Hausarbeit, 2011
16 Seiten, Note: 1,0
1. Zielstellung
2. Was ist Kommunikation?
2.1. Definitionen des Begriffsfeldes „Kommunikation“
2.2. Unterrichtskommunikation
2.2.1 Definitionen und Axiome in der gesangspädagogischen Praxis
2.2.2 Induktive vs. deduktive Methode
3. Kommunikationsmodelle und Wahrnehmungspositionen
3.1. Modell nach Schulz von Thun
3.2. Assoziation, Dissoziation und Wahrnehmungspositionen aus dem NLP
4. Kommunikationsmodelle im Einzelunterricht
4.1. Dyadisches Modell
4.2. Triadisches Modell
4.3. Vergleich der Modelle – Vor- und Nachteile
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Kommunikationsaspekte im Gesangsunterricht, um Strategien zur Prozessoptimierung zu entwickeln. Dabei steht die Analyse des Lehrer-Schüler-Verhältnisses unter Einbeziehung systemischer Kommunikationsmodelle im Mittelpunkt, mit dem Ziel, die pädagogische Effektivität durch ein erweitertes Verständnis von Kommunikationswegen zu steigern.
4.2. Triadisches Modell
Inspiriert von der Selbstbezüglichkeit des Phänomens Stimme im Gesangsunterricht – Stimmen kommunizieren über Stimmen – und den Möglichkeiten der Assoziation und Dissoziation geht das Triadische Modell im Gegensatz zum Dyadischen Modell davon aus, dass zu den beiden Kommunikationspartnern noch die Stimme als eigene Person hinzutritt. Statt der zwei Kommunikatoren (Dyas) haben wir es bei diesem Modell mit drei Kommunikatoren (Trias) zu tun: Lehrer – Schüler – Stimme.
Dadurch, dass die Stimme als ein eigenständiges Drittes auftaucht, ermöglicht das Triadische Modell eine viel flexiblere Gestaltung des pädagogischen Prozesses als das Dyadische Modell. Was sind die Gründe dafür?
Der große Vorteil für Lehrer und Schüler liegt in der Dissoziation von Stimme und Person. Wenn es um Stimme geht, sind wir unser eigenes Instrument. Die Stimme hat viel mit uns und unserer Identität zu tun. Sie ist gleichermaßen Selbstidentifikation und Selbstausdruck. Deswegen ist Veränderungsarbeit an der Stimme grundsätzlich eine heikle Angelegenheit. Feedback zur Stimme wird – unbewusst – oft als Kritik an der eigenen Person empfunden. Durch die Wahlmöglichkeit, direkt entweder mit der Person „Stimme“ oder mit der Person „Schüler“ zu kommunizieren, hilft das Triadische Modell, genau dieses Dilemma zu vermeiden.
1. Zielstellung: Definition des Forschungsgegenstandes und der zentralen Fragestellungen bezüglich der Kommunikationsstruktur im Gesangsunterricht.
2. Was ist Kommunikation?: Theoretische Fundierung durch Definitionen und Watzlawicks Axiome, angewandt auf die unterrichtliche Interaktion.
3. Kommunikationsmodelle und Wahrnehmungspositionen: Vorstellung von Schulz von Thuns Modell sowie NLP-Techniken zur Steigerung der Flexibilität im Unterricht.
4. Kommunikationsmodelle im Einzelunterricht: Detaillierte Ausarbeitung des Dyadischen und Triadischen Modells sowie deren vergleichende Analyse.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Vorteile des Triadischen Modells und dessen Potenzial für die gesangspädagogische Ausbildung.
Kommunikation, Gesangspädagogik, Dyadisches Modell, Triadisches Modell, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Stimme, Unterrichtskommunikation, Wahrnehmungspositionen, NLP, Metakommunikation, Induktive Methode, Deduktive Methode, Rapport, Animistische Sprachmuster, Trance-Lernen
Die Arbeit analysiert die Kommunikationsstrukturen im Gesangsunterricht und wie diese das Lehrer-Schüler-Verhältnis sowie den pädagogischen Prozess beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf Kommunikationsaxiomen, der Anwendung von NLP-Methoden und der Entwicklung spezifischer Kommunikationsmodelle für den Gesangsunterricht.
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Gesangslehrer ihre Kommunikationsstrategie optimieren können, um den Unterricht effektiver zu gestalten.
Es werden kommunikationswissenschaftliche Ansätze (Watzlawick, Schulz von Thun) mit NLP-Techniken verknüpft und auf die spezifischen Anforderungen der Gesangspädagogik angewandt.
Der Hauptteil differenziert zwischen dem klassischen dyadischen Lehrer-Schüler-Modell und einem von der Autorin vorgestellten triadischen Modell, das die Stimme als dritte Entität integriert.
Zentrale Begriffe sind Kommunikationsmodelle, Triadisches Modell, Gesangspädagogik, Interdependenz und Stimme.
Während die deduktive Methode auf direkten Anweisungen des Lehrers basiert, nutzt die induktive Methode Fragen, um den Schüler zur Selbstwahrnehmung anzuregen.
Dies ist eine Methode, bei der die Stimme als lebendiges Wesen mit eigenem Willen angesprochen wird, um die Distanz zwischen Person und Instrument zu wahren.
Es bietet mehr kommunikative Wege und Wahlfreiheiten, was die psychologische Belastung durch direktes Feedback reduziert und das "Trance-Lernen" fördert.
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