Diplomarbeit, 2011
79 Seiten
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Bearbeitungsrelevanz
1.2 Zielsetzung der Untersuchung
1.3 Vorgehensweise und Methodik
2. Grundlagen
2.1 Die informationsökonomische Analyse
2.2 Abgrenzung der Adressaten
2.3 Analysekriterien zur Beurteilung der Berichterstattung über immaterielle Vermögenswerte
2.3.1 Prognoseverlässlichkeit der Information
2.3.2 Wertrelevanz der Informationen
2.3.3 Einschränkende Nebenbedingungen
3. Die Abbildung von immateriellen Vermögenswerten im handelsrechtlichen Jahresabschluss
3.1 Definition von immateriellen Vermögenswerten
3.2 Einfluss der Ansatzvorschriften auf den Ausweis von immateriellen Vermögenswerten
3.2.1 Abstrakte Aktivierungsfähigkeit
3.2.2 Konkrete Aktivierungsfähigkeit
3.2.3 Konkretisierungen zum Bilanzansatz durch DRS 12
3.2.4 Beurteilung der Ansatzvorschriften hinsichtlich der wertrelevanten und prognoseverlässlichen Informationsvermittlung von immateriellen Vermögenswerten
3.3 Einfluss der Bewertungsvorschriften auf den Ausweis von immateriellen Vermögenswerten
3.3.1 Erstbewertung von immateriellen Vermögensgegenständen
3.3.2 Abgrenzungsproblematik zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten
3.3.3 Folgebewertung der immateriellen Vermögensgegenstände
3.3.4 Konkretisierungen zur Bewertung durch DRS 12
3.3.5 Beurteilung der Bewertungsvorschriften hinsichtlich der wertrelevanten und prognoseverlässlichen Informationsvermittlung von immateriellen Vermögenswerten
3.4 Identifizierung eines Informationsdefizits bei der Berichterstattung von immateriellen Vermögenswerten nach aktueller Rechtslage
4. Kompensationspotential des Informationsdefizits durch eine wissensbilanzierte Berichterstattung
4.1 Zur Entstehung der Wissensbilanzierung
4.2 Eignung des Lageberichts zur Berichterstattung über immaterielle Vermögenswerte
4.3 Mögliche Verfahren zur Berichterstattung über immaterielle Vermögenswerte im Lagebericht
4.4 Entwicklung einer Kategorisierung von immateriellen Vermögenswerten für eine multiindikative Lageberichterstattung
4.5 Anforderungen an die Ausgestaltung des Berichterstattungskonzeptes für den Lagebericht
4.6 Synthese eines Lageberichterstattungsansatzes über immaterielle Vermögenswerte auf Basis der Wertkategorisierung
4.6.1 Die Wertkategorie des Mitarbeiterkapitals
4.6.2 Die Wertkategorie des Externen Strukturkapitals
4.6.3 Die Wertkategorie des Internen Strukturkapitals
4.6.4 Kompensationspotential des Berichterstattungskonzeptes zur Beseitigung des Informationsdefizits über immaterielle Vermögenswerte
5. Möglichkeiten und Grenzen der Berichterstattung von immateriellen Vermögenswerten
Die Arbeit untersucht die Eignung der aktuellen nationalen Rechnungslegungsvorschriften zur Berichterstattung über immaterielle Vermögenswerte und entwickelt einen komplementären Ansatz zur Verbesserung der Informationslage für Investoren.
3.1 Definition von immateriellen Vermögenswerten
Durch den gesellschaftlichen Wandel von einer Industrie- hin zu einer Technologie- und Dienstleistungsgesellschaft, hat in den letzten Jahren insbesondere die Bedeutung von immateriellen Gütern (synonym auch Vermögenswerte) stark zugenommen. Güter dienen den Wirtschaftsobjekten zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse.
Betriebswirtschaftlich werden unter Gütern alle diejenigen Faktoren verstanden, welche vom Unternehmen zur Erstellung und Vermarktung ihrer Leistungen eingesetzt werden. Besteht ein Konkurrenzkampf um die Nutzung dieser Güter, so handelt es sich um knappe Güter oder auch wirtschaftliche Güter, anderenfalls um freie Güter.
