Examensarbeit, 2011
27 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Corporate Identity und Unternehmensmission
2.1. Unternehmensidentität als „Wir-Bewusstsein“
2.2. Mission und öffentlicher Auftrag beim Nonprofit-Unternehmen
3. Kommunikationspolitik und Schnittstellen-Management am Theater Lübeck
3.1. Theater Lübeck: Struktureller, politischer, wirtschaftlicher Hintergrund
3.2. Mission und strategische Ausrichtung der Kommunikationspolitik
3.3. Aspekte der internen Kommunikation am Beispiel der Aufführung von „Kasimir und Karoline“ am Theater Lübeck
3.4. Zwischen Kunst und Betrieb: Der Dramaturg als Schnittstellen-Manager im Theater
3.5. Aspekte der externen Kommunikation am Beispiel der Aufführung von „Kasimir und Karoline“ am Theater Lübeck
3.5.1. Beispiele für externe Kommunikationsinstrumente (Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Verkaufsförderung, Beschwerdemanagement)
4. Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht, wie ein städtischer Theaterbetrieb trotz seiner primären Produktorientierung strategische Marketinginstrumente einsetzen kann, um den Erhalt öffentlicher Subventionen durch eine verbesserte Außenwirkung und Zielgruppenbindung zu legitimieren. Dabei wird der Fokus auf das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und betriebswirtschaftlichen Anforderungen gelegt.
3.1. Theater Lübeck: Struktureller, politischer und wirtschaftlicher Hintergrund
Die strategische Kommunikationspolitik einer Nonprofit-Organisation muss sich neben ihrer künstlerischen und absatzmarktgerichteten Ziele aufgrund ihrer Abhängigkeit von öffentlichen Subventionen gerade auch gegenüber dem Finanzmarkt erfolgreich positionieren. Da ich in dieser Thesis kommunikationspolitische Strategien am Beispiel einer Inszenierung am Theater Lübeck aus der Spielzeit 2007/08 untersuche, skizziere ich hier umrisshaft die strukturelle, wirtschaftliche und politische Situation des Theater Lübeck, das in der besagten Saison mit einem neuen Direktorium startete. Diesem personellen und strukturellem Umbruch, bei dem der Träger der Theater Lübeck GmbH eine Generalintendanz durch die Form eines 3-köpfigen Direktoriums mit einem geschäftsführenden Theaterdirektor, einem Opern- und Musiktheater-Direktor sowie einem Schauspieldirektor ersetzt haben, ging eine politische Debatte um die Schließung des Theater Lübeck voraus. Im März 2006 hatte der CDU-Wirtschaftsrat dem Bürgermeister der Stadt Lübeck, Bernd Saxe, aufgrund des städtischen Haushaltsdefizits in Höhe von 153,5 Mio. Euro empfohlen, das Theater Lübeck „als defizitären Kulturbetrieb der Stadt“ zu schließen. Darauf reagierte der Bürgermeister mit einer öffentlichen Abstimmung über die in der Öffentlichkeit diskutierte Schließung des Theaters auf der Internetseite der Stadt Lübeck, die mit einem eindeutigen Votum der Besucher der Internetseite gegen eine Schließung endete.
Im März 2007 trat das neu strukturierte und besetzte Direktorium des Theaters, dessen Form eine Abwendung vom „Intendantentheater“ und eine Hinwendung „zu einer kaufmännischen Leitung des Theaters“ bedeutete, um „bessere wirtschaftliche Ergebnisse“ zu erzielen, mit seinem Programm für die Spielzeit 2007/08 an die Öffentlichkeit. Die Finanzierung der Theater Lübeck GmbH erfolgt seither weiterhin durch das Land Schleswig-Holstein (9,8 Mio. Euro) und die Stadt Lübeck (6,6 Mio. Euro) und bietet auf der betrieblichen Basis von ca. 288 Planstellen pro Saison spartenübergreifend ca. 470 Vorstellungen vor insgesamt ca. 150.000 Zuschauern.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Marketing für staatlich subventionierte Theaterbetriebe und definiert das Ziel der Arbeit, eine Brücke zwischen Kunst und marktorientierter Kommunikation zu schlagen.
2. Corporate Identity und Unternehmensmission: Dieses Kapitel erläutert, wie ein „Wir-Bewusstsein“ und eine klare Unternehmensphilosophie die Identifikation der Mitarbeiter fördern und als Basis für eine einheitliche Außenwirkung dienen.
3. Kommunikationspolitik und Schnittstellen-Management am Theater Lübeck: Hier wird anhand des konkreten Beispiels die Komplexität der internen und externen Kommunikation beleuchtet, wobei besonders der Konflikt zwischen künstlerischem Anspruch und betrieblichen Notwendigkeiten hervortritt.
4. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass eine integrierte Kommunikationsstrategie essenziell ist, um die Legitimität des Theaters in Zeiten knapper öffentlicher Kassen zu sichern und die Produktorientierung erfolgreich zu vermitteln.
Kommunikationspolitik, Theater Lübeck, Corporate Identity, Nonprofit-Marketing, Schnittstellen-Management, Dramaturgie, Kulturmanagement, Spielzeit 2007/08, Kasimir und Karoline, Besuchermarketing, Subventionen, Öffentlichkeitsarbeit, Theaterbetrieb, Zuschauerbindung, Kulturauftrag.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen Kommunikationspolitik von städtischen Theaterbetrieben und der Notwendigkeit, moderne Managementansätze auf den Kulturbetrieb zu übertragen.
Die zentralen Themen sind Corporate Identity, das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Produktion und Marketing, sowie die interne und externe Kommunikation in einer Nonprofit-Organisation.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Theaterunternehmen durch eine gezielte Kommunikationsstrategie ihre Legitimation sichern und gleichzeitig ihren künstlerischen Auftrag erfüllen können.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Fallstudienarbeit, die die theoretischen Konzepte des Kulturmarketings an der konkreten Spielzeit 2007/08 des Theater Lübeck analysiert.
Der Hauptteil analysiert die strukturellen Hintergründe des Theater Lübeck, die Rolle des Dramaturgen als Schnittstelle zwischen den Abteilungen sowie spezifische Maßnahmen der Kommunikation am Beispiel der Inszenierung „Kasimir und Karoline“.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Kommunikationspolitik, Nonprofit-Marketing, Corporate Identity und Schnittstellen-Management definieren.
Der Dramaturg fungiert als zentraler Schnittstellen-Manager, der zwischen den Interessen der künstlerischen Produktion und den Anforderungen des Theaterbetriebs (Marketing/PR) vermitteln muss.
Das Beispiel illustriert den Konflikt zwischen dem Marketingwunsch nach Kundenbindung und dem künstlerischen Schutzraum, wobei die „Kostprobe“ als Format sowohl Chancen als auch erhebliche Reibungspunkte offenbart.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

