Diplomarbeit, 1996
132 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Was versteht man unter Hochaltrigkeit?
3. Demographische Entwicklung
3.1. Altersentwicklung bzw. Alterspilz
4. Was versteht man unter Alt und Altern?
4.1. Definitionen
5. Altersbestimmungen
5.1. Kalendarisches bzw. chronologisches Alter
5.2. Biologisches Alter
5.3. Psychologisches Alter
5.4. Soziales Alter
6. Alternstheorien
6.1. Das Defizitmodell
6.2. Die kognitive Alternstheorie
6.3. Die Aktivitätstheorie
6.4. Die Disengagement Theorie
6.5. Die Kontinuitätstheorie
7. Altersstrukturwandel im Lebenslagenkonzept
7.1. Verjüngung des Alters
7.2. Entberuflichung
7.2.1. Die Entberuflichung des Alters als Alterszeit ohne Berufstätigkeit
7.2.2. Den Prozeß der Berufsaufgabe
7.3. Feminisierung
7.3.1. Partizipation
7.3.2. Feminisierung der Altersarmut
7.3.3. Gefährdung und Abhängigkeit
7.4. Singularisierung
7.5. Hochaltrigkeit
8. Wissenschaftliche Erklärungsansätze zum Alter(n)
9. Woran könnte es hypothetisch liegen, daß Menschen so alt werden?
9.1. Durch die Lebenskontinuität
9.2. Durch Lebenserfahrung und Lebenssinn
9.3. Durch die Lebenszufriedenheit
9.4. Durch die Art und Weise des Umgangs mit kritischen Lebensereignissen
10. Mit welchem methodischem Instrumentarium versuche ich meine Hypothesen zu verifizieren?
10.1. Interview
10.2. Soziogramm
10.3. Zielgerichtetes Interview
11. Zur methodischen Umsetzung der Untersuchung
11.1. Zur Kindheit
Zum Erwachsenenalter
11.3. Zum Alter
12. Erstellung eines Interviewleitfaden
12.1. Zum Themenkomplex Kindheit
12.2. Zum Themenkomplex Erwachsenenalter
12.3. Zum Themenkomplex Alter
13. Zum Untersuchungsansatz und Auswahl der Interviewpartner/innen
14. Umsetzung des methodischen Ansatzes auf die Überprüfung meiner Hypothesen
14.1. Zur Lebensphase Kindheit
14.2. Zur Lebensphase Erwachsenenalters
14.3. Zur Lebensphase des Alters
14.4. Zusammenfassung
15. Zusammenfassung der Interviews
15.1. Zusammenfassung des Interviews von Herrn B.
15.1.1 Zur Kindheit
15.1.2 Zur Erwachsenenalter
15.1.3 Zum Alter
15.2. Zusammenfassung des Interviews von Frau F.
15.2.1 Zur Kindheit
15.2.2 Zur Erwachsenenalter
15.2.3 Zum Alter
15.3. Zusammenfassung der Interviews von Frau M. und Frau V.
15.3.1 Zur Kindheit
15.3.2 Zur Erwachsenenalter
15.3.3 Zum Alter
15.4. Zusammenfassung
16. Umsetzung meiner Hypothesen auf die Lebensbiographien
16.1. Zur Lebenskontinuität
16.2. Zum Umgang mit kritischen Lebensereignissen
16.3. Zur Lebenserfahrung und dem Lebenssinn
16.4. Zur Lebenszufriedenheit
17. Zusammenfassende Ergebnisse meiner Untersuchung
18. Niederschrift der einzelnen Interviews
18.1. Niederschrift des ersten Interviews
18.1.1 Aus seinem Leben berichtet Herr B. folgendes
18.2. Niederschrift des zweiten Interviews
18.2.1 Aus ihrem Leben berichtet Frau F. folgendes
18.3. Niederschrift des dritten und vierten Interviews
18.3.1 Aus ihrem Leben berichten Frau M. und Frau V. folgendes
Ziel der Arbeit ist es, die Faktoren zu identifizieren, die hochaltrige Menschen befähigen, ein hohes Alter zu erreichen, und zu untersuchen, ob diese Hochaltrigkeit primär durch den Lebenslauf oder durch genetische Faktoren bestimmt wird. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die lebensbiographische Entwicklung und deren Einfluss auf die heutige Lebenssituation der Probanden.
