Bachelorarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 1,6
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Sprach(en)politik in der Ersten Tschechoslowakischen Republik, insbesondere mit der Behandlung der deutschen Sprache. Sie analysiert die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen, die zur Entstehung der tschechoslowakischen Sprachgesetzgebung führten, und untersucht die Auswirkungen auf die deutsche Minderheit. Dabei werden die verfassungsrechtlichen Grundlagen, die ethnische Zusammensetzung der Republik und die Debatte um das Sprachenrecht im Kontext des Minderheitenschutzes beleuchtet.
Die Einleitung stellt die Problematik der linguistischen Definition der "tschechoslowakischen Sprache" in der Ersten Tschechoslowakischen Republik dar und erläutert die Relevanz der Sprach(en)politik im Kontext der Nationalitätenpolitik nach dem Ersten Weltkrieg. Kapitel II beleuchtet die Entstehung der Ersten Tschechoslowakischen Republik, ihre verfassungsrechtlichen Grundlagen und die ethnische und sozio-ökonomische Zusammensetzung des neuen Staates. Kapitel III befasst sich mit der Einführung des Sprachengesetzes in der Ersten Tschechoslowakischen Republik, analysiert die rechtlich-normativen Grundlagen und untersucht die Debatte um die Beschwerden der deutschen Minderheit an den Völkerbund.
Erste Tschechoslowakische Republik, Sprach(en)politik, deutsche Minderheit, Sudetendeutsche, Nationalitätenpolitik, Minderheitenschutz, Sprachenrecht, Völkerbund, Verfassungsurkunde, Gesetz über die Einführung des Sprachengesetzes.
Es war eine rechtliche Fiktion, die Tschechisch und Slowakisch als eine Amtssprache definierte, um den Nationalstaatscharakter zu betonen.
Die Deutschen waren eine bedeutende Minderheit, deren Status und Sprachenrechte oft Anlass für Konflikte mit der Zentralregierung waren.
Ein Gesetz, das die Amtssprache festlegte und Minderheiten unter bestimmten Bedingungen (z. B. 20%-Quote) den Gebrauch ihrer Sprache erlaubte.
Sie reichten Petitionen ein, um gegen die tschechoslowakische Sprachenpolitik und vermeintliche Verletzungen des Minderheitenschutzes zu protestieren.
Sprache galt als Merkmal der Volkszugehörigkeit; die Vorherrschaft einer Sprache war Ausdruck der politischen Machtverteilung im Staat.
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