Diplomarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen zu Produktzugaben
2.1 Gestaltungsformen von Produktzugaben
2.2 Theoretische Überlegungen zu den Wirkungen von Produktzugaben
2.2.1 Nutzenkonzepte
2.2.2 Kognitive Theorien
2.2.3 Behavioristische Theorien
2.3 Zwischenfazit
3. Stand der empirischen Forschung
3.1 Befunde zur Wirkung von Produktzugaben
3.1.1 Nicht-ökonomische Wirkungen
3.1.2 Ökonomische Wirkungen
3.2 Befunde zu den Einflussgrößen auf die Wirkung von Produktzugaben
3.2.1 Zugabencharakteristika
3.2.2 Angebotscharakteristika
3.2.3 Produktcharakteristika
3.2.4 Konsumentencharakteristika
3.3. Befunde zu Mediatorwirkungen
3.3.1 Einstellung zum Grundprodukt
3.3.2 Attraktivität des Angebots
3.3.3 Glaubwürdigkeit des Angebots
4. Fazit
4.1. Zusammenfassung
4.2 Implikationen für die Praxis
4.3 Implikationen für die weitere Forschung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen systematischen Überblick über den aktuellen Stand der empirischen Forschung zu den Wirkungen von sowie den Einflüssen auf den Erfolg von kostenlosen Produktzugaben zu geben, um daraus Implikationen für die Forschung und die unternehmerische Praxis abzuleiten.
2.2.1 Nutzenkonzepte
Nutzenkonzepte beschäftigen sich mit unterschiedlichen Arten von Nutzen, der für Konsumenten aus Verkaufsförderungsaktionen resultiert sowie mit dem Verlauf von Nutzenfunktionen.34 Eines der bedeutendsten Nutzenkonzepte in der betriebswirtschaftlichen Forschung ist die Prospect-Theorie. Diese postuliert, dass Konsumentenentscheidungen darauf zurückzuführen sind wie potenzielle Gewinne und Verluste bewertet werden. Im Zentrum der Theorie steht dabei die Wertfunktion, welche folgende Eigenschaften besitzt:
• Konsumenten unterscheiden Ergebnisse von Entscheidungen in Gewinne und Verluste relativ zu einem Referenzpunkt.
• Die Wertfunktion verläuft konkav für Gewinne und konvex für Verluste.
• Die Wertfunktion verläuft bei Verlusten steiler als bei Gewinnen.35
Wendet man die Erkenntnisse der Prospect-Theorie auf den Einsatz von Verkaufsförderung an, dann besagt das „Silver-Lining“-Prinzip, dass ein großer Verlust und ein kleiner Gewinn getrennt abgebildet werden sollten, um den Wert für Konsumenten zu erhöhen.36 Dies sei anhand von Abbildung 1 erläutert.
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit: Einführung in die Problematik der Markendifferenzierung und Erläuterung der Bedeutung von Verkaufsförderung sowie Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen zu Produktzugaben: Darstellung verschiedener Gestaltungsformen von Produktzugaben und verhaltenswissenschaftlicher Erklärungsansätze für deren Wirkung.
3. Stand der empirischen Forschung: Umfassende Analyse empirischer Studien zu den Wirkungen von Produktzugaben sowie deren Einflussgrößen und Mediatorwirkungen.
4. Fazit: Zusammenfassende Diskussion der zentralen Ergebnisse sowie Ableitung von Implikationen für die Praxis und die weitere Forschung.
Produktzugaben, Verkaufsförderung, Marketing, Konsumentenverhalten, Prospect-Theorie, Markenwert, Kaufwahrscheinlichkeit, Zahlungsbereitschaft, Attraktivität, Mediatorwirkung, Moderatorvariablen, empirische Forschung, Sonderangebote, Markenloyalität, Kaufanreiz.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Wirkung von kostenlosen Produktzugaben als Instrument der konsumentengerichteten Verkaufsförderung und analysiert deren Erfolg anhand empirischer Erkenntnisse.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen (Nutzenkonzepte, kognitive und behavioristische Theorien), die empirischen Wirkungen auf ökonomische und nicht-ökonomische Größen sowie diverse Einflussfaktoren auf den Erfolg von Zugaben.
Das Hauptziel ist es, einen systematischen Überblick über den Stand der empirischen Forschung zu bieten, um Lücken in der Forschung aufzuzeigen und praktische Handlungsempfehlungen für Hersteller und Händler zu formulieren.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse und -strukturierung, die eine Vielzahl von Laborexperimenten, Feldstudien und Analysen realer Marktdaten zusammenfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse empirischer Wirkungsbefunde, die Untersuchung von moderierenden Einflussgrößen (wie Produkt- oder Konsumentenmerkmale) und die Betrachtung von Mediatorwirkungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Produktzugaben, Verkaufsförderung, Konsumentenverhalten, Kaufwahrscheinlichkeit und Markenwert charakterisieren.
Laut Attributionstheorie können Konsumenten bei Vorhandensein einer Zugabe auf eine minderwertige Qualität des Grundproduktes schließen oder sich durch den Manipulationsversuch in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt fühlen (Reaktanztheorie).
Produktzugaben werden tendenziell eher als "Gewinn" wahrgenommen, während Sonderangebote den Fokus stärker auf den Preis lenken, was zu einer eher relativen und quantitativen Bewertung führen kann.
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