Hausarbeit, 2008
28 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Definition des Hörspiels
3 Bibi Blocksberg als Hörspiel
3.1 Inhaltsanalyse
3.2 Figurenanalyse
3.2.1 Hauptfiguren
3.2.2 Nebenfiguren
3.2.3 Der Erzähler
3.3 Ausdrucksmittel des Hörspiels und ihre Funktionen
3.3.1 Sprache und Stimmen
3.3.2 Musik
3.3.3 Geräusche
4 Definition Film
5 Bibi Blocksberg als Realverfilmung
5.1 Inhaltsanalyse
5.2 Figurenanalyse
5.3 Auditive Ausdrucksmittel des Films
5.4 Visuelle Ausdrucksmittel des Films
5.4.1 Erzählen mithilfe der Kamera
5.4.2 Gestaltung vor der Kamera
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die medienästhetischen Unterschiede zwischen der Hörspielreihe „Bibi Blocksberg“ und deren filmischer Adaption. Ziel ist es zu analysieren, wie sich der Medientransfer auf die Darstellung von Inhalten und Figuren auswirkt und welche narrativen sowie gestalterischen Veränderungen durch die unterschiedlichen technischen Ausdrucksmittel bedingt sind.
3.2.1 Hauptfiguren
Die 13-jährige Bibi Blocksberg ist die bedeutendste Hauptfigur in der gleichnamigen Hörspielreihe. In der Serie wird sie als blondes Mädchen mit Pferdeschwanz dargestellt, die meist ein zeitloses grünes Kleid mit Rüschenhöschen und weiße Socken ohne Schuhe trägt. Obwohl sie magische Kräfte besitzt und mit Leidenschaft auf ihrem Hexenbesen Kartoffelbrei herumfliegt, ist Bibi keine unerreichbare Idealfigur für die kleinen Zuhörer. Denn auch sie langweilt sich manchmal, schreibt schlechte Noten in Mathematik, muss sich an Verbote und Regeln halten und ist gegenüber Respektpersonen zuweilen vorlaut. Somit ist sie neben ihrem Hexe-Dasein ein ganz normaler Teenager, sodass sich die kindlichen Zuhörer gut mit Bibi und ihren Alltagsprobleme identifizieren können. Besonders ihr Gerechtigkeitssinn, die Tierliebe und ihr Umweltbewusstsein stechen in den Folgen immer wieder hervor: „Seht euch mal den Stadtwald an. Voller Schmutz und Abfall. Und deshalb habe ich mir ein neues Spiel ausgedacht. Das Spiel heißt ‚Der Müll muss weg‘. […] Und wer den meisten Müll innerhalb einer Stunde anschleppt, der kriegt den ersten Preis.“ Wie auch in diesem Beispiel erkennbar, ist Bibi immer wieder Initiator für Aktionen und bringt die Handlung mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Offenheit dauerhaft voran.
Ihre Stimme deckt sich mit den beschriebenen Charaktereigenschaften und der Rolle, welche sie im Hörspiel einnimmt. Einerseits wirkt Bibi kindlich und sehr lebhaft, was unter anderem durch die Helligkeit der Stimme und die Schnelligkeit beim Sprechen zum Ausdruck kommt. Sobald die Lage jedoch ernster wird, senkt sich die Stimme, klingt voller und entschlossen, das aufzeigt, dass Bibi auch schon mit 13 Jahren ein Stück weit erwachsen und selbständig ist, wie sie oft beweist.
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt den Erfolg der Hörspielreihe und die Relevanz des Medientransfers zum Film, wobei die zentrale Forschungsfrage nach den Veränderungen in Inhalt und Figurendarstellung formuliert wird.
2 Definition des Hörspiels: Dieses Kapitel erläutert die medientechnischen Grundlagen des Hörspiels als rein auditives Medium und differenziert zwischen dem traditionellen und dem Neuen Hörspiel.
3 Bibi Blocksberg als Hörspiel: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Hörspielserie hinsichtlich inhaltlicher Muster, der Figurenanalyse sowie der spezifischen auditiven Gestaltungsmittel.
4 Definition Film: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis zum Medium Film und dessen multisensorische Zeichenstruktur im Vergleich zum reinen auditiven Hörspiel.
5 Bibi Blocksberg als Realverfilmung: Das Kernstück der Arbeit analysiert die filmische Umsetzung, wobei insbesondere die veränderte Narration und der Einsatz visueller Ausdrucksmittel im Vordergrund stehen.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die wesentlichen Unterschiede der Medien und konstatiert, dass der Film zwar komplexere Handlungsstränge ermöglicht, die Identifikationsleistung durch die Entlastung der Fantasie jedoch gewandelt wird.
Hörspiel, Realverfilmung, Bibi Blocksberg, Medientransfer, Medienkommunikation, Figurenanalyse, auditive Ausdrucksmittel, visuelle Ausdrucksmittel, Erzählstruktur, Hexen, Kinderhörspiel, Filmanalyse, Charakterisierung, Rezeption, Fantasie.
Die Arbeit untersucht die medialen Unterschiede zwischen der Hörspielserie „Bibi Blocksberg“ und deren Realverfilmung und analysiert, wie der Wechsel des Mediums die Erzählweise und Figurenzeichnung beeinflusst.
Die zentralen Themen sind Medientheorie (Hörspiel vs. Film), medienpädagogische Aspekte der Rezeption bei Kindern sowie die praktische Analyse von dramaturgischen und technischen Ausdrucksmitteln.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie die filmische Adaption den Inhalt verändert und inwiefern der „Grad an Adäquatheit“ in Bezug auf das Original gewahrt bleibt.
Die Arbeit nutzt Methoden der Medienanalyse, insbesondere die Inhalts- und Figurenanalyse sowie den Vergleich von narrativen Strukturen und audiovisuellen Gestaltungsmitteln.
Im Hauptteil werden zunächst das Medium Hörspiel und anschließend das Medium Film detailliert untersucht, wobei der Fokus auf dem Vergleich von Inhalt, Figuren und technischen Möglichkeiten liegt.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Medientransfer, Auditive/Visuelle Codes, Identifikation, Erzählstränge und Charakteristik geprägt.
Im Hörspiel fungiert er weitgehend als eine Art Abziehbild oder „Mathegenie“ zur Unterstützung von Bibi, während er im Film einen tieferen familiären Hintergrund und eigene Probleme erhält, was seine Rolle aufwertet.
Da der Film Informationen parallel über auditive und visuelle Kanäle liefert, entfällt der Bedarf, sich Schauplätze und Aussehen ausschließlich mental zu konstruieren, was eine stärkere „Servierung“ der Inhalte zur Folge hat.
Sie dient als Begründung dafür, warum komplexe Handlungsstränge im Hörspiel für Kinder schwerer zu verfolgen sind, während die Entlastung durch visuelle Bilder im Film eine komplexere Narration erlaubt.
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