Zu den in dieser Arbeit verwendeten wirtschaftlichen Gütern gehören neben den materiellen auch die immateriellen Güter.
Im wörtlichen Sinne steht immateriell für Stofflosigkeit oder Unkörperlichkeit. Um eine deutliche Differenzierung zwischen materiellen und immateriellen Gütern vorzunehmen, eignet sich daher als Abgrenzungskriterium das Vorhandensein bzw. das Nicht-Vorhandensein einer physischen Substanz.
Während materielle Güter durch eine körperliche Greifbarkeit eindeutig abgrenzbar und fassbar sind, bspw. Grundstücke und Maschinen, fällt eine derartige Abgrenzung durch die nicht vorhandene physische Substanz bei einem immateriellen Vermögenswert sichtlich schwerer.
Aus diesem Grund wird in der Literatur überwiegend eine Negativabgrenzung von materiellen und immateriellen Gütern vorgenommen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Unterbewertung von Unternehmen aufgrund mangelnder Berichterstattung immaterieller Vermögenswerte ein und definiert das Forschungsziel.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente gelegt, indem die informationsökonomische Analyse, der Adressatenkreis und zentrale Kriterien wie Wertrelevanz und Prognoseverlässlichkeit diskutiert werden.
3. Die Abbildung von immateriellen Vermögenswerten im handelsrechtlichen Jahresabschluss: Dieses Kapitel analysiert detailliert, wie Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach HGB und DRS 12 die Berichterstattung einschränken und zu Informationsdefiziten führen.
4. Kompensationspotential des Informationsdefizits durch eine wissensbilanzierte Berichterstattung: Das Kapitel entwickelt einen Lösungsansatz, indem es die Eignung des Lageberichts und ein multiindikatives Modell zur Kategorisierung immaterieller Werte (Mitarbeiter-, externes und internes Strukturkapital) vorschlägt.
5. Möglichkeiten und Grenzen der Berichterstattung von immateriellen Vermögenswerten: Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengefasst und die Grenzen sowie das Entwicklungspotenzial des vorgeschlagenen Berichterstattungsansatzes kritisch reflektiert.
Immaterielle Vermögenswerte, Jahresabschluss, Lagebericht, Wissensbilanzierung, Informationsdefizit, Wertrelevanz, Prognoseverlässlichkeit, Handelsgesetzbuch, BilMoG, Unternehmensberichterstattung, Investoren, Multiindikative Verfahren, Strukturkapital, Mitarbeiterkapital, Unternehmenssteuerung.
Die Arbeit analysiert die Problematik, dass immaterielle Vermögenswerte in der aktuellen handelsrechtlichen Berichterstattung nur unzureichend abgebildet werden, was zu Informationsdefiziten bei Investoren führt.
Die Themen umfassen die informationsökonomische Analyse, die handelsrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für immaterielle Güter sowie die Entwicklung eines ergänzenden Konzepts zur Berichterstattung im Lagebericht.
Ziel ist es, ein Modell zur wissensbilanzorientierten Berichterstattung zu entwickeln, das die Lücke zwischen Buchwert und Marktwert durch eine transparentere Kommunikation immaterieller Werte schließt.
Die Arbeit nutzt eine informationsökonomische Analyse sowie eine deduktive Ableitung von Kriterien zur Beurteilung der Berichterstattung, ergänzt durch eine literaturgestützte Synthese von Berichterstattungskonzepten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Analyse der HGB-Vorschriften und die Erarbeitung eines neuen, auf Wertkategorien (Mitarbeiter-, externes und internes Strukturkapital) basierenden Lageberichterstattungsansatzes.
Zentrale Begriffe sind unter anderem immaterielle Vermögenswerte, Wissensbilanzierung, Lagebericht, Wertrelevanz und Prognoseverlässlichkeit.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da Forschungskosten in der Regel nicht aktiviert werden dürfen, während Entwicklungskosten unter bestimmten Voraussetzungen aktivierungsfähig sind, was den Ausweis in der Bilanz maßgeblich beeinflusst.
Es beschreibt die Lücke zwischen dem in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert und dem tatsächlichen Marktwert eines Unternehmens, die dadurch entsteht, dass immaterielle Erfolgsfaktoren (z.B. Know-how, Kundenbeziehungen) handelsrechtlich oft nicht erfasst werden.
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