Bachelorarbeit, 2010
65 Seiten, Note: 2,8
Einleitung
1. Zum Begriffsverständnis der Bearbeitung in der populären Musik
1.1. Terminologische Probleme
1.2. Rechtliche Aspekte
2. Bearbeitungsformen und ihr Veränderungsgrad in der Rock- und Pop-Musik
2.1. Vorschlag einer Klassifikation
2.1.1. Live-Cover
2.1.2. Coversong
2.1.3. Cover-Album
2.1.4. Tribute-Album
2.1.5. Sonderform
2.1.6. Klassische Musik als Grundlage
2.2. Coverbands und Tributebands
2.3. Veränderungsgrad bei Bearbeitungen
3. Zum Kontext von Bearbeitungen
3.1. Intentionen der Band
3.1.1. Die Vorbildrolle des Originals
3.1.2. Ironie gegenüber dem Original
3.1.3. Kommerzielle Aspekte
3.2. Auswirkungen auf den Status der Band
3.2.1. Reaktionen in der eigenen Szene
3.2.2. Reaktionen außerhalb der eigenen Szene
4. Vergleichende Analyse an ausgewählten Beispielen
4.1. Fuchs du hast die Gans gestohlen
4.2. Livin' La Vida Loca
4.3. Everybody (Backstreet's Back)
4.4. Back in Black
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe und Auswirkungen von Bearbeitungen in der populären Musik und analysiert, wie diese im Vergleich zur klassischen Musik zu bewerten sind sowie welche Intentionen Musiker dazu bewegen, fremde Lieder zu bearbeiten.
1.1. Terminologische Probleme
Der ursprüngliche Zweck von Bearbeitungen lag darin, die Schüler in Instrumentation zu unterrichten, wenn sie Klavierauszüge von Orchesterstücken erarbeiten mussten. Das instrumentale Handwerk sowie das Zusammenspiel sollten dadurch geschult und verbessert werden. Eine Bearbeitung entsteht allgemein dann, wenn eine Vorlage z.B. abgewandelt, ergänzt oder verbessert wird. Die Vorlage selbst muss hierbei nicht zwingend ein Original sein und die musikalische Bedeutsamkeit des Produkts darf nicht unterschätzt werden. Wird eine eigene Vorlage aus aufführungspraktischen Gründen ausgearbeitet, taucht manchmal der Ausdruck der Fassung auf, welche das Ziel hat, die Vorlage anlässlich einer bestimmten Aufführungssituation zu ersetzen. Im Deutschen wird dieser Begriff jedoch oft durch Version ersetzt. Eine andere, mit der Fassung vergleichbare Erscheinung war die Adaption, bei welcher am häufigsten Bühnenstücke für eine Aufführung im Konzertsaal umgestaltet wurden. Hier ging es also mehr darum, ein Stück an eine andere Gattung anzupassen.
Einleitung: Die Arbeit identifiziert einen Mangel an wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Thema "Original und Bearbeitung" in der populären Musik und stellt die zentralen Forschungsfragen vor.
1. Zum Begriffsverständnis der Bearbeitung in der populären Musik: Es werden terminologische Herausforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen erläutert, die zur Definition von Bearbeitungen notwendig sind.
2. Bearbeitungsformen und ihr Veränderungsgrad in der Rock- und Pop-Musik: Dieses Kapitel liefert eine Klassifikation verschiedener Bearbeitungsformen, von Live-Covern bis hin zu Tribute-Alben, und untersucht den Grad der musikalischen Veränderung.
3. Zum Kontext von Bearbeitungen: Hier stehen die Intentionen der Interpreten, wie Ehrfurcht, Ironie oder wirtschaftliche Interessen, sowie die Akzeptanz bei Fans im Mittelpunkt.
4. Vergleichende Analyse an ausgewählten Beispielen: Anhand konkreter Lieder werden die theoretischen Erkenntnisse praktisch angewendet und musikalische Veränderungen analysiert.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung werden resümiert und Anknüpfungspunkte für weitere Forschungen aufgezeigt.
Bearbeitung, Original, Rockmusik, Popmusik, Coversong, Tribute-Album, Urheberrecht, Metalszene, musikalische Intentionen, Vorbildrolle, Ironie, Coverband, Musikwissenschaft, Arrangement, Interpretation
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themenkomplexes "Original und Bearbeitung" innerhalb der Rock- und Popmusik, da hierzu bisher nur wenig Literatur existiert.
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Begriffs Bearbeitung, die Klassifizierung von Bearbeitungsformen, die rechtlichen Aspekte und die Untersuchung der Beweggründe (Intentionen) der Musiker.
Ziel ist es zu klären, wie sich Bearbeitungen in der heutigen Musik von denen der klassischen Musik unterscheiden, warum Musiker Lieder bearbeiten und wie diese Bearbeitungen vom Publikum wahrgenommen werden.
Der Autor kombiniert theoretische Analysen mit einer empirischen Untersuchung mittels eines Fragebogens und nutzt Interviews sowie musikalische Vergleiche an konkreten Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Bearbeitungsformen, die Kontextualisierung der Intentionen (Vorbild, Ironie, Kommerz) und eine vergleichende musikalische Analyse ausgewählter Songs.
Neben dem zentralen Begriff der Bearbeitung spielen Begriffe wie Coversong, Tribute-Album, Vorbildrolle, Ironie und die spezifische Situation der Metalszene eine entscheidende Rolle.
Diese beiden Intentionen führen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen und Wahrnehmungen: Während eine Bearbeitung aus Vorbildrolle eher eine Hommage darstellt, dient die ironische Bearbeitung oft der Provokation oder der humoristischen Distanzierung.
Die Metalszene wird als ein besonders kritischer, aber in sich recht geschlossener Kulturraum beschrieben, in dem die Akzeptanz von Pop-Bearbeitungen stark davon abhängt, ob diese als "ironisch" oder "respektlos" gegenüber dem Original wahrgenommen werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

