Magisterarbeit, 2011
151 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.2 Ziel der Magisterarbeit
1.3 Vorgehen/Theoretisches Design
1.4 Stand der Literatur/Quellenbenutzung
2. Wissensmanagement
2.1 Der Begriff des Wissens
2.2 Wissensarten
2.2.1 Individuelles Wissen
2.2.2 Organisationales Wissen
2.2.3 Explizites Wissen
2.2.4 Implizites Wissen
2.2.5 Der Begriff des Managements
2.3 Grundverständnis Wissensmanagement
2.3.1 Der ganzheitliche Wissensmanagement-Ansatz als Voraussetzung für ein erfolgreiches Wissensmanagement
2.3.1.1 Technologie
2.3.1.2 Mensch
2.3.1.3 Organisation
2.3.1.3.1 Unternehmenskultur
2.3.1.3.2 Vision und Werte
2.3.2 Wissensentstehung nach dem SECI-Modell
2.3.3 Wissensmanagement-Tools
2.3.3.1 Mentoring
2.3.3.2 Jobrotation
2.3.3.3 Jobenlargement und Jobenrichment
2.3.3.4 Coach und Trainer
2.3.3.5 Nomikai
2.3.3.6 Total Quality Circles
2.3.3.7 Communities of Practice
2.3.3.8 After Action Review
2.3.3.9 Storytelling
2.3.3.10 Altersgemischte Arbeitsteams
2.4 Ganzheitliches Human-Ressource-Management
2.4.1 Weiterbildung und Leistungsfähigkeit von Arbeitskräften
2.4.2 Personalplanung
2.5 Zwischenfazit
3. Demographischer Wandel
3.1 Überblick
3.2 Altersstrukturentwicklung der erwerbstätigen Bevölkerung
3.2.1 Das 2007-Problem
3.2.2 Arbeitsmarktpolitisches Vorgehen
3.2.2.1 Frühverrentung
3.2.2.2 Wiedereinstellung
3.2.2.3 Weitervermittlungs-System
3.2.2.4 Arbeitszeitverlängerung und Weiterbeschäftigung
3.2.2.6 Zukünftiges Vorgehen japanischer Unternehmen in Hinblick auf den Demographischen Wandel
3.3 Hauptkomponenten einer Aging-Workforce-Managementstrategie
3.4 Zwischenfazit
4. Wissensmanagement und ältere Belegschaft am Beispiel der Toyota Motor Corporation.
4.1 Die Japanische Automobilbranche
4.1.1 Überblick
4.1.2 Netzwerke und Lieferanten
4.1.3 Toyota als Vorbild in der japanischen Automobilindustrie
4.2 Unternehmensrelevante Daten
4.2.1 Unternehmensform und Unternehmensgröße
4.2.2 Entwicklung Toyotas und das TPS
4.3 Wissensmanagement bei Toyota
4.3.1 Toyotas Management
4.3.1.1 Bedeutung von Innovation und Marktführerschaft
4.3.2 Vision, Philosophie und Werte
4.3.2.1 Personalmanagement
4.3.3 Wissensmanagement-Tools
4.3.3.1 Zwischenmenschliche Instrumente
4.3.3.1.1 Führungskräfte als Mentoren und Coaches
4.3.3.1.2 Teamwork
4.3.3.1.3 On the job-Training
4.3.3.1.4 Older Worker Groups und Total Quality Circles
4.3.3.1.5 Jobrotation
4.3.3.1.6 Studiergruppen
4.3.3.1.7 Weiterbildung
4.3.3.1.8 Die Nutzung von ba am Beispiel des Projektes „Toyota Prius“
4.3.3.2 Technische und schriftliche Instrumente
4.3.3.3 Weitere Wissensmanagement-Methoden
4.3.3.3.1 Internationale Methoden
4.3.3.3.2 Zusammenarbeit mit Lieferanten
4.3.3.3.3 Zusammenarbeit mit Konkurrenten
4.3.3.4 Personalplanung
4.4 Wissensmanagement und Personalmanagement bei älteren Mitarbeitern
4.4.1 Betriebsinternes Renteneintrittsalter
4.4.1.1 Weiterbeschäftigung
4.4.1.2 Wiedereinstellung und Weitervermittlung
4.4.2 Frühverrentung, Probleme und Kündigungen
4.5 Ausblick und weitere Handlungsfelder
5. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Zusammenhang zwischen den theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, spezifischen Wissensmanagement-Tools und den Herausforderungen des demographischen Wandels in Japan herzustellen. Der Fokus liegt dabei nicht auf dem demographischen Wandel als solchem, sondern explizit auf den Veränderungen und notwendigen Handlungsfeldern im Umgang mit der alternden Belegschaft in japanischen Unternehmen, beispielhaft illustriert an der Toyota Motor Corporation.
2.2.4 Implizites Wissen
Im Gegensatz dazu steht das implizite Wissen, das an den Wissensträger gebunden und nicht so einfach zu externalisieren ist. Zu diesem Wissen zählt Intuition, sogenanntes Bauchwissen, kreatives Wissen, Handlungswissen, Erfahrungswissen, individuelles Wissen und persönliches Wissen (Hentzschel 2008: 7). Ein von Nonaka und Takeuchi (1995: 112–129) gut verständliches Beispiel für implizites Wissen ist das Brotteigkneten eines Bäckers, das von einer Mitarbeiterin von Panasonic durch Beobachtung und Nachahmung erlernt wurde, um nach der Verinnerlichung des impliziten Wissens des Teigknetens einen Brotbackautomaten zu entwickeln.