15.1.1. Zu seiner Kindheit und Jugend berichtet Herr B. folgendes:
Zur Kindheit und Jugend sagte Herr B., daß sie sehr traurig gewesen sei. Er sei unehelich geboren worden und habe kein Elternhaus gehabt. Die Mutter habe ihn damals ins Heim gegeben. Zuerst sei er wohl bis zu seinem fünften Lebensjahr in einem Heim, das zum Caritasverband gehörte, in Berlin-Hermsdorf gewesen und anschließend in einem weiteren Heim, das von Nonnen geleitet wurde, in Frankfurt an der Oder untergebracht worden. Genauere Daten darüber sind Herrn B. bis heute nicht bekannt.
Die damaligen Zustände im Heim schildert Herr B. als sehr schlimm. Er sagt dazu, „da spielte sich allerhand traurige Sachen ab.“ So berichtet Herr B., daß sowohl er, als auch andere Kinder im dort Heim geschlagen wurden. Herr B. meint, daß es für ihn zu dieser Zeit keine nähere Bezugsperson gab. Er war vollkommen sich selbst überlassen und betrachtete sich selbst als vollkommen „fremdes Objekt“.
Als Herr B. sechs Jahre alt wurde, gab es wohl für das Heim, indem er sich damals gerade befand, keine Möglichkeit, ihn einzuschulen. Somit wurde er gleichzeitig mit der Einschulung auf einen Bauernhof nach Westpreußen geschickt. Auch diese Zeit schildert er als sehr traurig. Er mußte viel und hart arbeiten und fühlte sich ausgenutzt. Auch hier habe sich niemand so recht um ihn gekümmert. Er fühlte sich „als Außenseiter“ und „wertloses Objekt“. So mußte er, wenn er von der Schule kam, sowohl im Sommer als auch im Winter, die Schafe hüten. Er berichtet vom Tauwetter im Frühjahr, durch das er immer nasse Strümpfe bekam. Als er älter wurde mußte er die Ställe ausmisten und bei den Ernten hart mitarbeiten. Die Arbeit ging wohl vielfach über die Kräfte des Kindes und Jugendlichen. Das Schlimmste allerdings war, daß Herr B. dem sexuellen Mißbrauch der Knechte und Mägde ausgeliefert war. Dies waren Erfahrungen, die ihm schwere seelische Verletzungen zufügten.
1. Einleitung: Die Verfasserin stellt das Thema Hochaltrigkeit als wachsende gesellschaftliche Herausforderung vor und erläutert ihre persönliche Motivation für die Untersuchung.
2. Was versteht man unter Hochaltrigkeit?: Es wird der Begriff der Hochaltrigkeit definiert und in den Kontext des demographischen Altersstrukturwandels eingeordnet.
3. Demographische Entwicklung: Dieses Kapitel analysiert die Bevölkerungsdaten und zeigt den kontinuierlichen Anstieg der Hochaltrigen in der Gesellschaft auf.
4. Was versteht man unter Alt und Altern?: Es werden grundlegende Definitionen von Alt und Altern erörtert und die Komplexität des Alterungsprozesses beleuchtet.
5. Altersbestimmungen: Hier werden die verschiedenen Perspektiven auf das Alter (kalendarisch, biologisch, psychologisch, sozial) gegenübergestellt.
6. Alternstheorien: Das Kapitel bietet einen Überblick über etablierte psychologische Alternstheorien wie das Defizitmodell und die Kontinuitätstheorie.
7. Altersstrukturwandel im Lebenslagenkonzept: Das Lebenslagenkonzept wird vorgestellt, um die Auswirkungen von Alter und Altern wissenschaftlich zu erfassen.
