Examensarbeit, 2012
58 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1.1 Themenwahl
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Leitlinien der Ausbildungskonzeption des DFB
2.2 Inhalte der Ausbildungskonzeption des DFB
2.3 Grundlagenschulung: Ziele und Inhalte der D-Junioren
2.4 Spieldidaktische Prinzipien und Methodische Umsetzung
2.5 Sportliches Leitbild: Trends und Konsequenzen des DFB für das Grundlagentraining
2.6 Basisförderung Schule
2.7 Das Konzept TGfU – Spielformen statt Übungsformen
3. Inhaltsbausteine zum Spielverhalten mit Schwerpunkt D-Jugend
3.1 Baustein 1: Spielerische Konditionsschulung
3.2 Baustein 2: Systematisches Technik-Training
3.3 Baustein 3: Individualtaktische Grundlagen
3.4 Baustein 4: Fußballspielen mit Schwerpunkten und freies Spielen
4. Entwicklung der Spielformen
4.1 Erklärung zur Darstellung der Spielformen
4.1.1 Variationsmöglichkeiten und ihre Wirkungen
4.1.2 Allgemeine Begründung zur Auswahl der Spielformen
4.2 Spielformen Spielerische Konditionsschulung
4.3 Spielformen Systematisches Technik-Training
4.4 Spielformen Individualtaktische Grundlagen
4.5 Spielformen Fußballspielen mit Schwerpunkten und freies Spielen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein Trainingsprogramm für D-Junioren auf Basis von Spielformen gemäß des „Teaching Games for Understanding“ (TGfU)-Konzeptes zu entwickeln, um die Bedeutung spielnaher Übungen im Fußballtraining zu verdeutlichen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie die DFB-Ausbildungskonzeption durch das TGfU-Konzept ergänzt werden kann, um taktische Entscheidungsfähigkeit und Spielfähigkeit effektiv zu fördern.
1.1 Themenwahl
Im Rahmen der vorliegenden Examensarbeit gehe ich auf die Entwicklung von Spielformen für das Sportspiel Fußball auf der Basis des Konzeptes „Teaching Games for Understanding“ ein. Im Laufe meines Studiums habe ich mich mit diesem Sportspiel intensiver befasst. Unter anderem absolvierte ich Fußball als Schwerpunktfach. Parallel dazu sammelte ich Erfahrungen als Aktiver und vor allem auch in meiner Tätigkeit als Trainer im Verein und als Stützpunkttrainer des Deutschen Fußball-Bundes. Dies war der Anlass, mich intensiv mit dem Thema Fußball in meiner Examensarbeit zu beschäftigen.
Als lizenzierter DFB-Stützpunkttrainer besteht mein Aufgabengebiet auch darin, Vereinstrainer in ihrer Arbeit mit den Nachwuchsspielern und mit ihrer damit verbundenen Ausbildung und Förderung im Training zu beobachten. Dabei stellte ich vermehrt fest, dass viele Jugendtrainer in ihrem Training einen relativ großen Anteil an isolierten Übungen und nicht spielnahen Spielformen mit ihren Mannschaften durchführten. Diese Beobachtung bestätigt sich auch in meiner Tätigkeit in der Trainerausbildung des Niedersächsischen Fußballverbandes. Die angehenden Trainer weisen häufig eine Tendenz auf, auch im Grundlagen- und Aufbautraining (Bambinis bis D-Junioren) einen relativ geringen Anteil spielnaher Spielformen im Training einzusetzen und sich mit den oftmals weniger komplexen Übungsformen gerade in Sachen Fehlererkennung und deren Korrektur „wohler zu fühlen“ (vgl. Cassia, 2010).
1. Einleitung: Einführung in die Themenwahl und den Aufbau der Arbeit, wobei die Motivation für die stärkere Nutzung von Spielformen begründet wird.
2. Theoretische Grundlagen: Überblick über die DFB-Ausbildungskonzeption sowie Vorstellung des TGfU-Konzeptes als Alternative zu traditionellen Ansätzen.
3. Inhaltsbausteine zum Spielverhalten mit Schwerpunkt D-Jugend: Detaillierte Erläuterung der vier DFB-Bausteine Kondition, Technik, Individualtaktik und Fußballspiel zur Vorbereitung auf die Spielformen.
4. Entwicklung der Spielformen: Vorstellung der konstruierten Spielformen für die einzelnen Bausteine inklusive methodischer Erläuterungen und Variationen.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Praxistauglichkeit des entwickelten Konzepts und Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Teaching Games for Understanding, TGfU, Fußballtraining, D-Junioren, Spielformen, DFB-Ausbildungskonzeption, Technik-Training, Individualtaktik, Konditionsschulung, Spielverständnis, Nachwuchsfußball, Basisförderung, Sportspielvermittlung, Trainingsmethodik, Spielerische Entwicklung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von Spielformen für das Fußballtraining der D-Junioren auf Basis des didaktischen Konzeptes "Teaching Games for Understanding" (TGfU).
Die zentralen Felder sind die DFB-Ausbildungskonzeption, die Vermittlung technischer Fertigkeiten durch spielnahe Formen, Individualtaktik sowie der Einsatz von Spielformen als Alternative zum isolierten Üben.
Das Ziel ist es, ein Trainingsprogramm zu entwickeln, das Trainern hilft, taktisches Verständnis und die Spielfähigkeit junger Fußballer durch modifizierte Spielformen gezielt zu fördern.
Es handelt sich um eine auf theoretischen Grundlagen basierende Konzeption von Praxisbausteinen und Spielformen, die unter didaktischen Gesichtspunkten hergeleitet und für die Anwendung im Training strukturiert wurden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (DFB und TGfU) analysiert, danach die vier Inhaltsbausteine (Kondition, Technik, Taktik, freies Spiel) theoretisch definiert und schließlich in konkrete, detailliert ausgearbeitete Spielformen überführt.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie TGfU, spielnahe Spielformen, D-Junioren, DFB-Konzeption, individuelle Taktik, Technik-Training und methodische Trainingsgestaltung.
Das D-Juniorenalter zeichnet sich durch hohe Bewegungs- und Spielfreude aus, was es ideal für die Anwendung von spielnahen, explorativen Lernformen macht, statt die Spieler durch rein isolierte Übungen zu langweilen.
Der Autor legt einen stärkeren Schwerpunkt auf das "Spielen vor Üben" und plädiert dafür, Spielformen in das Zentrum zu stellen, während isoliertes Üben lediglich als notwendige Ausnahme zur Korrektur spezifischer Probleme dienen sollte.
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