Diplomarbeit, 2011
111 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsproblem
1.2 Forschungsfragen
1.3 Forschungsziel
1.4 Forschungsmethode
2. Strategiebildung als Prozess
2.1 Historische Ansätze
2.2 Das Gesamtsystem der strategischen Unternehmensführung nach Hinterhuber
2.3 Lean Thinking
3. Agilität - Was heisst das eigentlich?
3.1. Vom Lean Thinking zum Agile Thinking
3.1.1 Das Agile Manifesto
3.1.2 Agilität eine Definition
3.2 Strategiebildung in non linearen Netzwerkstrukturen
4. Agiles Leadership
4.1 Strategisches Leadership von Netzwerkstrukturen
4.1.1 Die Rolle der Strategischen Geschäftseinheit
4.1.2 Dispersed Leadership
4.2 Leadership im Agilen Unternehmen
5. Agilität in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
5.1 Krise – Mehr als nur Risiko
5.1.1 Risikomanagement – wo könnten Chancen für agile Strategien liegen?
5.1.2 Unterschied zwischen Risiko und Krise und die Folge für agile Strategien
5.2 Strategisches proaktives Krisenmanagement
5.3 Innovationsfähigkeit agiler Unternehmen in Krisenzeiten
6. Kritische Betrachtung und Bewertung
6.1 Agilität in Krisenzeiten
6.2 Kurzfristiger Ansatz vs. Langfristiger Ansatz
7. Konklusion und Aussichten
Die Arbeit untersucht das Konzept agiler Unternehmen im wirtschaftlichen Kontext, insbesondere deren strategisches und taktisches Vorgehen in Krisenzeiten. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für Agilität als Instrument der situativen Anpassung zu entwickeln, eine wissenschaftliche Definition auf strategischer Ebene zu formulieren und Kriterien zu identifizieren, die agile Organisationen erfolgreich von traditionellen Unternehmen unterscheiden.
1. Einleitung
Beim Gedanken an agile Unternehmen kann eine der ersten Assoziationen eine sportlich geprägte sein. Eine bewegliche, schnelle Unternehmung, welche wie ein Schnellboot Kurs durch die Zeit hält. Das Ziel dieser Arbeit hingegen ist es, ein anderes Konzept von „agil“ zu beschreiben – „agil“ als ein Geschick der situativen Anpassung.
Die Wirtschaftskrise 2008, welche ihre Eruptionswellen ausgehend vom amerikanischen Subprime Mortgage Markt über die ganze Wirtschaft ausbreitet, ist eine Herausforderung für das Management einer jeden Unternehmung. Die globalisierte Wirtschaft hat einen Grad an Vernetzung erreicht, welcher in Krisenzeiten die Zusammenhänge aufs Brutalste verdeutlicht. Seien es die Subprime Krise 2008 oder Naturkatastrophen gefolgt von Ernteausfällen 2010, alle verdeutlichen die vernetzte Struktur einer immer stärker interdependenten Gesellschaft und deren Wirtschaft.
Wenn nach einer Krise die gleichen Strategien, wie vor der Krise angewandt werden, können keine neuen Ergebnisse erwartet werden. Schliesslich ist die Krise aufgrund der Entscheidungen und verfehlten Strategien erst möglich geworden. Ein Handeln gemäss dem Motto: „Der König ist tot, es lebe der König!“ führt zu keinen neuen Strukturen, welche bei der nächsten Krise zu mehr Stabilität und verlustfreiem Leiten der betroffenen Unternehmen führen können.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch die Herausforderungen der Wirtschaftskrise 2008 und definiert das Ziel, "Agilität" jenseits von sportlichen Assoziationen als Geschick der situativen Anpassung zu begreifen.
2. Strategiebildung als Prozess: Hier werden historische Ansätze der Strategiebildung untersucht, das Gesamtsystem der strategischen Unternehmensführung nach Hinterhuber erläutert und die Konzepte des Lean Thinking analysiert.
3. Agilität - Was heisst das eigentlich?: Dieses Kapitel führt von Lean Thinking zu Agile Thinking, diskutiert das Agile Manifesto und leitet eine wissenschaftlich fundierte Definition von Agilität für die strategische Ebene her.
4. Agiles Leadership: Das Kapitel beleuchtet die Rolle strategischer Geschäftseinheiten, stellt das Modell des Dispersed Leadership vor und kombiniert es mit Servant Leadership im Kontext agiler Organisationen.
5. Agilität in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Es wird untersucht, wie agile Strategien bei der Bewältigung von Risiken und Krisen helfen und wie ein proaktives Krisenmanagement im Gegensatz zu traditionellen Modellen agieren kann.
6. Kritische Betrachtung und Bewertung: Hier wird der Erfolg von Agilität in Krisenzeiten kritisch reflektiert und der Unterschied zwischen kurzfristigen taktischen Maßnahmen und langfristigen strategischen Ansätzen herausgearbeitet.
7. Konklusion und Aussichten: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt Impulse für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen zu agilen Organisations- und Führungsmodellen.
Agilität, Strategische Agilität, Agile Unternehmen, Strategisches Management, Krisenmanagement, Dispersed Leadership, Lean Thinking, Netzwerkorganisation, Strategische Geschäftseinheiten, Transformation, Unternehmensführung, Anpassungsfähigkeit, Servant Leadership, Innovationsfähigkeit, Krisenprävention
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich Unternehmen durch agile Strukturen und Führungsmethoden erfolgreich an ein volatiles wirtschaftliches Umfeld anpassen können, um insbesondere in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben.
Die Arbeit behandelt die strategische Unternehmensführung, den Wandel von Lean Thinking hin zu Agilität, die Organisationsstruktur moderner Netzwerke sowie die Rolle von Leadership-Modellen wie Dispersed und Servant Leadership.
Das Hauptziel ist es, Agilität im wirtschaftlichen Sinne als strategisches Konzept zu definieren, Merkmale agiler Unternehmen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese ihre strategische Handlungsfähigkeit durch proaktive Anpassung sichern.
Die Arbeit basiert auf einer kritischen, explizierenden Literaturanalyse von Primär- und Sekundärliteratur, um den aktuellen Wissensstand zu systematisieren und ein ganzheitliches Verständnis für Agilität zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Strategiebildung, die Definition und Charakterisierung von Agilität, die Analyse agiler Netzwerkstrukturen sowie die Untersuchung neuer Führungsstile in agilen Organisationen.
Die zentralen Begriffe sind Strategische Agilität, Dispersed Leadership, Lean Thinking, Netzwerkorganisation und proaktives Krisenmanagement.
Der Autor nutzt Lean Thinking als Heranführung, um zu verdeutlichen, wie operative Effizienz erreicht wird, zeigt jedoch gleichzeitig die Grenzen dieser starren Strukturen auf, um die Notwendigkeit agiler, flexiblerer Ansätze zu begründen.
Im Gegensatz zu traditionellen, hierarchischen Führungsmodellen, die auf einer starken Führungspersönlichkeit basieren, verteilt Dispersed Leadership die Führungsmacht prozessorientiert auf mehrere Ebenen und Einheiten, was die Kollaboration fördert.
Agilität wird definiert als die strategisch proaktive Adaptation an unvermittelt veränderte Verhältnisse, durch richtige Antizipation zukünftiger Ereignisse, anhand gezielter Perzeption der gegenwärtigen Situation, als zielgerichtete Handlung unter zeitlichem Druck.
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