Bachelorarbeit, 2011
76 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Abgrenzung und Definition relevanter Begriffe
2.1 Nachhaltigkeit (Sustainability)
2.2 Umwelt
2.3 Umweltstrategie
2.4 Umweltmanagement
2.5 Corporate Social Responsibility
2.6 Greening
2.7 Controlling
3. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung
3.1 Die drei Säulen der Nachhaltigkeit
3.2 Das Triple-Bottom-Line-Konzept
3.3 Nachhaltigkeitsindizes
3.4 Aktuelle Tendenzen nachhaltiger Entwicklung
4. Auslösende Faktoren für die Notwendigkeit eines Green Controlling
4.1 Änderungen im öffentlichen Bewusstsein
4.2 Die Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe
4.3 Umweltrecht und bedeutsame Zertifizierungen
4.3.1 Das Umweltrecht in der Bundesrepublik Deutschland
4.3.2 Die Validierung und Zertifizierung des Umweltmanagementsystems
4.4 Sustainability – Shareholder Value, am Beispiel des Economic Value Added®
5. Green Controlling – Strategien, Entwicklungsstand und Instrumente
5.1 Die Einbindung grüner Strategien in das Controlling
5.2 Entwicklungsstand des Green Controllings in deutschen Unternehmen
5.3 Anwendbare Instrumente im Rahmen des Green Controllings
5.3.1 Umweltkennzahlen
5.3.2 Sustainability Balanced Scorecard
5.3.3 Ökologisches-Benchmarking
5.3.4 Ökobilanzen
5.3.5 Product Life Cycle Costing
5.3.6 Ressourcenkostenrechnung (RKR®)
5.3.7 Ökologische Investitionsrechnungen
6. Kritische Würdigung des Green Controllings und Schlussbetrachtung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Notwendigkeit und Vorteile einer ökologisch orientierten Unternehmenssteuerung darzulegen. Dabei wird untersucht, wie Nachhaltigkeitsaspekte in das bestehende Controlling-Instrumentarium integriert werden können, um neben ökologischen Zielen auch den Shareholder Value langfristig zu sichern.
4.2 Die Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe
Die Preisentwicklung bedeutsamer Rohstoffe wird während eines Jahres durch das statistische Bundesamt erfasst und dann im Januar des Folgejahres veröffentlicht. Für das Jahr 2010 waren dabei unterschiedliche Muster in der Entwicklung zu erkennen. Waren im Jahr 2009 noch teilweise starke Preisrückgänge zu verzeichnen, so war im Jahr 2010 bereits eine Rückkehr zu den hohen Preisniveaus vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erkennbar. Der stärkste Rohstoffpreisanstieg wurde, mit 38 % gegenüber 2009, für Rohöl festgehalten.
Bei den Metallen lagen die Preise durchschnittlich um 13 % über Vorjahresniveau, wobei die gestiegenen Weltmarktpreise für die zur Verarbeitung benötigten Rohstoffe (z.B. verschiedene Erze) sich dabei besonders bemerkbar machten. Besonders stark war der Anstieg bei den sogenannten Nichteisenmetallen. Als Nichteisenmetalle werden Metalle bezeichnet, die als Hauptbestandteil entweder kein Eisen oder nur geringe Mengen davon enthalten (z.B. Kupfer, Zink, Bronze, Messing). Insbesondere der Kupferpreis war davon sehr stark betroffen. Dieser stieg im Jahr 2010 um 44 % gegenüber 2009. Bei den deutschen Herstellern von Vorleistungsgütern wurde darauf mit durchschnittlichen Preiserhöhungen von 3,9 % reagiert. Die dargelegten Preissteigerungen sind ein Indiz für eine sich zunehmend erholende Weltkonjunktur. Aber auch das starke Wachstum von Schwellenländern wie China oder Indien ist ein Grund, da diese Länder in zunehmendem Maße auf diese Rohstoffe für ihre Industrie angewiesen sind. Spekulationsgeschäfte und Missernten, vor allem im Bereich des Baumwollanbaus, waren weitere Preistreiber.
Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat am 16.05.2011 in einer Pressemitteilung eine Rohstoffpreisprognose für 2011 und 2012 herausgegeben. Diese Prognose wird in Abbildung 4 auf Seite 24 in Tabellenform dargestellt. Gegenüber 2010 sind in allen dargestellten Rohstoffbereichen sehr hohe Preissteigerungen zwischen 18 % und 32 % zu erwarten. Für 2012 wird bei den Rohstoffpreisen eine leichte Entspannung mit nur moderaten Steigerungsraten erwartet. Eine Ausnahme bilden dabei, mit einer prognostizierten Preissteigerung von 10 %, die bereits angesprochenen Nichteisenmetalle.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Nachhaltigkeit für deutsche Unternehmen aufgrund von Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesetzlichen Anforderungen.
2. Abgrenzung und Definition relevanter Begriffe: In diesem Kapitel werden zentrale Termini wie Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, CSR und Controlling definiert, um eine theoretische Basis zu schaffen.
3. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung: Das Kapitel erläutert das Drei-Säulen-Modell sowie das Triple-Bottom-Line-Konzept und analysiert aktuelle Indizes und Tendenzen.
4. Auslösende Faktoren für die Notwendigkeit eines Green Controlling: Es werden externe Faktoren wie öffentliches Bewusstsein, Rohstoffpreisentwicklungen und rechtliche Rahmenbedingungen untersucht, die Unternehmen zum Green Controlling bewegen.
5. Green Controlling – Strategien, Entwicklungsstand und Instrumente: Dieses Kapitel stellt konkrete Strategien sowie Controlling-Instrumente wie Kennzahlen, SBSC, Benchmarking, Ökobilanzen, PLCC und RKR® vor.
6. Kritische Würdigung des Green Controllings und Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und weist auf den weiteren Forschungsbedarf in Bezug auf Standardisierung und strukturelle Integration hin.
Green Controlling, Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, Corporate Social Responsibility, Unternehmenssteuerung, Shareholder Value, Ressourcenkostenrechnung, Ökobilanz, Sustainability Balanced Scorecard, Umweltschutz, Benchmarking, Rohstoffpreis, Umweltrecht, Wertsteigerung, Klimaschutz
Die Arbeit befasst sich mit der Integration ökologischer Aspekte in das betriebswirtschaftliche Controlling, um Unternehmen auf Basis von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung effizienter zu steuern.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung von Nachhaltigkeit, den Treibern für ökologisches Wirtschaften und der praktischen Anwendung von Controlling-Instrumenten.
Ziel ist es, den Nutzen einer Umweltorientierung für Unternehmen und Shareholder aufzuzeigen und Controlling-Instrumente zu bewerten, die diese Nachhaltigkeitsaspekte mess- und steuerbar machen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer Zusammenführung bestehender Konzepte zu Green Controlling und Umweltmanagement.
Der Hauptteil analysiert, warum Unternehmen ein Green Controlling benötigen, und stellt Instrumente wie die Sustainability Balanced Scorecard, RKR® und Ökobilanzen zur praktischen Umsetzung vor.
Wichtige Begriffe sind Green Controlling, Nachhaltigkeit, Unternehmenssteuerung, Ressourcenkostenrechnung, Ökobilanz und Shareholder Value.
Es ermöglicht Investoren, in Firmen zu investieren, die innerhalb ihrer jeweiligen Branche führend bei ESG-Kriterien sind, ohne ganze Branchen pauschal auszuschließen.
Die RKR® macht Stoffströme und damit verbundene Kosten entlang der gesamten Prozesskette transparent und ermöglicht so die Identifikation ökologisch motivierter Einsparpotenziale.
Kritikpunkte sind oft die fehlende Nutzentransparenz, das schwierige Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie der hohe interne Aufwand für die Umwelterklärung bei geringer öffentlicher Wahrnehmung.
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