Bachelorarbeit, 2008
52 Seiten, Note: 1,5
Diese Abhandlung analysiert zwei Werke des 19. Jahrhunderts, "Die Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann und "Der Doppelgänger" von Fjodor M. Dostojewski, im Lichte der psychoanalytischen Textinterpretation. Das Doppelgängermotiv dient dabei als Ausgangspunkt der Interpretation, um die tiefer liegenden, unbewussten Strukturen der Werke zu extrahieren, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Gestaltung des Doppelgängers zu eruieren und allgemeine Aussagen über das Motiv zu treffen.
Die Einführung behandelt die Figur des Doppelgängers als Ausdruck innerer Gespaltenheit und stellt die Verbindung zu den psychoanalytischen Theorien Freuds her. Das zweite Kapitel beleuchtet die Rechtfertigung der psychoanalytischen Textinterpretation und zeigt die enge Beziehung zwischen Literatur und Psychoanalyse auf. Im dritten Kapitel werden die wichtigsten psychoanalytischen Paradigmen zum Doppelgänger vorgestellt, darunter der Begriff des Ichs, die Narzissmustheorie und das Spiegelstadium. Das vierte Kapitel konzentriert sich auf E.T.A. Hoffmanns "Die Elixiere des Teufels" und untersucht die Prämissen der narzisstischen Spaltung sowie die Aufspaltung des Ichs in Ich, Es und Über-Ich. Das fünfte Kapitel widmet sich Fjodor M. Dostojewskis "Der Doppelgänger" und analysiert die narzisstische Spaltung, die Rolle des Doppelgängers als Ideal und Rivale sowie die Verkörperung des schlechten Gewissens.
Doppelgängermotiv, psychoanalytische Textinterpretation, Sigmund Freud, Jacques Lacan, E.T.A. Hoffmann, Fjodor M. Dostojewski, Die Elixiere des Teufels, Der Doppelgänger, Spaltung des Ichs, Narzissmus, Spiegelstadium, Ich-Problematik, literarische Analyse, psychologische Dimension.
Es ist Ausdruck innerer Gespaltenheit und dient dazu, den Verlust eines einheitlichen Persönlichkeitsbewusstseins zu demonstrieren.
In der Theorie Freuds wird der Doppelgänger als Verkörperung verdrängter Ich-Aspekte und als Produkt von Spannungen im psychischen Apparat gesehen.
Analysiert werden "Die Elixiere des Teufels" von E.T.A. Hoffmann und "Der Doppelgänger" von Fjodor M. Dostojewski.
Das Spiegelstadium wird als bildender Faktor der Ich-Funktion herangezogen, um die Identitätsproblematik der literarischen Figuren zu erklären.
Die Spaltung erweist sich oft als unüberwindbar und führt zur Zerrissenheit zwischen dem Ideal-Ich und den verdrängten Trieben (Es).
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