Bachelorarbeit, 2011
24 Seiten, Note: 1.0
Einleitung
Das Konzept bürgerlicher Öffentlichkeit
Die Refeudalisierung der Politik
Das Fundament der Habermas'schen Demokratie
Der Begriff des Politischen
Das politische Subjekt
Politik als Unterbrechung der Logik der arche
Die Bedingung der Möglichkeit des Politischen
Die Figur des Dritten
Die Tautologie der politischen Philosophie
Philosophische Debatte
Bei Sokrates zum Kaffee
Résumé
Literatur
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der klassischen bürgerlichen Öffentlichkeit nach Habermas und zeitgenössischen Formen politischer Artikulation, insbesondere in Zeiten gesellschaftlicher Krisen und Revolten, mit dem Ziel, den Begriff des Politischen neu zu deuten.
Das politische Subjekt
Zur These des Endes der Politik gelangen wir immer dann, wenn wir zählen; wenn wir Wähleranteile, Parteimitgliedschaften, jene Personen welche die Praxisformen der räsonierenden Öffentlichkeit, so genannte Citoyens oder einfach jene, die sich durch ihr Schweigen der Politik entziehen zählen. Dieser Logik folgend gehen Subjekte mit einer bestimmten Handlungsweise der Politik voraus. Wenn wir aber die Politik als universellen, ursprünglichen Begriff erfassen wollen, kann dieser aufgrund der Kontingenz der Welt und der fundamentalen Gleichheit der handelnden Subjekte nicht aus einer spezifischen Handlungsweise hervorgehen. Die Umkehrung dessen ist der Fall; so zumindest diese These.
Bedenken wir, dass sich überall da, wo Menschen zusammenleben, ein Bezugssystem ausbildet, das an Vorheriges anschliesst. Hannah Arendt bedient sich zur Veranschaulichung dieses Gegenstandes der Metapher des Webens. Dabei ist jedes Leben ein Faden, der durch eine Handlung und durch das Sprechen in das bereits bestehende Muster geschlagen wird. Einen Faden, den Arendt als erzählbare Lebensgeschichten versteht, er steht in einer Tradition des bis anhin sich abzeichnenden Musters und setzt dieses fort. Wenn wir genau hinschauen, so erkennen wir, dass es nicht spezifische Handlungsweisen sind, die im Muster ersichtlich werden, sondern die blosse Tatsache, dass ein Mensch handelt; durch eine Handlung tritt das Subjekt in Beziehung zu anderen Subjekten, gewesene ebenso, wie seiende und werdende, und schlägt seinen Faden in das Muster.
Einleitung: Die Einleitung verortet die Arbeit im Kontext der globalen Krisen des Jahres 2011 und führt in die Fragestellung nach dem Verhältnis von Privatem und Öffentlichem ein.
Das Konzept bürgerlicher Öffentlichkeit: Dieses Kapitel analysiert Habermas' Modell der bürgerlichen Öffentlichkeit, dessen historische Entwicklung und die daraus resultierende Kritik der Refeudalisierung.
Der Begriff des Politischen: Hier wird der Begriff des Politischen in Abgrenzung zur polizeilichen Ordnung entwickelt und die Rolle des Subjekts sowie die Funktion von Ausschlussmechanismen untersucht.
Die Tautologie der politischen Philosophie: Dieses Kapitel befasst sich mit der Rolle der Philosophie und der philosophischen Debatte, exemplifiziert am Beispiel des Café Philo als Raum für kritisches Denken.
Résumé: Das Résumé fasst die zentralen Argumente zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, das Politische als ein ständiges Werden zu begreifen, das die bestehende Ordnung unterbricht.
Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten theoretischen Quellen auf.
Bürgerliche Öffentlichkeit, Habermas, Das Politische, Refeudalisierung, Demokratie, Konsens, Unterbrechung, Arche, Ausschluss, Politische Philosophie, Café Philo, Arendt, Rancière, Diskurs, Macht.
Die Arbeit untersucht kritisch den Begriff der Öffentlichkeit und des Politischen, wobei der Fokus auf der Spannung zwischen etablierten Ordnungen und Momenten des politischen Protests liegt.
Die Themenfelder umfassen die bürgerliche Öffentlichkeit nach Habermas, die Bedeutung von Macht und Ausschluss in demokratischen Systemen sowie die philosophische Reflexion politischer Teilhabe.
Das Ziel ist eine Neudeutung des Politischen, die nicht von einem fixen Konsens, sondern von der Unterbrechung bestehender Strukturen ausgeht.
Die Arbeit nutzt einen philosophisch-soziologischen Ansatz, der Theorien von Habermas, Arendt, Rancière und anderen kombiniert, um Begriffe zu dekonstruieren und neu zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit dem bürgerlichen Öffentlichkeitsbegriff, die Dekonstruktion des Politischen als Unterbrechung und die Analyse der philosophischen Debattenpraxis.
Zu den zentralen Begriffen zählen Öffentlichkeit, Refeudalisierung, Konsens, Ausschluss, Arche, Anarchie und Politische Philosophie.
Es dient dazu, die Transformation einer kritisch-rationalen Öffentlichkeit in eine konsumorientierte Sphäre zu beschreiben, in der die politische Teilhabe eingeschränkt wird.
Es beschreibt das politische Handeln als einen Akt, der die vorgegebene, polizeiliche Ordnung durchbricht und damit Raum für echte demokratische Teilhabe schafft.
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