Examensarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 2
1 ERLEBEN: ANBETUNG IN GOTTESDIENSTEN
1.1 ERLEBNISBERICHT:
1.2 FRAGESTELLUNG: LÄSST SICH ANBETUNG INSZENIEREN?
1.3 METHODISCHE HERANGEHENSWEISE
2 ERGLAUBEN: ANBETUNG ALS ZIEL
2.1 DAS VATERUNSER
2.2 ANBETUNG ALS PROSKYNESE VOR DEM KÖNIGSGOTT
2.2.1 DIE ALTORIENTALISCHE KÖNIGSTHEOLOGIE
2.2.2 SCHÖPFUNGSLOB AUS PS 104
2.2.3 „HEILIG, HEILIG, HEILIG“ AUS JES 6
2.3 DIE DOPPELBEWEGUNG VON ERNIEDRIGUNG UND ERHÖHUNG
2.3.1 DER GANZHEITLICHE ANSATZ DER ANTHROPOLOGIE DES AT
2.3.2 PS 8: „WAS IST DER MENSCH?“ – „MIT EHRE HAST DU IHN GEKRÖNT!“
2.3.3 DIE BESTIMMUNG DES MENSCHEN – DAS LOB GOTTES
2.4 LOB GOTTES IN HEILSGESCHICHTLICHER HINSICHT
2.4.1 KLAGELIED, LOBLIED UND HYMNUS
2.4.2 DER UNTERSCHIEDLICHE HEILSGESCHICHTLICHE ORT LOBENDER AUSSAGEN
2.5 ANBETUNG ALS FREUDIGES FEST
2.5.1 DER KULT IM ALTEN ISRAEL
2.5.2 GOTTESDIENST IM URCHRISTENTUM
2.6 ANBETUNG ALS HINEINNAHME IN DIE TRINITARISCHE ANBETUNG
2.6.1 GOTT ALLEIN GEBÜHRT DIE ANBETUNG – DAS REICH DES VATERS
2.6.2 GOTT OFFENBART SICH IN DER PERSON JESUS CHRISTUS
2.6.3 GOTT ERMÖGLICHT ANBETUNG – ANBETUNG DES GEISTES
2.6.4 TRINITARISCHE ANBETUNG
3 ERFAHREN: ANBETUNG IN VERSCHIEDENEN TRADITIONEN
3.1 ANBETUNG IN DER ORTHODOXEN KIRCHE
3.1.1 EINHEIT VON HIMMLISCHEM UND IRDISCHEM LOBPREIS IM GOTTESDIENST
3.1.2 LOBPREIS ENTSPRINGT EINER ORIENTIERUNG AN DEN TRINITARISCHEN PERSONEN
3.1.3 LOBPREIS ZWISCHEN KATAPHATIK UND APOPHATIK
3.1.4 LOBPREIS ALS TEILHABE AN DEN ENERGIEN GOTTES
3.1.5 LOBPREIS UND ETHIK
3.1.6 WÜRDIGUNG
3.2 ANBETUNG IN KATHOLISCHER TRADITION
3.2.1 DAS SÜHNEOPFER ALS TEIL DER FEIER DER EUCHARISTIE
3.2.2 DOXOLOGIE ALS WORT UND ANTWORT GOTTES IM LOBOPFER DER STUNDENGEBETE
3.2.3 DIE ECCLESIA ORANS ALS FORTSETZUNG DES GEBETS CHRISTI DURCH DIE EKKLESIA
3.2.4 WÜRDIGUNG
3.3 ANBETUNG IN EVANGELISCHER TRADITION
3.3.1 DIE NEUE ROLLE DES WORTES GOTTES – DER LOBPREIS ALS ANTWORT
3.3.2 DER REFORMIERTE „LOBPREIS DES LEBENS“
3.3.3 WÜRDIGUNG
3.4 ANBETUNG IN CHARISMATISCHER TRADITION
3.4.1 FRÖMMIGKEITSGESCHICHTLICHE EINORDNUNG
3.4.2 DER LOBPREISGOTTESDIENST
3.4.3 DIE BEDEUTUNG VON LOBPREIS UND ANBETUNG
3.4.4 BIBLISCHE GRUNDLAGE VON ANBETUNG
3.4.5 WÜRDIGUNG
3.5 NEUERE FRAGE: GOTTESDIENST ALS INSZENIERUNG
3.5.1 GOTTESDIENST ALS EREIGNIS: VON SCHLEIERMACHER ZUR NEUEREN FORSCHUNG
3.5.2 ANBETUNG ALS „INSZENIERUNG“ RELIGIÖSER URSZENEN
3.5.3 PROBLEMATIK
4 ERNEUERN: ANBETUNG IM EVANGELISCHEN GOTTESDIENST
4.1 GOTTESDIENST ALS FEIER
4.2 ANBETENDE HALTUNG AUFGRUND GOTTES ANWESENHEIT
4.3 WORT UND ANTWORT
4.4 DIE ROLLE DES ABENDMAHLS
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer „gelungenen Anbetung“ im Gottesdienst. Ausgehend von einer biblischen und theologischen Fundierung, die das Vaterunser und die Psalmen als zentrale Ankerpunkte nutzt, fragt der Autor nach der Inszenierbarkeit von Gottesbegegnungen. Dabei wird analysiert, wie in verschiedenen christlichen Konfessionen – orthodox, katholisch, evangelisch und charismatisch – Anbetung vollzogen wird, um daraus praktische Ansätze für eine Erneuerung des sonntäglichen evangelischen Gottesdienstes abzuleiten.
