Diplomarbeit, 2010
118 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Methodische Vorgehensweise
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Städtekooperationen im theoretischen und konzeptionellen Kontext
2.1 Aktualität des Themas und Stand der Forschung
2.2 Grundlagen und Theorien
2.3 Kooperations- und Transaktionskostentheorie als Forschungsansatz
2.3.1 Definition von Kooperation und Beschreibung der Kooperationstheorie
2.3.2 Transaktionskosten in Netzwerken
2.3.3 Transaktionskostentheorie
2.3.3.1 Verhaltensannahmen der Transaktionspartner
2.3.3.2 Merkmale von Transaktionen
2.3.4 Bildung regionaler Netzwerke aufgrund sinkender Transaktionskosten
2.3.5 Übertragung der Kooperations- und Transaktionskostentheorie auf den Forschungsgegenstand
2.4 Beschreibung von Städtenetzen/ Städtekooperationen
2.4.1 Historie
2.4.2 Definition, Funktion und Aufbau von Städtenetzen
2.4.3 Klassifizierung von Städtenetzen
2.4.4 Leitbilder und gesetzlicher Rahmen von Städtenetzen als Planungsinstrument
2.4.5 Probleme und Kritik des Städtenetzansatzes
3 Untersuchungsmethoden und Datenerhebung
3.1 Wissenschaftstheoretischer Hintergrund
3.1.1 Triangulation
3.1.2 Der qualitativen Forschungsansatzes
3.2 Datenerhebung
3.2.1 Literaturauswertung
3.2.2 Schriftliche Befragung
3.2.2.1 Auswahl der Städtekooperationen
3.2.2.2 Verlauf der schriftlichen Befragung
3.2.3 Problemzentriertes Experteninterview
3.2.3.1 Erstellung des Interviewleitfadens
3.2.3.2 Auswahl der Interviewpartner
3.2.3.3 Verlauf der geführten Experteninterviews
3.3. Lage der Städtekooperation und Ausgangssituation
4 Wirkungsweise von Städtekooperationen
4.1 Ergebnisse der schriftlichen Befragung
4.2 Aspekte und Verlauf der Städtekooperationsgründung
4.3 Organisationsform und Finanzierung der Städtekooperationen
4.4 Zusammenarbeit in Städtekooperationen
4.5 Aufgaben und Ergebnisse der Kooperationsarbeit
4. 6 Daseinsvorsorge und demographischer Wandel
4.7 Entwicklung endogener Potentiale
4. 8 Konkurrenz und Konflikte
4.9 Beurteilung und Zukunft
5 Zusammenfassung, Diskussion und Empfehlungen
5.1 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
5.2 Diskussion
5.3 Deutung der Forschungsergebnisse aufgrund der Kooperations- und Transaktionskostentheorie
5.4 Handlungsempfehlungen
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Wirkungsweise informeller Instrumente der Raumordnung, konkret von "Städtenetzen" bzw. "Städtekooperationen", in schrumpfenden ostdeutschen Regionen. Das primäre Ziel ist es, zu bewerten, wie diese kooperativen Ansätze zur Bewältigung struktureller Problemlagen beitragen und welche Rolle sie im Kontext der Regionalentwicklung und des demographischen Wandels spielen.
2.3.3.1 Verhaltensannahmen der Transaktionspartner
Bezüglich der handelnden Akteure (Wirtschaftssubjekte) werden im Rahmen der Transaktionskostentheorie drei Annahmen getroffen:
Begrenzte Rationalität Akteure sind aufgrund fehlender Informationen, fehlender Kommunikation oder falscher Wahrnehmung nicht fähig völlig rational zu handeln, obwohl sie dies anstreben.
Opportunismus Streben der Akteure nach eigenem Vorteil auch durch Betrug und Arglist gegenüber dem Transaktionspartner.
Risikoneutralität Handelnde Akteure stehen allen institutionellen Organisationsformen neutral gegenüber und unterscheiden sich nicht in ihrer Bereitschaft Risiken einzugehen.
1 Einleitung: Einführung in das Forschungsfeld Städtekooperationen und Formulierung der Fragestellungen sowie der methodischen Vorgehensweise.
2 Städtekooperationen im theoretischen und konzeptionellen Kontext: Theoretische Herleitung des Themas durch Konzepte wie Regional Governance, Kooperationstheorie und Transaktionskostenansatz.
3 Untersuchungsmethoden und Datenerhebung: Erläuterung des qualitativen methodischen Vorgehens mittels Triangulation aus Literatur, Befragung und Experteninterviews.
4 Wirkungsweise von Städtekooperationen: Empirische Auswertung der Befragungen und Interviews hinsichtlich der Gründung, Organisation und Arbeit von Städtekooperationen.
5 Zusammenfassung, Diskussion und Empfehlungen: Reflexion der Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund und Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Praxis.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung kooperativer Vernetzung für schrumpfende Regionen in der Zukunft.
Städtekooperationen, Städtenetze, Raumordnung, Regionalentwicklung, demographischer Wandel, Transaktionskostentheorie, Regional Governance, interkommunale Zusammenarbeit, Daseinsvorsorge, endogene Potentiale, Netzwerke, Kooperationstheorie, Schrumpfung, Ostdeutschland, qualitative Forschung
Die Diplomarbeit analysiert, wie Städte in schrumpfenden Regionen Ostdeutschlands durch freiwillige Kooperationen versuchen, auf strukturelle Herausforderungen und den demographischen Wandel zu reagieren.
Die Arbeit fokussiert auf Kooperationsformen, regionale Governance, die Sicherung der Daseinsvorsorge sowie die Anwendung ökonomischer Theorien (insb. Transaktionskostentheorie) auf regionale Planungsprozesse.
Es wird untersucht, wie Städtekooperationen als informelles Instrument der Raumordnung wirken, ob sie ihre Kooperationsziele erreichen und welche Möglichkeiten sie zur Entwicklung endogener Potentiale bieten.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Ansatz mit Datentriangulation: Literaturanalyse, eine schriftliche Befragung von Städten sowie problemzentrierte Experteninterviews mit Akteuren aus sieben ausgewählten Kooperationen.
Der Hauptteil evaluiert die praktische Wirkungsweise der Kooperationen, von der Gründungsphase über die Organisation und Finanzierung bis hin zur Bewältigung spezifischer Aufgaben wie dem demographischen Wandel.
Sie zeichnet sich durch die Verbindung theoretischer ökonomischer Ansätze (Transaktionskostentheorie) mit der empirischen Analyse realer, informeller Netzwerke in strukturschwachen ostdeutschen Regionen aus.
Sie leitet aus den empirischen Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Städtenetzen ab, um deren Effizienz und Dauerhaftigkeit zu erhöhen.
Obwohl oft kritisiert wird, dass Kooperationen nur "weiche" Themen (Tourismus, Kultur) bearbeiten, zeigt die Arbeit, dass engagierte Netzwerke durchaus auch "harte" Themen wie Gewerbeflächenmanagement adressieren.
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