drei ausgewählten Patienteninformationen
2.2.1 Gesundheitsinformation.de, Asthma
2.2.2 PatientenLeitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie, Asthma
2.2.3 Techniker Krankenkasse, Asthma bronchiale, eine Information für Patienten und Angehörige
2.3 Begründung der Kapitelauswahl
2.4 Erhalt der Informationsmaterialien
3 Datenerhebungsmethode
4 Erhebungsinstrumente
4.1 Kurzfragebogen
4.2 Leitfaden
5 Datenauswertung
5.1 Die Aufbereitung des Materials
5.2 Auswertungsverfahren
IV ERGEBNISSE
1 Soziodemographische Daten der Teilnehmenden
2 Ergebnisse der Kurzfragebögen
3 Inhaltsanalytische Auswertung der Fokusgruppenergebnisse
4 Ergebnisse der Fokusgruppen
4.1 Wirkungen der Patienteninformationen
4.2 Verständlichkeit
4.2.1 Allgemeine Verständlichkeit
4.2.2 Notwendige Erläuterungen
4.2.3 Sprachstil
4.3 Inhalte
4.3.1 Text beantwortet Überschriftenaussage
4.3.2 Fehlende Aspekte
4.4 Struktur
4.5 Umfang
4.6 Layout
4.7 Kommunikationsverbesserung
4.8 Weiterempfehlung
4.9 Glaubwürdigkeit
4.10 Vergleich der Informationen
5 Diskussion der Ergebnisse
V SCHLUSS
1 Fazit
2 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, gesundheitspädagogische Bewertungskriterien für Patienteninformationen zu entwickeln und diese durch empirische Nutzertestungen in Fokusgruppen zu validieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Nutzer die Qualität solcher Informationen beurteilen, um die bestehende Lücke bei der Einbeziehung der Nutzerperspektive zu schließen und Ansätze zur Verbesserung der Informationsvermittlung zu liefern.
1.3 Gesundheitspädagogik
Die ersten Überlegungen der Gesundheitspädagogik sind bereits in der Antike nachzuweisen. Bei Hippokrates (460-377 v. Chr.), wie auch bei Platon (427-347 v.Chr.) und Celsus (um 25 v.Chr. – 50 n. Chr.), waren die pädagogische Vorstellung eines durch Bildung bestimmten und die medizinische Lehre eines gesundheitsbewussten Lebens stark miteinander verbunden. In der Zeit standen Medizin und Pädagogik in Wechselwirkung miteinander und der Gesundheitsbildung wurde ein großer Stellenwert zugeschrieben (Henner 1998, 24; Zwick 2004, 35).
Bei genauerer Auseinandersetzung mit dem Begriff der Gesundheitspädagogik kommt jedoch die Frage der Bedeutung von Gesundheit und von Pädagogik auf und wie die diese Begriffe im Zusammenhang zueinander stehen. Die Definition von Gesundheit gestaltet sich als vielfältig und ist somit nicht klar für den Bereich der Gesundheitspädagogik festzulegen. Nach Wulfhorst (2002, 23f) liegt jedoch den meisten Definitionsversuchen die Definition der WHO, „Gesundheit ist der Zustand völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Fehlen von Krankheiten oder Behinderung“ (Weltgesundheitsorganisation 1998) zu Grunde und es existiert ein großteils kongruentes Ansehen darüber, „dass Gesundheit und Krankheit sich auf die verschiedenen Dimensionen der Wirklichkeit des Menschen und nicht nur auf den Körper beziehen“ (Wulfhorst 2002, 24).
I EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Patientensouveränität und -beteiligung ein und definiert die Forschungsziele sowie die methodische Herangehensweise.
II THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert zentrale Fachbegriffe wie Evidenz, Health Literacy und das Shared Decision Making Modell als Basis für die Entwicklung gesundheitspädagogischer Bewertungskriterien.
III METHODISCHES VORGEHEN: Hier wird das Sampling für die Fokusgruppen, die Auswahl der Asthma-Patienteninformationen sowie die Durchführung und Auswertung der Nutzertestungen detailliert dargelegt.
IV ERGEBNISSE: Das Kapitel präsentiert die soziodemographischen Daten, die Ergebnisse der Kurzfragebögen und die inhaltsanalytische Auswertung der Diskussionen aus den Fokusgruppen.
V SCHLUSS: Dieser Abschnitt fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert sie im Hinblick auf die entwickelte Theorie und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz von Nutzertestungen.
Patienteninformationen, Gesundheitspädagogik, Health Literacy, Shared Decision Making, Asthma bronchiale, Patientenbeteiligung, Nutzertestung, Fokusgruppen, qualitative Inhaltsanalyse, Qualitätssicherung, Patientenorientierung, Gesundheitskompetenz, Empowerment, Partizipation, Evidenzbasierte Medizin.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie Patienteninformationen unter gesundheitspädagogischen Aspekten bewertet und verbessert werden können, wobei die Nutzerperspektive durch Fokusgruppen empirisch einbezogen wird.
Zentrale Themen sind die Qualität von Patienteninformationen, die Gesundheitskompetenz (Health Literacy), die Einbindung von Patienten in Entscheidungsprozesse und die praktische Anwendung pädagogischer Kriterien.
Das Hauptziel ist es, gesundheitspädagogische Bewertungskriterien zu etablieren und diese exemplarisch an Asthma-Patienteninformationen zu testen, um Lücken in der aktuellen Informationserstellung zu schließen.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz verwendet, konkret die Durchführung von Fokusgruppen, deren transkribierte Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Begriffe, die methodische Darlegung der Nutzertestung und die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wesentliche Begriffe sind Patienteninformationen, Gesundheitspädagogik, Nutzertestungen, Asthma bronchiale, Partizipation und evidenzbasierte Gesundheitsinformation.
Asthma diente als Beispiel für eine chronische Erkrankung, bei der die Betroffenen Experten für ihren eigenen Alltag sind, was eine besonders differenzierte Bewertung der Informationsmaterialien durch die Fokusgruppen ermöglichte.
Die Arbeit schlussfolgert, dass die Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in die Entwicklung und Bewertung von Patienteninformationen zukünftig unumgänglich ist, um qualitativ hochwertige und nutzerorientierte Ergebnisse zu erzielen.
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