Bachelorarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. HAUPTTEIL
2.1. Theoretischer Teil
2.1.1. Polymere für Nanofiltrationsmembranen
2.1.2. Membransynthese
2.1.3. Beispiele für Anwendungen von Nanofiltration in der Industrie
2.1.3.1. Trinkwasseraufbereitung
2.1.3.2. Lebensmittelindustrie
2.1.3.3. Chemischen Industrie
2.1.4. Fouling
2.1.4.1. Membranautopsie
2.1.4.2. Verhinderung von Fouling
2.2. Praktischer Teil
2.2.1. Einführung: Das untersuchte Membranmaterial
2.2.2. Membranmessstand zur Prozesssimulation
2.2.2.1. Experimenteller Aufbau
2.2.2.2. Messungen NF 90 und NF PES 10 Membranen
2.2.2.3. Diskussion des experimentellen Aufbaus
2.2.3. Kontaktwinkelmessungen NF 90 und NF PES 10 Membranen
2.2.4. Zetapotentialmessungen
2.2.4.1. Definition des Zetapotentials
2.2.4.2. Zetapotential-Messtechnik
2.2.4.3. Messergebnisse
2.2.5. Diskussion der Ergebnisse
3. ZUSAMMENFASSUNG
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Nanofiltrationsmembrantechnologie zu geben und experimentelle Methoden zur Charakterisierung von Membranen zu erläutern. Die zentrale Fragestellung umfasst sowohl die theoretischen Grundlagen des Membranaufbaus und industrieller Anwendungsbeispiele als auch die praktische Leistungscharakterisierung unter Laborbedingungen.
2.1.4. Fouling
Nach einer der gängigen Literaturquellen zum Thema Filtration ist Fouling „Die Abnahme der Leistung einer Membran, aufgrund der Ablagerung von suspendierten oder gelösten Substanzen auf der äußeren Oberfläche der Membran, an ihren Porenöffnungen bzw. in den Poren“. Fouling kann auch als irreversible Abnahme des Durchflusses durch eine Membran gesehen werden. Wohingegen eine reversible Abnahme des Durchflusses nicht als Fouling bezeichnet wird. Diese reversiblen Leistungseinbußen, ergeben sich aufgrund von Lösungseffekten, wie zum Beispiel das Überschreiten des Löslichkeitsproduktes eines Salzes oder das Phänomen der Konzentrationspolarisation. Fouling ist ein wesentlicher Kostenfaktor beim Betrieb einer Membrananlage.
Nach Staude gibt es sieben Möglichkeiten des Ursprungs von Fouling: Ausfallen von Substanzen, die ihr Löslichkeitsprodukt überschritten haben (wird auch als Scaling bezeichnet), Ablagerung von dispergierten Feinanteilen oder Kolloiden, Chemische Reaktionen von gelösten Stoffen an der Membrangrenzschicht (z.B. Bildung von Eisenhydroxiden aus löslichen Formen von Eisen), Chemische Reaktion von gelösten Anteilen am Membranpolymer, Adsorption von Molekülen mit kleinem Molekulargewicht am Polymer der Membran, Irreversible Gelbildung von makromolekularen Substanzen, Kolonisierung der Membran durch Bakterien.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Membranverfahren und Definition des Forschungsziels, welches den Überblick über Technologien und Methoden zur Membrancharakterisierung umfasst.
2. HAUPTTEIL: Detaillierte Betrachtung theoretischer Grundlagen, industrieller Anwendungen, Fouling-Prozesse sowie der Versuchsaufbau und die experimentellen Ergebnisse der Membranuntersuchung.
3. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen Aspekte der Nanofiltration und der im praktischen Teil durchgeführten Analysen und Messergebnisse.
Nanofiltration, Membrantechnologie, Fouling, Membransynthese, Trinkwasseraufbereitung, Lebensmittelindustrie, Zetapotential, Kontaktwinkelmessung, Membranautopsie, Polymer, Prozesssimulation, Rückhaltekoeffizient, Reinwasserfluss, Oberflächencharakterisierung, industrielle Anwendung.
Die Arbeit behandelt die Nanofiltrationsmembrantechnologie, beleuchtet deren theoretische Grundlagen, industrielle Anwendungsbereiche und fokussiert sich auf praktische Methoden zur Charakterisierung der Membranoberflächen und deren Leistungsfähigkeit.
Zentrale Themen sind der Aufbau von Membranen, der Phaseninversionsprozess, Anwendungen in der Industrie (Trinkwasser, Lebensmittel, Chemie), das Fouling-Problem sowie Methoden zur physikalisch-chemischen Oberflächencharakterisierung.
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über gängige Technologien der Nanofiltration zu geben und gleichzeitig experimentelle Methoden zur Charakterisierung in Theorie und Praxis fundiert zu erläutern.
Es werden Filtrationsexperimente mittels selbst gebautem Membranmessstand, Kontaktwinkelmessungen, Zetapotentialmessungen sowie elektronenmikroskopische Aufnahmen des Membranmaterials eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zu Polymeren und Anwendungen sowie einen praktischen Bereich, der den Versuchsaufbau, die Messungen (Reinwasserfluss, Rf-Werte) und die Diskussion der Membrancharakterisierung beinhaltet.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Nanofiltration, Fouling, Zetapotential, Membranautopsie und Reinwasserfluss.
Fouling stellt einen wesentlichen Kostenfaktor dar, da es die Leistungsfähigkeit der Membran durch Ablagerungen und Verblockungen zeitlich begrenzt mindert.
Das Zetapotential ist ein wichtiger Indikator für die Oberflächenladung und die Stabilität von Kolloiden, was für das Verständnis der Membraninteraktionen und der Fouling-Neigung entscheidend ist.
Es konnten reproduzierbare Daten zur Charakterisierung gewonnen werden, wobei Unterschiede in der Rauhigkeit, der Porenstruktur und dem Verhalten der Zetapotentiale zwischen den beiden Membrantypen festgestellt wurden.
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