8. Wissenschaftliche Erklärungsansätze zum Alter(n): Die Arbeit bezieht sich auf Konzepte wie "Alter im Lebenslauf" von Andreas Kruse, um das methodische Fundament für die Studie zu legen.
9. Woran könnte es hypothetisch liegen, daß Menschen so alt werden?: Hier werden vier zentrale Hypothesen aufgestellt, die als Grundlage für die Untersuchung der Lebensbiographien dienen.
10. Mit welchem methodischem Instrumentarium versuche ich meine Hypothesen zu verifizieren?: Es wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches sich primär auf das Intensivinterview und ergänzende Soziogramme stützt.
11. Zur methodischen Umsetzung der Untersuchung: Die Untersuchung wird in die drei Einheiten Kindheit, Erwachsenenalter und Alter untergliedert, um eine biografische Analyse zu ermöglichen.
12. Erstellung eines Interviewleitfaden: Der Leitfaden zur Interviewführung wird detailliert ausgearbeitet und an die drei Lebensphasen angepasst.
13. Zum Untersuchungsansatz und Auswahl der Interviewpartner/innen: Die Auswahl der vier Probanden wird begründet und deren persönliches und soziales Umfeld kurz vorgestellt.
14. Umsetzung des methodischen Ansatzes auf die Überprüfung meiner Hypothesen: Die theoretischen Annahmen werden auf die Lebensphasen der Interviewpartner angewendet.
15. Zusammenfassung der Interviews: Hier werden die biografischen Ergebnisse für die jeweiligen Interviewpartner (Herr B., Frau F., Frau M. und Frau V.) prägnant zusammengefasst.
16. Umsetzung meiner Hypothesen auf die Lebensbiographien: Die zuvor aufgestellten Hypothesen werden konkret auf die Lebensverläufe der Befragten übertragen und ausgewertet.
17. Zusammenfassende Ergebnisse meiner Untersuchung: Das Fazit zieht die Schlussfolgerung, dass Hochaltrigkeit vermutlich weniger durch biographische Faktoren, sondern primär durch genetische Faktoren bedingt ist.
Hochaltrigkeit, Altern, Gerontologie, Lebensbiographie, Lebenslauf, Lebenskontinuität, Lebenserfahrung, Lebenssinn, Lebenszufriedenheit, Qualitative Interviews, Demographische Entwicklung, Alternstheorien, Lebenslagenkonzept, Biografiearbeit, Genetik.
Die Diplomarbeit untersucht die Faktoren, die das Erreichen eines sehr hohen Alters (Hochaltrigkeit) begünstigen, anhand von qualitativen Interviews und lebensbiographischen Analysen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Lebensphasen Kindheit, Erwachsenenalter und Alter und analysiert dabei Aspekte wie Lebenskontinuität, Lebenserfahrung, Lebenssinn und den Umgang mit Krisen.
Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, ob Hochaltrigkeit durch spezifische biographische Vorbedingungen erklärbar ist oder ob sie vermutlich genetisch determiniert ist.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf narrativen Tiefeninterviews (Intensivinterviews) und der Erstellung von Soziogrammen mit Holzbausteinen zur bildlichen Darstellung familiärer Bindungen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Alterns, die Darstellung des methodischen Instrumentariums sowie die Durchführung und Auswertung der Interviews mit vier hochaltrigen Probanden.
Wichtige Begriffe sind Hochaltrigkeit, Lebensbiographie, Alternstheorien, Lebenskontinuität, Lebenszufriedenheit und die Einordnung des Alterns in das Lebenslagenkonzept.
Die Weltkriege und die darauffolgenden Notzeiten werden von allen Interviewten als prägende Zäsuren und oft als besonders belastende Erlebnisse in ihrem Lebenslauf geschildert.
Die Autorin stellt fest, dass die untersuchten biographischen Faktoren nicht zwingend Hochaltrigkeit bedingen, und tendiert zur Auffassung, dass genetische Dispositionen eine entscheidende Rolle für ein sehr hohes Alter spielen.
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