2.2.3 „Heilig, Heilig, Heilig“ aus Jes 6
Wahrscheinlich besuchte Jesaja lediglich einen gewöhnlichen Tempelgottesdienst. In diesem Gottesdienst, so wird in Jes 6,1-11 berichtet, geschieht die lebensverändernde Begegnung mit der Heiligkeit Gottes. Dieser Gottesdienst ereignet sich in zwei unterschiedlichen Dimensionen. In der einen Dimension findet ein gewöhnlicher, öffentlicher Tempelgottesdienst zur Zeit des Königs Usija statt, bei der ein Priester im Allerheiligsten das Opfer darbringt. In der anderen Dimension sitzt Gott auf dem Thron.
Diese zweite Dimension bricht in die erste hinein, so dass „alles, was an Zubehör zur Tempelliturgie und zum Tempelraum gehört, völlig neu zum Glühen [gebracht wurde]. Nun sitzt nicht mehr bloß ein Hoherpriester auf dem Stuhl, sondern der Herr selbst, und sein Saum füllt den Tempel. Nun sind nicht mehr bloß Seraphen auf der Lade, die dort als hölzernes Gebilde symbolischer Zierat sind, sondern es sind himmlische Wesen mit sechs Flügeln, die so laut die Heiligkeit Gottes ausrufen, daß die Schwellen des Tempels erbeben und das Haus von Rauch erfüllt ist.“ Die einzige Möglichkeit sich bei diesem Anblick zu verhalten wäre, mit einzustimmen in das „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind voll von seiner Herrlichkeit.“ Das ist ihm nicht möglich. In diesem gewöhnlichen Tempelgottesdienst erkennt Jesaja den Herrn und muss bekennen, dass er „unreiner Lippen ist und wohnt unter einem Volk von unreinen Lippen.“
Abschließend lässt sich sagen: Anbetung ist Proskynese vor dem Königsgott. Er wird nicht angebetet, weil es nicht möglich wäre andere Götter anzubeten, sondern weil er der einzige lebendige ist, der sich um die Ordnung – um die Belange der personae miserae kümmert. Dafür muss dieser Gott als anwesend erkannt sein. Das ist er durch seine Herrlichkeit in Schöpfung und Kult. Höherwertige Anwesenheit findet bei Gottes unerwartetem Einbruch in das Normale statt. Hier erfährt der Mensch, dass er im Angesicht Gottes anbeten muss, es aber nicht kann. So bleibt ihm ohne Gottes Erhebung nur das Vergehen.
1 ERLEBEN: ANBETUNG IN GOTTESDIENSTEN: Der Autor schildert seine persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen Gottesdienstformen und leitet daraus die zentrale Fragestellung ab, ob und wie Anbetung im Gottesdienst inszeniert werden kann.
2 ERGLAUBEN: ANBETUNG ALS ZIEL: Dieses Kapitel legt die biblisch-theologischen Grundlagen dar, indem es Konzepte wie Proskynese, die Doppelbewegung von Erniedrigung und Erhöhung sowie die heilsgeschichtliche Dimension von Lob und Anbetung untersucht.
3 ERFAHREN: ANBETUNG IN VERSCHIEDENEN TRADITIONEN: Eine konfessionsvergleichende Analyse, die untersucht, wie die orthodoxe, katholische, evangelische und charismatische Tradition Anbetung jeweils liturgisch und theologisch gestalten.
4 ERNEUERN: ANBETUNG IM EVANGELISCHEN GOTTESDIENST: Der Autor entwickelt praktische Impulse und „Probierfelder“, um den evangelischen Gottesdienst im Sinne einer Feier zu erneuern und Anbetung als Stehen vor Gott erfahrbar zu machen.
Anbetung, Gottesdienst, Liturgie, Proskynese, Lobpreis, Gottesbegegnung, heilsgeschichtliche Perspektive, trinitarische Anbetung, Evangelischer Gottesdienst, Inszenierung, Abendmahl, Sakrament, Anthropologie, Glaubenspraxis, Spiritualität.
Die Arbeit untersucht das Wesen christlicher Anbetung und wie diese im Gottesdienst vollzogen und theologisch begründet wird.
Zu den zentralen Themen gehören die biblischen Grundlagen der Anbetung, die Bedeutung von Liturgie, die konfessionellen Unterschiede in der Anbetungspraxis sowie die Frage nach dem Gottesdienst als Fest und Inszenierung.
Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für Anbetung zu entwickeln und auf dieser Basis praktische Vorschläge für die Erneuerung der Anbetungspraxis im evangelischen Gottesdienst zu erarbeiten.
Der Autor verbindet eine exegetische Analyse der biblischen Texte (insbesondere Psalmen und Evangelien) mit einer komparativen theologischen Untersuchung der Liturgien verschiedener Konfessionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische theologische Grundlegung, einen konfessionsvergleichenden Teil (orthodox, katholisch, evangelisch, charismatisch) und eine praktische Reflexion über den Gottesdienst als Inszenierung.
Wichtige Begriffe sind Anbetung, Proskynese, Gottesdienst, Doppelbewegung von Erniedrigung und Erhöhung sowie trinitarische Anteilhabe.
Die Doppelbewegung von Erniedrigung des Menschen und Erhöhung durch Gott beschreibt den dialektischen Kern der Anbetung, bei der der Mensch seine eigene Nichtigkeit vor Gott erkennt und durch dessen Gnade neu aufgerichtet wird.
Die Unterschiede liegen vor allem in der Gewichtung von Lehre vs. Liturgie, der Rolle des Wortes Gottes, der Sakramentsauffassung und der Bedeutung geistlicher Erfahrungen (Charismen) im Vergleich zu traditionellen Formen.
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