Bachelorarbeit, 2011
71 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitende Betrachtung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3 Relevanz der Discounted Cash Flow Methode in der Praxis
2 Exkurs zu Rating
2.1 Grundlagen
2.2 Ratingkriterien nach Standard & Poor´s (S&P)
2.3 Ratingklassen nach S&P
2.4 Ausfallwahrscheinlichkeiten (Default Rates) nach S&P
2.5 Wahrscheinlichkeit der Ratingänderung (Corporate Transition Rates) nach S&P
2.6 Relevanz des Ratings für die DCF Methode
3 Die Discounted Cash Flow Methode im Entity WACC Approach
3.1 Grundlagen
3.2 Bestimmung der Kapitalkosten
3.2.1 Das Capital Asset Pricing Modell (CAPM)
3.2.1.1 Der risikolose Basiszinssatz
3.2.1.2 Die Marktrisikoprämie
3.2.1.3 Der Betafaktor
3.2.2 Der Weighted Average Cost of Capital (WACC) Ansatz
3.2.2.1 Die Eigenkapitalkosten
3.2.2.2 Die Fremdkapitalkosten
3.2.2.3 Das Tax Shield
3.2.2.4 Die Kapitalstruktur
3.3 Ermittlung des Enterprise Values
3.3.1 Die Free Cash Flow to the Firm (FCFF)
3.3.2 Der Terminal Value
3.4 Ermittlung des Equity Values
3.5 Bestimmung des rechnerischen Aktienpreises
4 Bewertung der Henkel AG & Co. KGaA
4.1 Ausgangspunkt der Bewertung
4.2 Das Bewertungsmodell
4.3 Ergebnis der Bewetung
5 Abschließende Bewertung und Handlungsempfehlungen
5.1 Zusammenfassung
5.2 Erweiterte Unternehmensanalyse
5.3 Kritische Würdigung des „Ratings“
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Bonitätsratings auf die Unternehmensbewertung mittels der Discounted Cash Flow (DCF) Methode unter Anwendung des Entity WACC Approach. Ziel ist es, die systematischen Auswirkungen von Ratingveränderungen auf die Kapitalkosten, den Enterprise Value und den resultierenden Aktienpreis anhand einer praxisnahen Fallstudie zu simulieren und zu bewerten.
2.2 Ratingkriterien nach Standard & Poor´s (S&P)
Die Ratingagentur Standard & Poor´s definiert ihre Kreditratings folgendermaßen:
„Standard & Poor´s credit ratings are designed primarily to provide relative rankings among issuers and obligations of overall creditworthiness; the ratings are not measures of absolute default probability. Creditworthiness encompasses likelihood of default, and also includes (i) payment priority, (ii) recovery, and (iii) credit stability.”12
Weiter werden die Bonitätsnoten als “forward-looking opinions about the creditworthiness” bezeichnet. Die Ratingvergabe erfolgt nach einer relativen Skala, die lediglich Aussagen über eine höhere oder schlechtere Bonität zulassen, jedoch keine absoluten Aussagen. Mit „creditworthiness“ wird die vertragsgerechte Abbezahlung definiert. Im Mittelpunkt der Bonitätsprüfung steht die Frage des „likelihood of default“, das die Bereitschaft (zeitlich) und die vollständige Zahlung (in voller Höhe) untersucht. Schlussfolgerung ist, dass Emittenten mit höherem Rating seltener ausfallen, als welche mit niedrigerem. Zur Klassifizierung werden dabei auch hypothetische Stressszenarien je Ratingklasse durchgespielt, denen die Emittenten widerstehen müssen.
Faktoren zweiter Güte: (i) payment priority (Vorrang- und Nachrangkapital), (ii) recovery stability (prognostizierte anteilige Rückzahlung bei Ausfall), (iii) credit stability (Kreditstabilität auf eine veränderte Ausgangslage).13
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die aktuelle Relevanz von Ratings vor dem Hintergrund globaler Schuldenkrisen und Definition der Zielsetzung der Arbeit unter Fokus auf den DCF-Entity-Ansatz.
2 Exkurs zu Rating: Detaillierte Darstellung der Funktionsweise von Ratingagenturen, der Bedeutung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und der methodischen Herleitung von Ratingänderungen.
3 Die Discounted Cash Flow Methode im Entity WACC Approach: Wissenschaftliche Herleitung der Bewertungssystematik, inklusive der Ermittlung von Kapitalkosten (CAPM, WACC), Unternehmenswerten und der Berücksichtigung von Fremdkapitalrisiken.
4 Bewertung der Henkel AG & Co. KGaA: Praktische Anwendung des Bewertungsmodells auf die Henkel AG & Co. KGaA zur Simulation der Auswirkungen eines Rating-Downgrades auf den Unternehmenswert.
5 Abschließende Bewertung und Handlungsempfehlungen: Zusammenfassende kritische Würdigung der Ergebnisse sowie Diskussion der Grenzen des Ratingeinflusses und der Unternehmensanalyse.
Unternehmensbewertung, Discounted Cash Flow, WACC Ansatz, Bonitätsrating, Ausfallwahrscheinlichkeit, Fremdkapitalkosten, Kapitalkosten, Enterprise Value, Equity Value, Credit Spread, Henkel AG & Co. KGaA, Finanzmarktkrise, Unternehmensanalyse, Kapitalstruktur, Terminal Value.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Quantifizierung des Einflusses von externen Bonitätsratings auf die Bewertung von Unternehmen mittels der Discounted Cash Flow Methode im WACC-Ansatz.
Zentrale Themen sind die Ratingmethodik der Agentur Standard & Poor's, die Bestimmung der Kapitalkosten unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken sowie die Überleitung vom Unternehmenswert zum Aktienwert.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss einer Ratingabstufung auf den rechnerischen Aktienpreis zu isolieren und methodisch korrekt in einem DCF-Modell abzubilden.
Es wird das DCF-Verfahren im Entity-Ansatz (Bruttoverfahren) verwendet, wobei der WACC-Ansatz zur Diskontierung der Cash Flows herangezogen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Exkursion zu Rating-Systematiken und eine detaillierte technische Darstellung der Bewertungsformeln, gefolgt von einer konkreten Fallstudie.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Unternehmensbewertung, WACC, Bonitätsrating, Ausfallwahrscheinlichkeit und Enterprise Value.
Das Rating determiniert maßgeblich den Credit Spread, der auf den risikofreien Zins aufgeschlagen wird, und beeinflusst damit die Gesamtkapitalkosten sowie das Risiko-Rendite-Profil des Unternehmens.
Sie dient als konkretes, praxisnahes Fallbeispiel, an dem die Auswirkungen eines theoretischen Rating-Downgrades von A auf BBB auf den Unternehmenswert simuliert werden.
Da der Terminal Value den größten Teil des Unternehmenswerts ausmacht, führen schon geringe Anpassungen durch das Ausfallrisiko zu signifikanten Änderungen des Gesamtwerts.
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