Oftmals sind sich die Wissensträger des impliziten Wissens nicht einmal darüber bewusst, dass sie ein derartiges Wissen besitzen oder sie sehen keine Notwendigkeit, dieses Wissen an andere Personen weiterzugeben. Um implizites Wissen zu explizitem Wissen zu transferieren, muss sich der Wissensträger von der reinen Dokumentation und Kommunikation lösen. Oftmals ist es hilfreich, das implizite Wissen durch direkte Nachahmung und Beobachtung zu verinnerlichen. Daher eignen sich Wissensmanagement-Werkzeuge wie z.B. das Mentoring oder Jobrotation besonders gut, um implizites Wissen weiterzugeben.
Neben der Schwierigkeit der Externalisierung von implizitem Wissen – ausgelöst durch die direkte Bindung an den Wissensträger – existiert eine weitere Schwierigkeit bei der Weitergabe von implizitem Wissen. Der Wissensträger kann durch die Weitergabe des Wissens Ängste vor Verlust von Machtvorteilen auf dem unternehmensinternen Arbeitsmarkt erleiden. Wenn das Wissen des Wissensträgers einzigartig und schwierig zu erlangen ist, muss das Unternehmen Anreize schaffen, um dem Wissensträger die Angst davor zu nehmen, für das Unternehmen an Wert zu verlieren. In diesem Zusammenhang wird in der Literatur häufig das Zitat „Wissen ist Macht“ verwendet. Besonders in der westlichen Welt sieht man daher oft ein Zurückhalten von unternehmenswichtigem Wissen durch die Wissensträger, um den jeweiligen Stand im Unternehmen nicht zu verlieren. Auf dem japanischen Arbeitsmarkt hingegen wird besonders auf dieses Wissen Wert gelegt und die einzelnen Arbeitnehmer dazu angehalten dieses Wissen weiterzugeben. In japanischen Unternehmen werden daher häufig jene Wissensmanagement-Instrumente verwendet, die genau diese Weitergabe unterstützen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Wissen als zentralen Produktionsfaktor und definiert die Zielsetzung der Arbeit, Wissensmanagement im Kontext älter werdender Belegschaften in Japan zu untersuchen.
2. Wissensmanagement: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, unterscheidet Wissensarten und stellt ganzheitliche Modelle sowie spezifische Instrumente für den Wissenstransfer vor.
3. Demographischer Wandel: Hier werden die demographischen Herausforderungen Japans analysiert und deren direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sowie erste Lösungsansätze für Unternehmen diskutiert.
4. Wissensmanagement und ältere Belegschaft am Beispiel der Toyota Motor Corporation.: Anhand von Toyota wird in diesem Kapitel praxisnah illustriert, wie ein Weltkonzern Managementansätze, Unternehmenskultur und spezielle Tools zur Sicherung von Expertenwissen bei einer alternden Belegschaft einsetzt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, ältere Mitarbeiter nicht als Belastung, sondern als wertvolle Wissensträger in einer lernenden Organisation zu begreifen und aktiv in Wissensmanagementprozesse einzubinden.
Wissensmanagement, Demographischer Wandel, Ältere Mitarbeiter, Toyota Motor Corporation, Wissensspirale, SECI-Modell, Japanische Unternehmenskultur, Personalentwicklung, Wissenstransfer, Implizites Wissen, Qualifizierung, Arbeitsmarktpolitik, Weiterbeschäftigung, Erfahrungswissen.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen in Japan angesichts des demographischen Wandels und einer alternden Gesellschaft aktiv Wissensmanagement betreiben können, um wertvolles Erfahrungswissen älterer Mitarbeiter zu bewahren.
Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung des Wissensmanagements, die Analyse des demographischen Wandels in Japan und die praktische Anwendung von Personalmanagement-Instrumenten bei Toyota.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Wissensmanagement-Theorien, entsprechenden Tools und den Problemen einer alternden Belegschaft in Japan aufzuzeigen und durch das Fallbeispiel Toyota zu veranschaulichen, wie Wissenstransfer zwischen den Generationen gelingen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung von Unternehmensdaten sowie Best-Practice-Methoden japanischer Großunternehmen.
Der Hauptteil analysiert erst theoretische Modelle des Wissensmanagements (wie das SECI-Modell) und demographische Fakten, bevor er diese Erkenntnisse auf das konkrete Beispiel der Toyota Motor Corporation anwendet.
Wissensmanagement, Demographischer Wandel, Ältere Mitarbeiter, Wissensspirale, Unternehmenskultur, Toyota.
Toyota legt großen Wert auf eine Unternehmenskultur, die lebenslanges Lernen und den sozialen Austausch (z.B. durch Teams und Zirkel) fördert, was die Basis für den freien Wissensfluss bildet.
Toyota nutzt verschiedene Instrumente wie die Weiterbeschäftigung über das Rentenalter hinaus, Mentoring-Programme und eine langfristige Personalplanung, um die Expertise älterer Mitarbeiter trotz deren Austrittsrisiko zu sichern.
Es dient als Fallbeispiel für die Befürchtungen einer massiven Verrentungswelle (Dankai-Generation) und zeigt, wie Unternehmen auf den drohenden Wissensverlust reagiert haben bzw. wie sie sich darauf vorbereitet haben.
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