Diplomarbeit, 2011
104 Seiten, Note: 2,0
Vorwort
I. Was ist Humor?
I. 1. Die historische Begriffsentwicklung bis zur heutigen Verwendung
1.1. Die gegenwärtige Verwendung des Humorbegriffes
1.2. Humor wie er in dieser Arbeit verstanden soll
I. 2. Humor aus physiologischer und psychosozialer Sicht
2. 1. Zusammenhang von Lachen und Humor
2. 2. Zur physiologischen Sicht des Humors
2. 2. 1. Die Funktion des Lachens
2. 2. 2. Neurophysiologische Vorgänge beim Lachen
2.2.3. Bio- und neurophysiologische Folgen für die Gesundheit
2. 3. Psychosoziale Aspekte des Lachens/Humors
2. 3. 1. Psychosoziale Humorentwicklung beim Kind
2. 3. 2. Die Humorentwicklung hin zum Erwachsenen
2. 4. Beitrag aus physiologischer und psychosozialer Sicht zum Verständnis von Humor
II. Humor in relevanten Fachgebieten
II. 1.Salutogenese
II. 2.Humor im Gesundheitswesen
2.1. Klinikclowns
2. 2. Gericlowns
II. 3. Humor in der Pädagogik
II. 4.Humor in der Psychotherapie
4. 1. Der provokative Stil in der Psychotherapie
II. 5. Humorarten
5. 1. Guter Humor
5. 1. 1. Der Witz
5. 1. 2. Der Galgenhumor
5. 1. 3. Die Komik
5. 1. 4. Die Ironie
5. 1. 5. Die Selbstironie
5. 1. 6. Die Satire
5. 1. 7. Die Clownerie
5. 2. Schlechter Humor
5. 2. 1. Der Sarkasmus
5. 2. 2. Der Zynismus
5. 3. Grenzgänger
5. 3. 1. Schwarzer Humor
5.3.2. Aggressive Varianten des Humors
5.3.3. Die Schadenfreude und die Verhöhnung
III. Humor in der sozialen Arbeit
III.1.Humor fördert die Entwicklung sozialer Kompetenz
III.2. Zur Entwicklung des Humors in der sozialen Arbeit
III.3. Humor als Mittel in der sozialen Arbeit
III.4. Humorintervention innerhalb der Sozialen Arbeit
IV. Resümee
Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern Humor als fachliche Grundhaltung und Interventionsmethode in der professionellen sozialen Arbeit einen positiven Beitrag zur Beratung und Lebensbewältigung leisten kann. Dabei wird analysiert, wie Humor physiologisch und psychosozial wirkt und wie diese Erkenntnisse sinnvoll in den Berufsalltag integriert werden können.
2. 2. Zur physiologischen Sicht des Humors
2.2.1. Die Funktion des Lachens
Damit Lachen entsteht, zieht sich das Zwerchfell zusammen und es kommt zu einer stoßartigen, vertieften Atmung, die meist eine Vokalisation nach sich zieht, z.B.: „ha,ha,ha“. Es kann mit individuell erscheinenden Gesten kombiniert auftreten, wie zum Beispiel sich auf die Knie klatschen, oder einem angedeuteten nach hinten werfen. Bei den meisten Menschen entsteht ein individuelles, reichlich stabiles und ein sich wiederholendes Lach-Muster. Man kann somit jemanden an seinem Lachen erkennen.
Nach Wild erzeugt Lachen eine Abfolge körperlicher Veränderungen. Das vegetative Nervensystem wird positiv beeinflusst, wie auch das folgend genannte unterstreicht. (vgl. Wild 2008, S.77) Lachen wird als Schwerstarbeit für den Körper beschrieben, weil es den gesamten Körper bzw. 135 Muskeln desselben erfasst. Eine Minute Lachen soll der Wirkung von 45 Minuten Entspannungstraining entsprechen. Bereits nach etwa zwei Minuten kann ein Muskelkater entstehen.
Es hat eine enorme, messbare Wirkung auf den Körper, der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller und durch das unbewusst tiefere Atmen wird mehr Sauerstoff in die Lungen gepumpt. Nach dem Lachen senkt sich der Blutdruck. Durch die Aktivität des Lachens werden zusätzlich Stresshormone abgebaut. Das hat den weiteren Effekt, dass das Immunsystem gestärkt wird.
I. Was ist Humor?: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Humorbegriffs und definiert dessen Bedeutung im Kontext der Arbeit, wobei sowohl physiologische als auch psychosoziale Aspekte des Lachens detailliert betrachtet werden.
II. Humor in relevanten Fachgebieten: Das Kapitel bietet einen interdisziplinären Überblick über den Einsatz von Humor in Bereichen wie Salutogenese, Klinikclownerie, Pädagogik und Psychotherapie, ergänzt durch eine Differenzierung verschiedener Humorarten.
III. Humor in der sozialen Arbeit: Hier erfolgt die Übertragung der theoretischen Erkenntnisse auf das Berufsfeld der Sozialen Arbeit, wobei der Fokus auf Humor als Mittel zur Förderung sozialer Kompetenz und konkreter Interventionsmöglichkeiten liegt.
IV. Resümee: Dieses Kapitel zieht ein abschließendes Fazit und fasst die Bedeutung von Humor als wertvolle Ressource und Instrument in der professionellen sozialen Beratungspraxis zusammen.
Soziale Arbeit, Humor, Lachen, Intervention, Beratung, Salutogenese, Psychohygiene, psychosoziale Entwicklung, Klinikclowns, therapeutischer Humor, soziale Kompetenz, Bewältigungsstrategie, Kommunikation, Resilienz, Metakommunikation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Rolle und den Einsatzmöglichkeiten von Humor in der Interventions- und Beratungspraxis der Sozialen Arbeit und untersucht dessen Nutzen als professionelles Instrument.
Die zentralen Felder umfassen die physiologische und psychologische Wirkung des Lachens, die Bedeutung von Humor in verschiedenen Fachdisziplinen sowie die praktische Anwendung humororientierter Ansätze in Beratungssettings.
Das Ziel ist es zu ergründen, ob Humor eine sinnvolle und förderliche Grundhaltung für Sozialarbeiter darstellt und wie er gezielt zur Stärkung der Adressaten und zur Verbesserung der professionellen Beziehung eingesetzt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und -analyse, die Erkenntnisse aus der Psychologie, der Gelotologie (Lachforschung) und der Sozialarbeitswissenschaft zusammenführt und in den Kontext der Beratungspraxis setzt.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Humors dargelegt, gefolgt von einer Analyse seiner Bedeutung in verwandten Feldern wie der Pädagogik und Psychotherapie, um schließlich konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der sozialen Arbeit abzuleiten.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Soziale Arbeit, Humorintervention, professionelle Beratung, soziale Kompetenz und psychosoziale Gesundheit definieren.
Humor dient laut Autor als "soziales Schmiermittel", das zur Spannungsabfuhr beiträgt, Beziehungen festigt und es Adressaten sowie Fachkräften ermöglicht, belastende Lebenssituationen aus einer neuen, distanzierteren Perspektive zu betrachten.
Der Autor grenzt konstruktiven, wertschätzenden Humor von destruktiven Varianten wie Zynismus, Sarkasmus oder Verhöhnung ab, da Letztere die professionelle Beziehungsgestaltung behindern oder verletzend wirken können.
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