Bachelorarbeit, 2012
63 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Bewertung des Goodwills im Rahmen der IFRS-Bilanzierung. Sie untersucht, inwieweit die Bilanzierungspraxis Neuerungen des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ zur Goodwill-Bewertung berücksichtigt. Darüber hinaus zielt die Arbeit darauf ab, dem Leser die wesentlichen Facetten und Spezifikationen der Goodwill-Bewertung in kompakter und praxisnaher Form verständlich zu machen.
Die Arbeit untersucht die Relevanz des Goodwill-Wahlrechts für Minderheitsgesellschafter. Es wird gezeigt, dass im Geschäftsjahr 2010 kein Unternehmen des DAX30 dieses Wahlrecht nutzte. Die Arbeit beleuchtet die Intention von Unternehmen bei der Goodwill-Allokation, welche darin besteht, erworbenen Goodwill auf eine möglichst große Gruppe von CGUs zu verteilen, um sich die Vorteile von Kompensationseffekten zunutze zu machen. Eine Analyse der Goodwill-Impairments der DAX30-Konzerne zeigt die Zweischneidigkeit dieser Kompensationseffekte auf.
Im Rahmen des Goodwill-Impairment-Tests fokussiert sich die Arbeit auf die standardkonforme Ermittlung des Nutzungswertes. Es wird aufgezeigt, dass Anpassungsvorschriften des IAS 36, die eine Adjustierung der internen Planungsrechnung um Investitionen und Restrukturierungsmaßnahmen erfordern, von vielen Unternehmen ignoriert werden.
Goodwill, IFRS-Bilanzierung, Unternehmenszusammenschlüsse, Goodwill-Bewertung, Goodwill-Wahlrecht, Minderheitsgesellschafter, Full Goodwill Approach, Partial Goodwill Approach, Goodwill-Allokation, Impairment-Test, Nutzungswert, erzielbarer Betrag, Cash Generating Unit (CGU), DAX30-Konzerne, Fair Value Accounting.
Beim Partial Goodwill Approach wird nur der anteilige Goodwill des Erwerbers bilanziert. Der Full Goodwill Approach hingegen erfasst auch den Goodwill, der auf die Minderheitsgesellschafter entfällt.
Da Goodwill nicht planmäßig abgeschrieben wird, muss jährlich ein Impairment-Test durchgeführt werden. Dabei wird der Buchwert einer Cash Generating Unit (CGU) mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen, um Wertminderungen festzustellen.
Eine CGU ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die weitgehend unabhängige Mittelzuflüsse erzeugt. Auf diese Einheiten wird der Goodwill bei der Akquisition verteilt.
Empirische Analysen (Stand 2010/2012) zeigen, dass DAX30-Unternehmen das Wahlrecht zum Full Goodwill Approach kaum nutzten und oft Ermessensspielräume bei der Allokation verwenden, um Kompensationseffekte zu erzielen.
Kritisiert werden vor allem die weiten Ermessensspielräume, die mangelnde Stetigkeit durch Wahlrechte und die oft unzureichende Anpassung interner Planungsrechnungen bei der Ermittlung des Nutzungswertes.
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